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Sorge um Spanien nimmt zu




29.05.12 09:58
BayernLB

München (www.aktiencheck.de) - Die Sorge um eine Verschärfung der Bankenkrise in Spanien mit negativen Konsequenzen für die Verschuldungssituation des Landes belastete am Montag das Sentiment, so die Analysten der BayernLB.

Am Aktienmarkt sei der Kurs des angeschlagenen Kreditinstituts Bankia (ISIN ES0113307039/ WKN A1JCY3) drei Tage nach Vorlage des Rettungsplans im Tagesvergleich um 13,4% abgestürzt, am Tagestief zu Beginn des Handels habe die Aktie sogar um 29,3% im Minus gestanden. Am Freitag habe die viertgrößte spanische Bank bekannt gegeben, dass sie 19 Mrd. Euro Staatshilfe von der spanischen Regierung erhalte, insgesamt werde nun mit einem Sanierungsbetrag von 23,5 Mrd. Euro gerechnet. Der spanische Ministerpräsident Rajoy habe unterdessen erklärt, dass es für die spanischen Kreditinstitute keine europäische Rettungsaktion geben solle.

Während der spanische IBEX 35 (ISIN ES0SI0000005/ WKN 969223) vor diesem Hintergrund 2,2% bei verloren habe, hätten andere europäischen Aktienmärkte nur moderate Verluste ausgewiesen (DAX (ISIN DE0008469008/ WKN 846900): -0,3%) und der griechische ASE-Index habe sich im Zuge von neuen Wählerumfragen, die die konservative Nea Dimokratia wieder als stärkste Kraft sehen würden, sogar um 6,9% erholen können. Die Rendite zehnjähriger spanischer Staatsanleihen sei bis Montagabend um 16 Bp gegenüber dem Vortag auf 6,42% gestiegen (intraday sei ein Hoch von 6,51% erreicht worden), während zehnjährige Bunds leicht niedriger bei 1,36% rentiert hätten. In den USA habe wegen des Memorial Day kein Börsenhandel stattgefunden.

Bunds dürften heute nur wenig von ihren Rekordständen korrigieren.

Der US-Verbrauchervertrauensindex des Conference Board dürfte sich im Mai leicht von 69,2 auf 72,0 Punkte erholt haben (Konsens: 70,0 Punkte). Der S&P/Case-Shiller-Index dürfte einen fortgesetzten Hauspreisrückgang in den US-Metropolen für März anzeigen.

Die Importpreise in Deutschland seien im April um 0,5% gegenüber dem Vormonat und damit etwas stärker als erwartet gefallen. Die Verbraucherpreise in Deutschland dürften im Mai gegenüber dem Vormonat stagniert haben. (29.05.2012/ac/a/m)








 
 

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