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Solaraktien Gewinne sichern




25.01.06 08:51
Sparkasse Essen

Wie heiß die Spekulationen mit Solaraktien bereits gelaufen sind, lässt sich gegenwärtig nur erahnen, so die Analysten der Sparkasse Essen.

Aber auch hier könne ein fehlender Schutzfaktor - sprich rechtzeitige Gewinnmitnahmen - zu schmerzhaften Brandblasen im Depot führen.

Solarwerte seien momentan extrem "in" und es gebe derzeit keinen Öko- oder Nachhaltigkeitsfonds, der nicht darin investiere. Strom, Öl- und Gas würden immer teurer und Anleger möchten nicht nur als Melkkühe behandelt werden, sondern auch mal zu den Gewinnern gehören. Zudem sei gerade in Deutschland mit dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) ein kleiner Solar-Boom ausgelöst worden und deutsche Unternehmen würden zu den führenden und vor allem börsennotierten Gesellschaften in der Welt gehören. Deutschland sei Trendsetter, "wir" seien wieder wer! Und nun denke offenbar sogar der große Bruder USA, hier speziell Kalifornien, über eine stärkere Nutzung von Solarenergie nach. Alles werde gut?

Leider nein! Denn kein Börsenhype währe ewig und auch bei diesem werde wieder die alte Binsenweisheit gelten: Der letzte mache das Licht aus. Inzwischen hätten nämlich sämtliche Börsianer einen gewaltigen Schluck aus der "Pulle" genommen und die Aktienkurse würden bereits einen zu großen Teil der künftigen Ertragsfantasie der Unternehmen widerspiegeln.

Kurssprünge von 10% am Tag seien inzwischen keine Seltenheit mehr. Und auch, dass Altgesellschafter bereits Kasse gemacht hätten, störe offenbar keinen so richtig. Die Erfahrung lehre aber, dass die Gesetze der BWL immer noch gültig seien. So stelle aktuell z.B. Silizium einen Engpassfaktor dar, der nur begrenzt verfügbar sei. Dies mache ihn nicht nur teuer, sondern begrenze auch das weitere Wachstum. Zudem würden die Einspeisungsentgelte geringer und die Margen kleiner. Die Gewinndynamik werde also zwangsweise nachlassen. Außerdem sei davon auszugehen, dass die deutschen Gesellschaften nicht auf Dauer ihr Alleinstellungsmerkmal behalten würden.

Statt von Kurs-Gewinn-Verhältnissen werde teilweise auch schon wieder mit Kurs-Umsatz-Verhältnissen gerechnet, damit die Zahlen nicht allzu absurd würden. Der Neue Markt lasse grüßen.

Die Analysten der Sparkasse Essen werden vorsichtiger und raten dazu, Gewinnmitnahmen ins Auge zu fassen - bevor es wieder ins Auge geht.








 
 

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