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Angesichts der rasanten Kursentwicklung der SAP AG in früheren Jahren, habe der Anleger in den letzten 18 Monaten doch sehr viel Geduld mitbringen müssen, berichten die Analysten von at-stoxx. Erst in den letzten Wochen sei es dem Walldorfer Softwarehaus gelungen wieder im Performance-Vergleich Boden gut zu machen.
Wie stehen die Chancen im Jahr 2000 für die Software-Branche? Die Frage müsse eindeutig im Gesamtrahmen betrachtet werden. In den letzten eineinhalb Jahren hätten die Unternehmen ihre EDV-Budgets hauptsächlich für neue Hardware und der Y2K-Überprüfung der vorhandenen Systeme verwendet. Die meisten hätten dies sogar rechtzeitig getan, so dass 1999 die Softwareausgaben abnahmen bzw. nicht die gewohnten Zuwachsraten verzeichneten. Investitionen in neue ERP-Software (Enterprise Ressource Planning) seien meist verschoben worden. Die qualitativen Fortschritte der ERP-Softwareentwicklung seien in den beiden vergangenen Jahren jedoch enorm gewesen. Experten erwarten daher für das Jahr 2000 eine Verschiebung der EDV-Ausgaben weg von der Hardware hin zur Software.
Wer profitiert von dem offensichtlich hohem Nachholpotential? In erster Linie dürften dies die Softwarehäuser, die auf kleine und mittlere Unternehmen spezialisiert sind sein, aber auch die IT-Dienstleister. Viele Unternehmen mittlerer Größe hätten die hohen Investitionen nur sukzessive bewältigen können, so dass dieses und nächstes Jahr die Betriebssoftware modernisiert werde. Als Vorreiter dieser Entwicklung dürften die Software-Dienstleister an die Arbeit gehen. Die Consultants würden die für die meisten Unternehmen schwer zu beantwortende Frage beantworten: wie rüste ich meine Firma für die Anforderungen des 21. Jahrhunderts?
Selbstverständlich würden sich die Großen der ERP-Branche die größten Stücke des Kuchens abschneiden. Das Umsatzmomentum der SAP (WKN 716463) dürfte daher in diesem Jahr wieder anziehen, heißt es. Dazu würden insbesondere die Produkte des New-Dimension-Projekts beitragen, die die Bereiche internetbasierte Beschaffung, Customer Relationship Management, Supply-Chain-Management und Business Warehouse abdeckten. Den höchsten strategischen Stellenwert in Unternehmen dürfte die Einführung einer internetbasierten Beschaffungslösung haben, so die Experten. Gerade bei indirekten Gütern wie Büromaterial bestehe ein riesiges Einsparpotential. Möchte ein Mitarbeiter einen Stift bestellen, so hole er sich dazu ein Formular, fülle es aus, lege es seinem Chef vor, dieser leite es weiter ans Controlling. Von dort aus gehe die Bestellung an den Einkauf, wo in verschiedenen Katalogen nach dem günstigsten Angebot gesucht und anschließend bestellt werde. Bei der Lieferung der Ware gehe die Rechnung an die Buchhaltung, die Ware werde geprüft und an die entsprechende Abteilung geliefert. Dieser Bürokratie führe dazu, dass billige Güter wie Stifte, Papier, Taschenrechner, etc. die in Büros ständig gebraucht werden unangemessen hohe Verwaltungskosten verursachen, die durchaus im Bereich 150 bis 200 DM liegen können. Durch die Einführung von eProcurementlösungen ließen sich diese Kosten um bis zu 90% reduzieren. SAP habe sich mit dem Internet-Portal mySAP.com in diesem Bereich positioniert und könne bereits erste Referenzinstallationen vorweisen.
Kleine Wettbewerber wie Peoplesoft und Baan seien in diesem Feld auf Kooperationen mit Spezialanbietern angewiesen. Einzig Oracle, die sich auch in anderen Zukunftsfeldern wie Customer Relationship Management aussichtsreich positioniert hätten, könne eine ähnliche Plattform vorweisen und besitze mit Ford bereits einen umsatzstarken Referenzkunden. Daher dürften SAP und Oracle (WKN 871 460) von einer Markterholung überproportional profitieren.
Beide Softwarehersteller seien nicht billig: Beide Firmen würden etwa mit dem 70-fachen der erwarteten Gewinne des Jahres 2001 gehandelt, die einem langfristigen jährlichen Gewinnwachstum von 25 bis 30 Prozent gegenüber stehen. Hier drücke sich die starke Marktstellung aus, die diese Firmen im Markt für ERP Software bereits heute besitzen, und die sie in den kommenden Jahren auf die oben angesprochenen Wachstumsfelder ausdehnen dürften. Die Phantasie bestehe insbesondere darin, dass SAP und Oracle ihre bestehenden Kunden zum Wechsel auf die Internet-Plattform bewegen können. Das dabei praktizierte Geschäftsmodell sehe neben einer einmaligen Lizenzgebühr für die Software eine Transaktionsgebühr in Höhe von etwa einem Prozent des Warenumsatzes vor, so dass der dabei erzielte Umsatz in hohem Maße wiederkehrend sei.
Dem Markt für Business-to-Business E-Commerce (B2B), in dem man sich mit Plattformen wie mySAP.com bewege, trauen Marktforscher enormes Wachstumspotential zu. Forrester Research erwarte, dass die B2B Umsätze allein in den USA von 108 Mrd. Dollar im Jahr 1998 auf 1,3 Billionen Dollar im Jahr 2003 wachsen werden. Diese Schätzung dürfte sich noch als zu konservativ erweisen, denn jüngst meldeten Ford und General Motors, dass sie bis 2001 mit ihrer gesamten Zulieferkette auf internetbasierte Beschaffung umstellen werden. Allein diese Ankündigung umfasse ein Handelsvolumen von etwa 800 Mrd. Dollar.
Aus dieser Sicht bestehe daher durchaus Phantasie auf eine Beschleunigung im Umsatzwachstum von SAP und Oracle, was weitere Kurssteigerungen bewirken könnte. Die weitere Entwicklung dieser Märkte werden die Analysten im Auge behalten.
Auch IT-Dienstleister, wie die von den Experten favorisierte realTech, die sich auf technische IT-Beratung im SAP-Umfeld spezialisiert habe und dort eine europaweit führende Position einnehme, dürften von dieser Entwicklung profitieren zumal realTech Entwicklungspartner von mySAP.com sei.
Wie stehen die Chancen im Jahr 2000 für die Software-Branche? Die Frage müsse eindeutig im Gesamtrahmen betrachtet werden. In den letzten eineinhalb Jahren hätten die Unternehmen ihre EDV-Budgets hauptsächlich für neue Hardware und der Y2K-Überprüfung der vorhandenen Systeme verwendet. Die meisten hätten dies sogar rechtzeitig getan, so dass 1999 die Softwareausgaben abnahmen bzw. nicht die gewohnten Zuwachsraten verzeichneten. Investitionen in neue ERP-Software (Enterprise Ressource Planning) seien meist verschoben worden. Die qualitativen Fortschritte der ERP-Softwareentwicklung seien in den beiden vergangenen Jahren jedoch enorm gewesen. Experten erwarten daher für das Jahr 2000 eine Verschiebung der EDV-Ausgaben weg von der Hardware hin zur Software.
Wer profitiert von dem offensichtlich hohem Nachholpotential? In erster Linie dürften dies die Softwarehäuser, die auf kleine und mittlere Unternehmen spezialisiert sind sein, aber auch die IT-Dienstleister. Viele Unternehmen mittlerer Größe hätten die hohen Investitionen nur sukzessive bewältigen können, so dass dieses und nächstes Jahr die Betriebssoftware modernisiert werde. Als Vorreiter dieser Entwicklung dürften die Software-Dienstleister an die Arbeit gehen. Die Consultants würden die für die meisten Unternehmen schwer zu beantwortende Frage beantworten: wie rüste ich meine Firma für die Anforderungen des 21. Jahrhunderts?
Selbstverständlich würden sich die Großen der ERP-Branche die größten Stücke des Kuchens abschneiden. Das Umsatzmomentum der SAP (WKN 716463) dürfte daher in diesem Jahr wieder anziehen, heißt es. Dazu würden insbesondere die Produkte des New-Dimension-Projekts beitragen, die die Bereiche internetbasierte Beschaffung, Customer Relationship Management, Supply-Chain-Management und Business Warehouse abdeckten. Den höchsten strategischen Stellenwert in Unternehmen dürfte die Einführung einer internetbasierten Beschaffungslösung haben, so die Experten. Gerade bei indirekten Gütern wie Büromaterial bestehe ein riesiges Einsparpotential. Möchte ein Mitarbeiter einen Stift bestellen, so hole er sich dazu ein Formular, fülle es aus, lege es seinem Chef vor, dieser leite es weiter ans Controlling. Von dort aus gehe die Bestellung an den Einkauf, wo in verschiedenen Katalogen nach dem günstigsten Angebot gesucht und anschließend bestellt werde. Bei der Lieferung der Ware gehe die Rechnung an die Buchhaltung, die Ware werde geprüft und an die entsprechende Abteilung geliefert. Dieser Bürokratie führe dazu, dass billige Güter wie Stifte, Papier, Taschenrechner, etc. die in Büros ständig gebraucht werden unangemessen hohe Verwaltungskosten verursachen, die durchaus im Bereich 150 bis 200 DM liegen können. Durch die Einführung von eProcurementlösungen ließen sich diese Kosten um bis zu 90% reduzieren. SAP habe sich mit dem Internet-Portal mySAP.com in diesem Bereich positioniert und könne bereits erste Referenzinstallationen vorweisen.
Beide Softwarehersteller seien nicht billig: Beide Firmen würden etwa mit dem 70-fachen der erwarteten Gewinne des Jahres 2001 gehandelt, die einem langfristigen jährlichen Gewinnwachstum von 25 bis 30 Prozent gegenüber stehen. Hier drücke sich die starke Marktstellung aus, die diese Firmen im Markt für ERP Software bereits heute besitzen, und die sie in den kommenden Jahren auf die oben angesprochenen Wachstumsfelder ausdehnen dürften. Die Phantasie bestehe insbesondere darin, dass SAP und Oracle ihre bestehenden Kunden zum Wechsel auf die Internet-Plattform bewegen können. Das dabei praktizierte Geschäftsmodell sehe neben einer einmaligen Lizenzgebühr für die Software eine Transaktionsgebühr in Höhe von etwa einem Prozent des Warenumsatzes vor, so dass der dabei erzielte Umsatz in hohem Maße wiederkehrend sei.
Dem Markt für Business-to-Business E-Commerce (B2B), in dem man sich mit Plattformen wie mySAP.com bewege, trauen Marktforscher enormes Wachstumspotential zu. Forrester Research erwarte, dass die B2B Umsätze allein in den USA von 108 Mrd. Dollar im Jahr 1998 auf 1,3 Billionen Dollar im Jahr 2003 wachsen werden. Diese Schätzung dürfte sich noch als zu konservativ erweisen, denn jüngst meldeten Ford und General Motors, dass sie bis 2001 mit ihrer gesamten Zulieferkette auf internetbasierte Beschaffung umstellen werden. Allein diese Ankündigung umfasse ein Handelsvolumen von etwa 800 Mrd. Dollar.
Aus dieser Sicht bestehe daher durchaus Phantasie auf eine Beschleunigung im Umsatzwachstum von SAP und Oracle, was weitere Kurssteigerungen bewirken könnte. Die weitere Entwicklung dieser Märkte werden die Analysten im Auge behalten.
Auch IT-Dienstleister, wie die von den Experten favorisierte realTech, die sich auf technische IT-Beratung im SAP-Umfeld spezialisiert habe und dort eine europaweit führende Position einnehme, dürften von dieser Entwicklung profitieren zumal realTech Entwicklungspartner von mySAP.com sei.









