Software AG derzeit nicht kaufen




09.03.01 00:00
Platow Brief

Vor einer Investition in die Aktie der Software AG (WKN 724264) sollten Anleger eine Bodenbildung abwarten, so lautet die Empfehlung vom Platowteam.

Das Papier habe Anlegern zuletzt kaum Freude bereitet. Im Einklang mit dem weltgrößten Datenbankspezialisten Oracle wäre der Wert massiv verprügelt worden und in zwölf Monaten von 162 auf derzeit 60 Euro abgerutscht.

Dabei sei das abgelaufene Geschäftsjahr bei den im MDax gelisteten Darmstädtern deutlich besser als bei dem amerikanischen Konkurrenten ausgefallen. Der Konzernumsatz sei um 14% auf gut 416 Millionen Euro gestiegen, das Vorsteuerergebnis sogar um 70% auf 113 Millionen Euro. Beim um Goodwill-Abschreibungen und Beteiligungsveräußerungen bereinigten DVFA/SG-Ergebnis je Aktie sei aber nur ein Plus von 13% auf 1,51 Euro hängen geblieben. Dennoch solle die Dividende gegenüber dem Vorjahr um 36% auf 38 Cents je Aktie erhöht werden.

Im laufenden Geschäftsjahr solle es nun vor allem in den USA beziehungsweise bei der neuen XML-Produktreihe Tamino brummen. Durch den Rückkauf der Ex-Tochter SAGA dürften 2001 zusätzlich rund 120 Millionen Euro erzielt werden. Das Umsatzziel von 600 Millionen Euro beinhalte allerdings nur ein organisches Plus von 15 Prozent.

Zudem belaste die bar bezahlte Übernahme den Konzerngewinn über 10 Jahre mit jährlich 20 Millionen Euro Goodwill. Dennoch rechne das Unternehmen bei einer konstanten EBT-Marge von 20% mit einem deutlich verbesserten EPS von bis zu 3 Euro, woraus sich ein 01er KGV von Minimum 20 errechne.

Neben dem angeschlagenen Chart belaste vor allem der Oracle-Ausverkauf. Zu Unrecht, da die Software AG ihre Technologie auf Mainframes und nicht auf UNIX ausrichte. Die Angst vor einer weiteren US-Pleite eines deutschen Unternehmens hemme den Kurs.

Akquisitionsspekulationen lasse CEO Erwin Königs mit einem klaren „Nein“ für 2001 nicht aufkommen. Positiv werteten die Börsenexperten, dass die Company weltweit agiere, Spitzenprodukte für die neue XML-Technologie entwickele, fundamental gesund sei und Gewinne schreibe. Im augenblicklichen Umfeld sollte aber erst eine Bodenbildung abgewartet werden.








 
 
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