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München (aktiencheck.de AG) - Silber geht weg wie warme Semmeln - seitdem der Chef der Federal Reserve, Ben Bernanke, im späten August klare Hinweise auf eine erneute Runde so genannter quantitativer Lockerung gab, so die Experten von "BörseGo" in ihrem "Rohstoff-Report".
Investoren würden die Entwertung von Papierwährungen fürchten und auf Silber setzen, was nicht ohne Risiko sei. Zwar sei der Silberpreis von Ende August bis Anfang November um satte 64% auf 29,32 US-Dollar gesprungen - habe dann aber ebenso heftig korrigiert. Bis Mitte November sei der Preis wieder um 13% gefallen und habe bei 25,44 US-Dollar notiert. Investoren würden sich davon jedoch nicht beeindrucken lassen. Sie würden munter nachkaufen, besonders nachdem die Notenbank nun wirklich mehr Geld drucken werde.
Tatsächlich hätten Silberprodukte am Tag nach dem Kursrutsch so hohe Zukäufe wie nie zuvor verzeichnet. Das gelte besonders für physisch besicherte ETFs. Hier könnten Investoren eine Andienung in Silberbarren verlangen, müssten dies aber nicht.
Neben der Investmentnachfrage sei die industrielle Nachfrage für Silber besonders relevant. Sie entwickle sich stark zyklisch und sie sei durch die Rezession um ein Viertel eingebrochen. Experten würden befürchten, dass sie sich so schnell nicht mehr auf das Vorrezessionsniveau erholen werde. Das liege auch daran, dass die digitale die analoge Photographie langsam verdränge. Die Silberwette sei also auch eine, die auf eine klar wachsende Weltwirtschaft setze. Die Schmucknachfrage mache bei Silber nur ein Viertel der Gesamtnachfrage aus.
Angebotsseitige Verknappungen dürften nur dann auftreten, wenn die Investorennachfrage noch stärker wachse als bislang. Zum größten Coup könnte es für Silberkäufer kommen, wenn ein Szenario Wirklichkeit werden sollte, von dem eingeschworene Silberexperten schon seit Jahren schreiben würden: ein Run auf die COMEX. An der New Yorker Metallbörse werde weitaus mehr Silber gehandelt als tatsächlich in Lagern bevorratet werde.
Es könnte zu Engpässen und entsprechend schnell steigenden Preisen kommen, wenn sich eine große Gruppe von Händlern zur physischen Lieferung entscheiden würde. Solange dies nicht geschehe, werde Silber ein nachfragegetriebener Markt bleiben. Das liege auch daran, dass Silber als Koppelprodukt der boomenden Industriemetalle auftrete. Die durchschnittlichen Grenzkosten der reinen Silberproduktion lägen darüber hinaus bei 10 US-Dollar. Die COMEX ermögliche heute Silbervorausverkäufe bis Juli 2015 - und das zu Preisen von 26,87 US-Dollar pro Unze - eine komfortable Gewinnspanne.
U.S. Silver Corporation (ISIN CA90343P1018 / WKN A0MMBT), die zweitgrößte amerikanische Silbermine, habe am 10. November bereits die Gunst der Stunde genutzt und 20% der 2011er-Produktion zu einem Preis von 27,50 US-Dollar pro Unze abgesichert. Damit erhalte das Unternehmen einen garantierten positiven Cashflow - könne also in neue Projekte investieren - und bewahre für 80% der Produktion das volle Aufwärtspotenzial, sollte der Silberpreis weiter steigen.
Die Silberwette sei also vorwiegend eine Spekulation auf eine weiterhin hohe Investmentnachfrage. Sie sei aber auch eine Versicherung gegen das "Black Swan"-Event eines Runs auf die Comex sowie eine massive weitere Entwertung des US-Dollars. Wer in Edelmetalle investieren möchte und eine Hebelwirkung auf Gold wünsche, sollte dem volatileren Silber den Vortritt geben. (Ausgabe 23 vom 18.11.2010) (19.11.2010/ac/a/m)
Investoren würden die Entwertung von Papierwährungen fürchten und auf Silber setzen, was nicht ohne Risiko sei. Zwar sei der Silberpreis von Ende August bis Anfang November um satte 64% auf 29,32 US-Dollar gesprungen - habe dann aber ebenso heftig korrigiert. Bis Mitte November sei der Preis wieder um 13% gefallen und habe bei 25,44 US-Dollar notiert. Investoren würden sich davon jedoch nicht beeindrucken lassen. Sie würden munter nachkaufen, besonders nachdem die Notenbank nun wirklich mehr Geld drucken werde.
Tatsächlich hätten Silberprodukte am Tag nach dem Kursrutsch so hohe Zukäufe wie nie zuvor verzeichnet. Das gelte besonders für physisch besicherte ETFs. Hier könnten Investoren eine Andienung in Silberbarren verlangen, müssten dies aber nicht.
Angebotsseitige Verknappungen dürften nur dann auftreten, wenn die Investorennachfrage noch stärker wachse als bislang. Zum größten Coup könnte es für Silberkäufer kommen, wenn ein Szenario Wirklichkeit werden sollte, von dem eingeschworene Silberexperten schon seit Jahren schreiben würden: ein Run auf die COMEX. An der New Yorker Metallbörse werde weitaus mehr Silber gehandelt als tatsächlich in Lagern bevorratet werde.
Es könnte zu Engpässen und entsprechend schnell steigenden Preisen kommen, wenn sich eine große Gruppe von Händlern zur physischen Lieferung entscheiden würde. Solange dies nicht geschehe, werde Silber ein nachfragegetriebener Markt bleiben. Das liege auch daran, dass Silber als Koppelprodukt der boomenden Industriemetalle auftrete. Die durchschnittlichen Grenzkosten der reinen Silberproduktion lägen darüber hinaus bei 10 US-Dollar. Die COMEX ermögliche heute Silbervorausverkäufe bis Juli 2015 - und das zu Preisen von 26,87 US-Dollar pro Unze - eine komfortable Gewinnspanne.
U.S. Silver Corporation (ISIN CA90343P1018 / WKN A0MMBT), die zweitgrößte amerikanische Silbermine, habe am 10. November bereits die Gunst der Stunde genutzt und 20% der 2011er-Produktion zu einem Preis von 27,50 US-Dollar pro Unze abgesichert. Damit erhalte das Unternehmen einen garantierten positiven Cashflow - könne also in neue Projekte investieren - und bewahre für 80% der Produktion das volle Aufwärtspotenzial, sollte der Silberpreis weiter steigen.
Die Silberwette sei also vorwiegend eine Spekulation auf eine weiterhin hohe Investmentnachfrage. Sie sei aber auch eine Versicherung gegen das "Black Swan"-Event eines Runs auf die Comex sowie eine massive weitere Entwertung des US-Dollars. Wer in Edelmetalle investieren möchte und eine Hebelwirkung auf Gold wünsche, sollte dem volatileren Silber den Vortritt geben. (Ausgabe 23 vom 18.11.2010) (19.11.2010/ac/a/m)








