Scholz recht illiquide




14.12.01 16:12
Prior Börse

Scholz & Friends AG (WKN 697280) bringt bei einem Kurs von 4,90 Euro über 100 Mio. Euro auf die Börsenwaage. Nach Meinung der Experten der "Prior Börse" ist dies viel zu viel.

Die siebtgrößte deutsche Werbeagentur Scholz & Friends AG sei durch die Hintertür auf´s Börsenparkett gelangt. Dank der Fusion mit United Vision notiere die Aktie seit dem 26.11 im Geregelten Markt. Dadurch habe sich Scholz die Kriegskasse in Höhe von 15 Mio. Euro gesichert.

Zunächst lege der Novize jedoch den Rückwärtsgang ein. Die Konjunkturflaute dürfte den Umsatz von 70 (2001) auf 63 Mio. Euro (2002) schrumpfen lassen. Vor Steuern, Zinsen und Amortisation möchte Scholz nächstes Jahr 7,5 Mio. Euro verdienen. Im Prior-Gespräch rechen Vorstandschef Thomas Heilmann erst ab 2003 wieder mit steigenden Werbeausgaben der Firmen. Um so schlimmer, dass Scholz die Etas namhafter Klienten wie Deutsche Telekom oder Postbank verloren habe.

Mit über 700 Mitarbeitern würden die Hamburger Büros in dreizehn Ländern betreiben. Zur Finanzierung der internationalen Expansion, die Scholz bis 2003 auch nach Asien führen solle, sei eine Kapitalerhöhung unvermeidlich. Einen Teil der Zukäufe wolle Heilmann in Aktien bezahlen. Bei einem Kurs von 4,90 Euro bringe Scholz über 100 Mio. Euro auf die Börsenwaage. Viel zu viel für eine stagnierende Kreativschmiede.

Zudem sei das Papier recht illiquide: 76% halte die britische Mutter Cordiant Communications. Nur sechs Prozent der Anteile seien im Streubesitz. Übrigens berate der legendäre Firmengründer Jürgen Scholz als Vorsitzender des Aufsichtsrats den erbitterten Widersacher Jung von Matt.

Gemäß den Aktienexperten der "Prior Börse" ist dies keine Werbung für die Aktie Scholz & Friends.








 
 
hier klicken zur Chartansicht

Handelsplatz Letzter Veränderung  Zeit
  = Realtime
Aktien des Tages

Meistgelesene Artikel
Aktuelle Diskussionen
Antw. Thema Zeit
  Erste deutsche Werbeagentur s. 26.11.01
RSS Feeds




Bitte warten...