Schnigge übergewichten




27.04.01 00:00
Kant VM

Die Analysten von „Kant VM“ stufen die Aktie der Börsenmakler Schnigge AG (WKN 523640) auf „Übergewichten“.

Nach Meinung der Experten könne sich die Geschäftslage bei dem Börsenmakler nur verbessern. Die Earnings seien auf dem definitiven Boden, unterstelle man eine halbwegs normale Börsensituation. Diese Einschätzung sei auch vom Markt bestätigt worden. Deutliche Kursgewinne trotz „katastrophaler“ Ergebnisse hätten gestern eindeutig für dieses Szenario gesprochen. Zwar erscheine den Experten der aktuelle Kurs günstig, dennoch hänge die Frage nach dem Kursziel davon ab, inwieweit es Schnigge schaffe, die Erträge durch den Ausbau der jungen und neuen Geschäftsfelder von der Börsenzyklik zu befreien.

Eines davon sei die Internet-Handelsplattform, die sich derzeit in der Entwicklungs- bzw. Testphase befinde. Die Kooperation mit IBM und maxblue sowie die mögliche Nutzung des Handelssystems Xeos sei insbesondere angesichts der erheblichen Entwicklungskosten-Einsparungen positiv zu werten. Es werde aber entscheidend sein, unter welchen Konditionen und mit welchen Partnern dieses Projekt letztendlich realisiert werde.

Ein weiteres Geschäftsfeld, das zur Ertragsverbesserung 2001/2002 beitragen solle, sei das IPO-Geschäft. Die Wertpapierexperten würden hier spätestens in Q401 eine generelle Erholung des Marktes in diesem Segment erwarten, als auch die Realisierung einiger lukrativer Geschäfte für das Unternehmen.

Ebenfalls zu begrüßen sei die Entschlossenheit des Unternehmensvorstandes, den Konzern schnellstmöglich wieder in die alte Ertragsstärke zu versetzen. Der Beschluss der Gründungsaktionäre, auf eine Ausschüttung zu Gunsten der freien Aktionäre in 2000 zu verzichten, sei Beweis für ihre Zuversicht und Verbundenheit Schnigge gegenüber.

Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit für dieses Jahr werde auf jeden Fall über dem des Vorjahres (Euro 2,67 Mio.) liegen. Die Experten würden beim „most probable“-Szenario mit rund Euro 4,5 Mio. rechnen („worst-case“: Euro 2,8 Mio.; „best-case“: Euro 8,1 Mio.), was einem Gewinn pro Aktie von Euro 0,45 und einem KGV von 10,4 entspreche. Weiterhin rechne „Kant VM“ für 2002 mit einem Gewinn von Euro 1,30 bis 1,70 und somit mit einem KGV02 von 3,6 bis 2,8.

Aufgrund der vielversprechenden fundamentalen Lage Schnigges sowie der klaren technischen Trendwende im Kursverlauf stufe das Researchteam von „Kant VM“ die Aktie weiterhin mit „Übergewichten“ ein. Die Analysten würden sich in Kürze nochmals im Rahmen einer Investmentstudie ausführlich mit dem Unternehmen sowie dem Marktumfeld beschäftigen.








 
 
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