Schering Underperformer




19.03.04 15:05
Frankfurter Sparkasse

Die Analysten der Frankfurter Sparkasse stufen die Aktie von Schering (ISIN DE0007172009 / WKN 717200) von "Marketperformer" auf "Underperformer" zurück.

Schering habe im Geschäftsjahr 2003 einen Umsatzrückgang in Höhe von vier Prozent auf 4,8 Milliarden Euro verbucht. Währungsbereinigt habe sich hingegen eine Steigerung von sechs Prozent ergeben. Der Gewinn habe bei 443 Millionen Euro gelegen, dies entspreche einem Minus von 49 Prozent. Bei einer Bereinigung des Vorjahresgewinns um Sondereffekte habe der Rückgang lediglich bei vier Prozent gelegen.

Betaferon (Multiple Sklerose) als umsatzstärkstes Medikament habe währungsbereinigt um acht Prozent auf 700 Millionen Euro zugelegt. Magnevist (Diagnostika) habe als zweitstärkstes Medikament den währungsbereinigten Umsatz um fünf Prozent auf 300 Millionen Euro steigern können. Yasmin ("Pille") habe mittels einer Steigerung von 115 Prozent einen Umsatz von 290 Millionen Euro erzielt.

Insgesamt hätten die Zahlen im Rahmen der bereits veröffentlichten Eckdaten gelegen, enttäuschend stelle sich hingegen die Bruttomarge im 4. Quartal dar, die um drei Prozentpunkte auf 72,5 Prozent gefallen sei (im Gesamtjahr minus 1,4 Prozentpunkte auf 74,5 Prozent). Erträge aus Kurssicherungsgeschäften sowie ein von Buchgewinnen begünstigtes Finanzergebnis hätten das Gesamtergebnis gestützt. Schering behalte das Ziel bei, die Betriebsmarge bis 2006 auf 18 Prozent zu steigern. Zur Erreichung seien Maßnahmen zur Organisationsstraffung sowie weitere Kostensenkungen geplant, bisher jedoch keine konkreten Maßnahmen erläutert worden. Zudem solle bis 2006 in den USA eine Umsatzverdoppelung auf zwei Milliarden Euro erreicht werden.

Im laufenden Jahr solle der Umsatz wechselkursbereinigt im mittleren einstelligen Bereich wachsen, überwiegend über die bisherigen Wachstumstreiber Yasmin und Mirena (Verhütungsmittel) sowie die Spezialpräparate Campath (Leukämie) sowie Betaferon (Multiple Sklerose). Bei Betaferon erwarte das Unternehmen mit acht Prozent eine Steigerung auf Vorjahresniveau. Yasmin solle von 290 auf 400 Millionen Euro zulegen.

Zu den Hoffnungsträgern innerhalb der Produktpipeline zähle Leukine, ein Präparat zur Behandlung von Mobus Crohn, das sich zur Zeit in der klinischen Phase II der Entwicklung befinde. Aufgrund eines schwachen Ertragsausblicks für 2004 sowie einer bisher unklaren Strategie zur Hebung von Effizienzreserven, hier erfolge eine Erläuterung erst zur Jahresmitte, sei vorerst nicht von positiven Kursimpulsen für die Schering-Aktie auszugehen. Zudem würden die mittelfristig zunehmenden Risiken für Betaferon sowie Yasmin bestehen bleiben.

Die Analysten der Frankfurter Sparkasse stufen die Aktie von Schering wegen eines zu erwartenden schwachen 1. Quartals von "Marketperformer" auf "Underperformer" zurück.








 
 
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