Rohwedder halten




02.09.02 11:35
LB Baden-Württemberg

Die Analysten der Landesbank Baden-Württemberg stufen die Aktie von Rohwedder (WKN 705770) weriterhin mit "halten" ein.

Im Rahmen der zum Halbjahr angekündigten Überprüfung der Unternehmensplanung sei ein Umsatz von 115 Mio. Euro (bisher Gesamtleistung 112 Mio. Euro) und ein EBIT "nahezu auf Vorjahresniveau", d.h. < 5 Mio. Euro (bisher 6,6 Mio. Euro) prognostiziert worden. Da die Roth und Rau AG ab dem 01.07.02 in die Konsolidierung einbezogen werden solle, bedeute dies auch eine Revision der Umsatzprognose. Hauptursache, neben der schwachen Entwicklung in Nordamerika, dürfte der Einbruch bei IEF Werner sein, die wie die gesamte Handhabungstechnik-Branche deutlich rückläufige Umsätze zu verzeichnen habe und damit ca. 3 Mio. Euro unter Plan bleiben dürfte.

Roth und Rau dürfte im laufenden Jahr einen Umsatz von ca. 10 Mio. Euro und für 2003 etwa 15 Mio. Euro beisteuern. Unter Berücksichtigung der Finanzierungskosten und Goodwill-Abschreibungen rechne man mit einem Beitrag zum Konzernergebnis für 2002 von ca. 0,4 Mio. Euro und für 2003 von ungefähr 0,3 Mio. Euro. Da der Ergebnisbeitrag schwerpunktmäßig im zweiten Halbjahr erzielt werde, falle der Nettoergebniseffekt im laufenden Jahr höher aus.

Da der Kauf des Siemens Dematic-Teilbereichs noch nicht vollzogen worden sei, stelle man eine Einbeziehung in die Schätzungen bis dahin zurück. Die Erstkonsolidierung sei für den 01.01.2003 zu erwarten.

Bei der US-Tochter sei unter dem neuen Management der Turnaround für das zweite Halbjahr geplant. Durch die Verschiebung von Aufträgen und den zusätzlichen Restrukturierungsaufwand dürfte für das Gesamtjahr nochmals ein, wenn auch deutlich verringerter, Verlust zu verbuchen sein.

Im Hinblick auf die Konjunkturschwäche und die Vorleistungen zur beschleunigten Umsetzung der Wachstums- und Internationalisierungsstrategie seien nennenswerte Ergebnisbelastungen zu erwarten. Da auch im Geschäftsfeld Montagetechnik mit keiner Ergebnisverbesserung mehr zu rechnen sei, dürften diese Belastungen nicht zu kompensieren sein. Um der zunehmenden Prognoseunsicherheit Rechnung zu tragen, würden die Analysten ihre EBIT-Schätzung für 2002 deutlich von 6 Mio. Euro auf 4 Mio. Euro revidieren, was einem Rückgang von 20% zum Vorjahr entspreche.

Obwohl man durch das höhere Working Capital und die Akquisitionen ein rückläufiges Zinsergebnis erwarte, dürfte die erstmalige Einbeziehung von Asic Robotics diese Belastung über das Beteiligungsergebnis kompensieren.

Da man durch die erstmalige IAS-Bilanzierung von einer Normalisierung der Steuerquote (Vorjahr 68,2%) ausgehe, dürfte das Nettoergebnis dennoch höher als im Vorjahr ausfallen. Die Analysten würden ihre Schätzung von 3,2 Mio. Euro auf 2,0 Mio. Euro revidieren, was im Vergleich zum Vorjahr einen Zuwachs von 49% bedeute. Das DVFA/SG- Ergebnis je Aktie entwickle sich mit 0,33 Euro jedoch rückläufig.

Da Roth und Rau 2003 erstmals für 12 Monate einbezogen werde, erhöhe man die Umsatzschätzung auf 132,6 Mio. Euro (+15,6% zum Vorjahr). Höhere Volumina und der erwartete Turnaround in den USA und bei Visotech würden für 2003 eine operative Ergebnisverdoppelung erwarten lassen. Der gestiegene Preisdruck dürfte jedoch die ursprünglich erwartete, stärkere Margenausweitung begrenzen.

Die Analysten der Landesbank Baden-Württemberg revidieren daher ihre Ergebnisschätzung von 0,94 Euro auf 0,81 Euro je Aktie und empfehlen die Rohwedder-Aktie zu halten.








 
 
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