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Rohstoffmärkte stark belastet




29.11.07 15:16
Rohstoff-Insider

Berlin (aktiencheck.de AG) - Die aktuellen Bedenken im Hinblick auf die konjunkturelle Entwicklung in den Vereinigten Staaten haben nicht nur die Aktien einiger Unternehmen deutlich unter Druck gebracht, sondern auch die Rohstoffmärkte stark belastet, so die Experten vom "Rohstoff-Insider".

Die USA seien einer der größten Rohstoffverbraucher der Welt. Die dortige Wirtschaft präsentiere sich seit einigen Monaten sehr angeschlagen. Die Hypothekenkrise habe bei den Banken zu Milliardenabschreibungen geführt und ein Ende der Negativschlagzeilen sei nicht absehbar. Die Behauptung, dass sich die Kreditmarktturbulenzen nicht auf die Gesamtwirtschaft auswirken würden, sei schon lange nicht mehr haltbar. Laut einer Aussage von Oracle-Chef Larry Ellison werde es in Folge der Hypothekenkrise auch zu einer geringeren Investitionsquote in der Softwarebranche kommen. Das Ausmaß des Problems nehme somit immer weiter zu.

Kein Wunder, dass auch die Rohstoffmärkte weiter ins Trudeln geraten würden. In erster Line treffe es die Industriemetalle. Egal, ob Kupfer, Nickel oder Blei, alle Vertreter dieser Gattung befänden sich momentan im freien Fall. Die Unsicherheit über das weitere Wachstum der Weltwirtschaft sei den Anlegern einfach zu groß. Viele Spekulanten würden den Markt verlassen und würden sich alternative Investments suchen. Blei habe beispielsweise in nicht einmal einem Monat rund 25 Prozent an Wert verloren. Bei Kupfer sehe es nicht besser aus. Das rote Metall habe allein im November 15 Prozent abgeben müssen.

Die tatsächlichen Ausmaße der Kreditkrise seien nach wie vor nicht genau abschätzbar. Dies werde die Investoren dauerhaft von Bereichen fernhalten, die in hohem Maße von der Weltkonjunktur abhängen würden. Dazu gehöre ohne Zweifel auch die Rohstoffbranche. Anleger sollten derzeit eine Bodenbildung auf dem Markt für Industriemetalle abwarten. (29.11.2007/ac/a/m)






 
 

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