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Rohstoffindices verbuchten überwiegend Kursverluste




08.02.13 13:54
LB Baden-Württemberg

Stuttgart (www.aktiencheck.de) - Nachdem EZB-Präsident Draghi auf der Pressekonferenz vorsichtige Töne anschlug und Wachstumsrisiken betonte, stützten starke Handelsbilanzdaten aus China zuletzt die Preise der konjunktursensitiven Rohstoffsektoren, so die Analysten der Landesbank Baden-Württemberg.

Da sich positive und negative Nachrichten derzeit die Waage halten würden, dürfte sich der Konsolidierungskurs des DJ UBS Spotindex zunächst fortsetzen. In der laufenden Handelswoche hätten die Rohstoffindizces überwiegend Kursverluste verbucht. Die Ausnahmen habe die LBBW-Indexfamilie gebildet, der die Ausrichtung "ex-Agrar" zugute gekommen sei. Die DJ UBS Subindices Agrar, Vieh und Softs hätten im Wochenvergleich zwischen 1,8% und 3,3% nachgegeben. Auch die marktneutrale Variante LBBW Rohstoffe Long Short habe Zugewinne verbucht. Der Index habe u. a. von der Ausweitung des Spreads zwischen Brent und WTI profitiert.

Positive Konjunkturaussichten, gepaart mit politischen Risiken in Nahost dürften zum vierten Wochengewinn in Folge für die Ölsorte Brent führen. Hoffnungen um eine diplomatische Lösung im Konflikt mit dem Iran hätten einen Rückschlag erhalten, nachdem das geistliche Oberhaupt Chamenei ein Gesprächsangebot der USA abgelehnt habe. Vorläufig bleibe der Aufwärtstrend intakt. Die Analysten würden jedoch davon ausgehen, dass Saudi-Arabien seiner Rolle als Swing-Producer bald wieder nachkommen und das Ölangebot ausweiten werde.

Der Platinpreis habe sich in dieser Woche zu einem 12-Monats-Hoch aufgeschwungen und Palladium sei sogar auf ein 18-Monatshoch gestiegen. Hintergrund sei bei beiden Edelmetallen ein Förderrückgang in Südafrika bzw. Russland. Ein weiterer Anstieg des Platinpreises dürfte aber von der eher rückläufigen Nachfrage gebremst werden.

Die Metallmärkte hätten eine vergleichsweise ruhige Woche hinter sich. Zu Anfang der Berichtswoche hätten freundliche US-Daten für positive Impulse gesorgt. Im weiteren Wochenverlauf hätten dann wieder aufkeimende Sorgen bezüglich der Schuldenkrise in den südeuropäischen Ländern sowie ein stärkerer USD für gegenläufige Tendenzen geführt. Auf dem Kupfermarkt habe sich der zuletzt zu beobachtende Anstieg der Lagerbestände weiter fortgesetzt. Richtungsweisende Nachrichten aus dem Reich der Mitte dürften erst wieder nach Ende des in der nächsten Woche stattfindenden Neujahrsfests zu erwarten sein. (08.02.2013/ac/a/m)







 
 

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