Rofin-Sinar an schwachen Tagen kaufenswert




07.07.09 16:10
TradeCentre.de

Lichtenstein (aktiencheck.de AG) - Nach Meinung der Experten von "TradeCentre.de" ist die Aktie von Rofin-Sinar (ISIN US7750431022 / WKN 902757) an schwachen Tagen kaufenswert.

Das Geschäft der deutsch-amerikanischen Laserfirma stabilisiere sich. "Der freie Fall ist gestoppt", habe Vorstandschef Günther Braun den Experten im Hintergrundgespräch gesagt. Im zweiten Quartal des Wirtschaftsjahres 2008/2009 (welches per Ende September ende) habe das Unternehmen weltweit drastische Umsatzrückgänge verbucht. Trotz des signifikanten Einbruchs der Erlöse habe noch ein leicht positives Ergebnis erwirtschaftet werden können. "Wir haben in guten Zeiten sehr flexibel gearbeitet und nie die Kosten aufgebläht. Das zahlt sich jetzt aus, sodass wir mit 50 Prozent Umsatzrückgang im zweiten Quartal keine Verluste schreiben".

Der Auftragseingang habe in der Zeit von Januar bis März lediglich bei 62 Millionen US-Dollar gelegen. "An dieser Stelle haben wir die Talsohle durchschritten. Januar und Februar waren lausige Monate. Der März war schon besser. Dieser Trend hat sich im dritten Quartal fortgesetzt", erkläre der CEO. Braun erwarte für das laufende Quartal eine deutliche Verbesserung des Auftragseingangs. Der Umsatz solle sich analog wie in Q2 auf circa 75 bis 76 Millionen US-Dollar belaufen. Ertragstechnisch werde das Ergebnis in etwa ausgeglichen ausfallen. Würden die Experten jedoch noch Restrukturierungskosten und Kosten für Anpassung auf der Personalseite an die veränderte Umsatzstruktur berücksichtigen, würden sie mit einem moderaten Verlust rechnen.

Da sich die Auftragseingänge nach und nach verbessern würden, erwarte Braun für das Schlussquartal dieses Wirtschaftsjahres eine Steigerung der Umsätze gegenüber Q3. Nach den Berechnungen der Experten sollte Rofin-Sinar das vierte Quartal mit einem Umsatz von mehr als 80 Millionen US-Dollar abschließen und einem leichten Gewinn.

Für das Gesamtjahr 2008/2009 entspreche dies aufaddiert einem Umsatz von circa 340 Millionen US-Dollar. Vor Steuern dürften zwischen zehn und zwölf Millionen US-Dollar verdient werden. Netto würden die Experten einen Überschuss zwischen sieben und neun Millionen US-Dollar oder ein Ergebnis von circa 30 Cents erwarten. Zudem sei es das Ziel einen positiven Free Cashflow zu erwirtschaften. Die Investitionen würden sich auf circa zehn Millionen US-Dollar im Gesamtjahr belaufen. Der Free Cashflow dürfte mit zehn bis 20 Millionen US-Dollar positiv ausfallen.

Bezüglich der weiteren Entwicklung zeige sich Braun verhalten optimistisch. "Für die Laserindustrie könnte das Tal der Tränen durchschritten sein. Die Lagerbestände von Verbrauchsgütern sollten mittlerweile deutlich abgebaut sein, so dass die Produktionskapazitäten bei unseren Kunden wieder aufgestockt werden und damit auch die Nachfrage nach Lasern steigen sollte", so Braun. Allerdings gebe es noch keinen klaren Trend nach vorne. "Wir haben eine Visibilität von drei Monaten". Aus heutiger Sicht erwarte das Unternehmen keinen weiteren Abschwung, sondern eine stetige Verbesserung der Nachfrage.

"Getrieben wird die Nachfrage aus Asien und dort in erster Linie von China. Ich halte im kommenden Geschäftsjahr ein zweistelliges Wachstum für machbar", sage Braun. "Ein erster Indikator ist beispielsweise das stabilere Service- und Ersatzteilgeschäft, das auf eine allmählich höhere Auslastung bei unseren Kunden hindeutet." Unter diesen Annahmen könnte Rofin-Sinar bereits im Jahr 2009/2010 wieder wachsen und ansehnliche Profite ausweisen. Strategisch verspreche sich das Unternehmen neue Wachstumsimpulse durch den Markt für Faserlaser, die im Hochleistungssegment bewährte Technologie ergänzen würden.

Zudem sei Rofin-Sinar in neuen Branchen unterwegs, die bisher fast nicht beliefert worden seien. "Ein Fokus liegt unter anderem im Bereich Militär- und Sicherheitstechnik". In der Solarindustrie sei die Nachfrage nach Lasern nach dem Peak im November zurückgegangen. "Es ist ruhiger geworden. Aber auch hier erwarten wir getrieben durch China eine gute Nachfrage und insgesamt eine Verbesserung", sage Braun.

Das Grundkapital sei in 32,7 Millionen Aktien eingeteilt, davon 2,8 Millionen Aktien im Eigenbestand, und repräsentiere einen Börsenwert rund einer halben Milliarde Euro. Die Bilanz sei gesund und die Nettoliquidität von knapp 60 Millionen US-Dollar sei in diesen Zeiten ein gutes Polster. Da sich das Geschäft zusehend stabilisiere, dürfte auch die Aktie das Schlimmste hinter sich haben.

Nach Ansicht der Experten von "TradeCentre.de" bieten sich somit an schwachen Tagen Käufe der Rofin-Sinar-Aktie an. Man empfehle Limits zwischen 13,50 und 14,50 Euro zu platzieren. (Analyse vom 07.07.2009)(07.07.2009/ac/a/t)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.








 
 
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