Während ungeklärte Sicherheitssignale beim MS-Hoffnungsträger Fenebrutinib zuletzt für Sorgenfalten sorgten, liefert nun die Diagnostik-Sparte erfreuliche Neuigkeiten. Der Schweizer Pharmakonzern hat in Europa die Zulassung für einen neuartigen Bluttest erhalten, der schmerzhafte Eingriffe bei Multiple-Sklerose-Patienten überflüssig macht. Dieser Erfolg stärkt das Neurologie-Portfolio genau zum richtigen Zeitpunkt.
Konkret geht es um den „Elecsys Neurofilament Light Chain“-Test (NfL), der am Montag die rettende CE-Kennzeichnung erhielt. Das Verfahren misst spezifische Proteine im Blut, die bei Nervenschädigungen freigesetzt werden. Für Patienten mit schubförmiger Multipler Sklerose (RRMS) bedeutet dies eine massive Erleichterung: Statt einer belastenden Lumbalpunktion zur Entnahme von Nervenwasser genügt künftig eine einfache Blutabnahme. Da die Auswertung auf den etablierten cobas-Systemen von Roche erfolgt, ist eine breite und standardisierte Verfügbarkeit in europäischen Kliniken rasch umsetzbar.
Dieser Schritt passt exakt in die Konzernstrategie der personalisierten Medizin. Roche ist mit Medikamenten wie Ocrevus bereits ein Schwergewicht im MS-Markt. Der neue Bluttest ermöglicht es Ärzten, den Krankheitsverlauf engmaschiger zu überwachen und Therapien schneller anzupassen. Das könnte sich besonders bei der Beobachtung neuer Wirkstoffe als entscheidender Vorteil erweisen. Erst vergangene Woche wurden Phase-III-Daten zum Medikament Fenebrutinib intensiv diskutiert, da einer starken Reduktion der Schubrate unklare Sicherheitsrisiken gegenüberstanden.
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Wichtige Termine im April
Nach der jüngsten Konsolidierung – die Aktie fiel von ihrem 52-Wochen-Hoch bei 374,90 CHF im Februar auf zeitweise gut 311 CHF in der Vorwoche – richten Investoren den Blick nun auf die kommenden Tage. Zwei Termine stehen unmittelbar bevor:
- 22. April 2026: Virtuelles Investor-Event auf dem AAN-Kongress mit Fokus auf neurologische Wirkstoffe.
- 23. April 2026: Präsentation der Umsatzergebnisse für das erste Quartal.
Die anstehenden Quartalszahlen am 23. April werden belegen müssen, in welchem Ausmaß die florierende Diagnostik-Sparte aktuelle Währungseffekte und regionalen Preisdruck abfedern kann. Analysten rechnen für das Gesamtjahr 2026 derzeit mit einem Gewinn je Aktie von rund 20,19 CHF.
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