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Das Interview mit Herbert Uhl, Vorstandssprecher der Prodacta AG (WKN 786730) wurde von unserem Kooperationspartner Brokerworld-Online geführt:
Brokerworld: Herr Uhl, die Prodacta AG ist seit dem 07.06.1999 am Neuen Markt notiert. Viele Anleger können sich jedoch noch sehr wenig unter den Tätigkeitsgebieten Ihres Unternehmens vorstellen. Können Sie unseren Lesern erläutern, was die Prodacta genau macht?
Herbert Uhl: Prodacta ist Systemintegrator für eCustomer Care – elektronisches Kundenbeziehungsmanagement. Wir realisieren schon heute das Büro der Zukunft. Unser Leistungsspektrum reicht in diesem Zusammenhang von der Beratung über die Projektierung und Integration bis hin zur Unterstützung der Betriebsführung sowie dem Training und innovativen Produkten. Alle Informationen stehen in elektronischen Kundenordnern oder eShops zur Verfügung und können von überall zu jedem Zeitpunkt mittels digitaler Kommunikation abgerufen werden. Ein Beispiel ist das Handybanking. Hier ruft der Kunde per Handy Informationen ab und tätigt seine Bankgeschäfte. Solche innovativen Lösungen inkl. der benötigten Infrastrukturen erstellt Prodacta.
Brokerworld: Können Sie bitte etwas zur Firmengeschichte der Prodacta sagen?
Herbert Uhl: Prodacta wurde im November 1992 von meinem Vorstandskollegen Andreas Ehrle, einem weiteren Gründungsmitglied und meiner Person gegründet. Seit unserer Gründung wachsen wir im Mittel um mehr als 60%. Heute sind wir mit 270 Mitarbeitern an 6 Standorten in Deutschland vertreten. Unsere Themenschwerpunkte lagen bis 1996 in den Bereichen Schulung und IT Infrastruktur. 1996 begannen wir mit der Entwicklung eigener Produkte. Unser Produkt zur automatischen Erst- und Wiederinstallation Prodacta ProNet wird beispielsweise bei der Commerzbank AG auf über 18000 PCs eingesetzt. 1996 begannen wir auch mit der Erstellung von Bürolösungen mittels Dokumentenmanagement, Archivierung und Workflow. Dies ist bei der Prodacta der Geschäftsbereich mit den größten Wachstumsraten. 1998 hat die Prodacta die Firma iPRO Informationssysteme GmbH und 1999 die Firma mps-Software GmbH gekauft. Die ipro Informationssysteme hat ein Produkt zur Automatisierung von Poststellen und die mps hat Produktlinien zur digitalen Kommunikation (unified Messaging) eingebracht. Dies dokumentiert unsere Akquisitionsstrategie: Prodacta verfügt heute über ein umfassenden Dienstleistungsspektrum und ein abgerundetes Produkt- und Softwaretoolsportfolio.
Brokerworld: Herr Uhl, leider gehört die PRODACTA AG zu den Aktien, die mittlerweile unter den Emissionskurs (15 Euro bei Prodacta) gerutscht sind. In der Spitze stieg der Kurs bis auf 19 Euro an, fiel nun jedoch auf unter 13 Euro. Wie sehen Sie die derzeitige Bewertung der Aktie?
Herbert Uhl: Die Prodacta Aktie ist heute sicherlich unterbewertet, was auch zahlreiche Bewertungen in der Finanzpresse belegen. Nachdem in den ersten Wochen unser Aktienkurs trotz des schwachen Marktumfeldes stabil oberhalb des Emissionskurses war, ist er nun leider um mehr als 10% abgerutscht. Die aktuellen Kurse sind lediglich Einstiegskonditionen, die das Potential unserer Firma nicht widerspiegeln. Wir haben als IT-Systemintegrator mit eigenen Produkten ein Wachstum von 75% im ersten Halbjahr 1999 in Relation zum Halbjahresumsatz 1998. Dagegen haben wir heute ein KGV auf den Plandaten 2000 von 27 und auf den Plandaten 2001 sogar von 17.
Brokerworld: Wo sehen Sie die Gründe für den Abrutsch? Werten Sie dies als ein Nachgeben des Kurses aufgrund der allgemeinen Schwäche der IT-Branche am Neuen Markt?
Herbert Uhl: Der Abrutsch der Aktie hat mehrere Gründe. Natürlich hat die allgemeine Schwäche des Marktes ihren Beitrag geleistet. Der Hauptgrund sind die vielen negativen Pressereaktionen auf die Halbjahresdaten, die vermutlich einige Privatanleger verunsichert haben. Dabei bestätigten unsere Halbjahresdaten die Planung. So haben wir den Umsatz um 75% und das operative Ergebnis vor Abschreibungen aus Firmenkäufen um 35% im Vergleich zum Vorjahr gesteigert. Unser Bruttoergebnis stieg im gleichen Zeitraum sogar um 214%.
Brokerworld: Lassen Sie mich auf die von Ihnen gerade eben angesprochene Tatsache eingehen, dass Ihre Zahlen für das erste Halbjahr von der Presse relativ negativ interpretiert wurden. Wenn man sich die Planzahlen ansieht und die entsprechenden Zahlen daneben legt, ist leicht zu erkennen, dass die PRODACTA bislang voll im Plan liegt. Das zweite Quartal brachte zudem schon wieder Gewinne. Wie erklären Sie sich die negative Reaktion trotz eines Umsatzplus von 75% und einer Verbesserung des Betriebsergebnisses um 35% im ersten Halbjahr?
Herbert Uhl: Die Reaktionen auf unsere Halbjahresdaten hatten uns sehr enttäuscht. Die einzige Erklärung, die wir hierfür haben ist, dass wir die Halbjahresdaten nicht als ad-hoc Mitteilung veröffentlicht haben. Leider wurde die Pressemitteilung von den Nachrichtendiensten mit dem Fokus des Jahresfehlbetrages verteilt. Womit die von Ihnen aufgeführten Fakten für die Presse irrelevant waren. Aus diesem Grunde werden wir in Zukunft nicht mehr auf die ad-hoc Mitteilung verzichten. Das zweite Quartal war für uns dennoch erfolgreich.
So konnte im zweiten Quartal in Relation zu den ersten drei Monaten des Jahres das Betriebsergebnis auf 0,16 Mio. DM (vQ (1,1) Mio. DM) und der Umsatz auf 11,4 Mio DM (vQ 9,0 Mio. DM) gesteigert werden.
Ferner haben wir im ersten Halbjahr mit den Investitionen in Vertrieb und Forschung und Entwicklung einen bedeutenden Beitrag für das weitere Wachstum der Prodacta geleistet.
Brokerworld: Wie begründen sich die deutlich gestiegenen Abschreibungen im ersten Halbjahr? Wie sehen in diesem Zusammenhang die Planzahlen für das Gesamtjahr aus?
Herbert Uhl: Die Abschreibungen aus Firmenkäufen in Höhe von TDM 1.160 im ersten Halbjahr beinhalten Sonderabschreibungen in Höhe von TDM 610 durch den Kauf der mps-Software GmbH. Bis zum Jahresende werden wir bereits ca. 30% des Kaufpreises der mps Software GmbH abgeschrieben haben. In Summe werden sich die Abschreibung aus Firmenkäufen für 1999 auf TDM 1.620 belaufen.
Brokerworld: Es fällt auf, dass die PRODACTA AG nicht zu den Unternehmen gehört, die permanent durch ad-hoc Mitteilungen in die Berichterstattung der Öffentlichkeit gerät. Sie sind bisher vielmehr über Pressemitteilungen an die Öffentlichkeit herangetreten? Werden Sie ihre Strategie in Richtung ad hoc-Meldungen verändern?
Herbert Uhl: Unsere Strategie ist nicht, den Markt mit ad-hoc Mitteilungen zu überfluten. Wir möchten die Informationen über unserer Unternehmen zielgerichtet verteilen, um den langfristig orientierten Anleger für die Prodacta zu begeistern. So haben wir einen Newsletter eingerichtet, indem wir über aktuelle Informationen, wie zum Beispiel die Wahl als Nr. 1 der Elite der deutschen Systemintegratoren, berichten. Um den Newsletter zu erhalten kann man sich in unserem Internet, www.Prodacta.de, registrieren oder bei unserem Investor Relations Bereich unter 07243/382 330 anrufen oder eine Mail schicken an aktie@prodacta.de. An dieser Strategie werden wir auch weiterhin grundsätzlich festhalten. Aufgrund der negativen Erfahrungen mit unseren Halbjahresdaten werden wir die Strategie insoweit erweitern, dass wir in Zukunft alle Meldungen, die unsere Zahlen betreffen auch als ad-hoc Mitteilungen veröffentlichen.
Brokerworld: Wo sehen Sie den Kurs der PRODACTA-Aktie zum Jahreswechsel und wie kann sich der Kurs Ihrer Meinung nach in den nächsten 12 Monaten entwickeln?
Herbert Uhl: Unserer Aktie wird unseren Aktionäre noch viel Vergnügen bereiten. Nicht ohne Grund fällt unser Name häufig bei den unterbewerteten Aktien. Wir werden unser hohes Wachstumstempo auch in Zukunft mit viel Schweiß und Fleiß halten. So werden wir im Jahr 2000 unseren Umsatz in Relation zu 1998 mehr als verdoppelt haben. Wir können nichts erkennen, was die Aktie davon abhalten sollte vom heutigen Niveau aus das gleiche zu tun.
Brokerworld: Herr Uhl, die Prodacta AG ist seit dem 07.06.1999 am Neuen Markt notiert. Viele Anleger können sich jedoch noch sehr wenig unter den Tätigkeitsgebieten Ihres Unternehmens vorstellen. Können Sie unseren Lesern erläutern, was die Prodacta genau macht?
Herbert Uhl: Prodacta ist Systemintegrator für eCustomer Care – elektronisches Kundenbeziehungsmanagement. Wir realisieren schon heute das Büro der Zukunft. Unser Leistungsspektrum reicht in diesem Zusammenhang von der Beratung über die Projektierung und Integration bis hin zur Unterstützung der Betriebsführung sowie dem Training und innovativen Produkten. Alle Informationen stehen in elektronischen Kundenordnern oder eShops zur Verfügung und können von überall zu jedem Zeitpunkt mittels digitaler Kommunikation abgerufen werden. Ein Beispiel ist das Handybanking. Hier ruft der Kunde per Handy Informationen ab und tätigt seine Bankgeschäfte. Solche innovativen Lösungen inkl. der benötigten Infrastrukturen erstellt Prodacta.
Brokerworld: Können Sie bitte etwas zur Firmengeschichte der Prodacta sagen?
Herbert Uhl: Prodacta wurde im November 1992 von meinem Vorstandskollegen Andreas Ehrle, einem weiteren Gründungsmitglied und meiner Person gegründet. Seit unserer Gründung wachsen wir im Mittel um mehr als 60%. Heute sind wir mit 270 Mitarbeitern an 6 Standorten in Deutschland vertreten. Unsere Themenschwerpunkte lagen bis 1996 in den Bereichen Schulung und IT Infrastruktur. 1996 begannen wir mit der Entwicklung eigener Produkte. Unser Produkt zur automatischen Erst- und Wiederinstallation Prodacta ProNet wird beispielsweise bei der Commerzbank AG auf über 18000 PCs eingesetzt. 1996 begannen wir auch mit der Erstellung von Bürolösungen mittels Dokumentenmanagement, Archivierung und Workflow. Dies ist bei der Prodacta der Geschäftsbereich mit den größten Wachstumsraten. 1998 hat die Prodacta die Firma iPRO Informationssysteme GmbH und 1999 die Firma mps-Software GmbH gekauft. Die ipro Informationssysteme hat ein Produkt zur Automatisierung von Poststellen und die mps hat Produktlinien zur digitalen Kommunikation (unified Messaging) eingebracht. Dies dokumentiert unsere Akquisitionsstrategie: Prodacta verfügt heute über ein umfassenden Dienstleistungsspektrum und ein abgerundetes Produkt- und Softwaretoolsportfolio.
Brokerworld: Herr Uhl, leider gehört die PRODACTA AG zu den Aktien, die mittlerweile unter den Emissionskurs (15 Euro bei Prodacta) gerutscht sind. In der Spitze stieg der Kurs bis auf 19 Euro an, fiel nun jedoch auf unter 13 Euro. Wie sehen Sie die derzeitige Bewertung der Aktie?
Herbert Uhl: Die Prodacta Aktie ist heute sicherlich unterbewertet, was auch zahlreiche Bewertungen in der Finanzpresse belegen. Nachdem in den ersten Wochen unser Aktienkurs trotz des schwachen Marktumfeldes stabil oberhalb des Emissionskurses war, ist er nun leider um mehr als 10% abgerutscht. Die aktuellen Kurse sind lediglich Einstiegskonditionen, die das Potential unserer Firma nicht widerspiegeln. Wir haben als IT-Systemintegrator mit eigenen Produkten ein Wachstum von 75% im ersten Halbjahr 1999 in Relation zum Halbjahresumsatz 1998. Dagegen haben wir heute ein KGV auf den Plandaten 2000 von 27 und auf den Plandaten 2001 sogar von 17.
Brokerworld: Wo sehen Sie die Gründe für den Abrutsch? Werten Sie dies als ein Nachgeben des Kurses aufgrund der allgemeinen Schwäche der IT-Branche am Neuen Markt?
Brokerworld: Lassen Sie mich auf die von Ihnen gerade eben angesprochene Tatsache eingehen, dass Ihre Zahlen für das erste Halbjahr von der Presse relativ negativ interpretiert wurden. Wenn man sich die Planzahlen ansieht und die entsprechenden Zahlen daneben legt, ist leicht zu erkennen, dass die PRODACTA bislang voll im Plan liegt. Das zweite Quartal brachte zudem schon wieder Gewinne. Wie erklären Sie sich die negative Reaktion trotz eines Umsatzplus von 75% und einer Verbesserung des Betriebsergebnisses um 35% im ersten Halbjahr?
Herbert Uhl: Die Reaktionen auf unsere Halbjahresdaten hatten uns sehr enttäuscht. Die einzige Erklärung, die wir hierfür haben ist, dass wir die Halbjahresdaten nicht als ad-hoc Mitteilung veröffentlicht haben. Leider wurde die Pressemitteilung von den Nachrichtendiensten mit dem Fokus des Jahresfehlbetrages verteilt. Womit die von Ihnen aufgeführten Fakten für die Presse irrelevant waren. Aus diesem Grunde werden wir in Zukunft nicht mehr auf die ad-hoc Mitteilung verzichten. Das zweite Quartal war für uns dennoch erfolgreich.
So konnte im zweiten Quartal in Relation zu den ersten drei Monaten des Jahres das Betriebsergebnis auf 0,16 Mio. DM (vQ (1,1) Mio. DM) und der Umsatz auf 11,4 Mio DM (vQ 9,0 Mio. DM) gesteigert werden.
Ferner haben wir im ersten Halbjahr mit den Investitionen in Vertrieb und Forschung und Entwicklung einen bedeutenden Beitrag für das weitere Wachstum der Prodacta geleistet.
Brokerworld: Wie begründen sich die deutlich gestiegenen Abschreibungen im ersten Halbjahr? Wie sehen in diesem Zusammenhang die Planzahlen für das Gesamtjahr aus?
Herbert Uhl: Die Abschreibungen aus Firmenkäufen in Höhe von TDM 1.160 im ersten Halbjahr beinhalten Sonderabschreibungen in Höhe von TDM 610 durch den Kauf der mps-Software GmbH. Bis zum Jahresende werden wir bereits ca. 30% des Kaufpreises der mps Software GmbH abgeschrieben haben. In Summe werden sich die Abschreibung aus Firmenkäufen für 1999 auf TDM 1.620 belaufen.
Brokerworld: Es fällt auf, dass die PRODACTA AG nicht zu den Unternehmen gehört, die permanent durch ad-hoc Mitteilungen in die Berichterstattung der Öffentlichkeit gerät. Sie sind bisher vielmehr über Pressemitteilungen an die Öffentlichkeit herangetreten? Werden Sie ihre Strategie in Richtung ad hoc-Meldungen verändern?
Herbert Uhl: Unsere Strategie ist nicht, den Markt mit ad-hoc Mitteilungen zu überfluten. Wir möchten die Informationen über unserer Unternehmen zielgerichtet verteilen, um den langfristig orientierten Anleger für die Prodacta zu begeistern. So haben wir einen Newsletter eingerichtet, indem wir über aktuelle Informationen, wie zum Beispiel die Wahl als Nr. 1 der Elite der deutschen Systemintegratoren, berichten. Um den Newsletter zu erhalten kann man sich in unserem Internet, www.Prodacta.de, registrieren oder bei unserem Investor Relations Bereich unter 07243/382 330 anrufen oder eine Mail schicken an aktie@prodacta.de. An dieser Strategie werden wir auch weiterhin grundsätzlich festhalten. Aufgrund der negativen Erfahrungen mit unseren Halbjahresdaten werden wir die Strategie insoweit erweitern, dass wir in Zukunft alle Meldungen, die unsere Zahlen betreffen auch als ad-hoc Mitteilungen veröffentlichen.
Brokerworld: Wo sehen Sie den Kurs der PRODACTA-Aktie zum Jahreswechsel und wie kann sich der Kurs Ihrer Meinung nach in den nächsten 12 Monaten entwickeln?
Herbert Uhl: Unserer Aktie wird unseren Aktionäre noch viel Vergnügen bereiten. Nicht ohne Grund fällt unser Name häufig bei den unterbewerteten Aktien. Wir werden unser hohes Wachstumstempo auch in Zukunft mit viel Schweiß und Fleiß halten. So werden wir im Jahr 2000 unseren Umsatz in Relation zu 1998 mehr als verdoppelt haben. Wir können nichts erkennen, was die Aktie davon abhalten sollte vom heutigen Niveau aus das gleiche zu tun.
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