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Preisrisiken in Finnland




29.08.00 00:00
Dresdner Bank

Der Schuldenabbau in Finnland komme zügig voran, berichten die Analysten der Dresdner Bank. Mit einer Schuldenquote, die mittlerweile auf 47,1 Prozent des Bruttoinlandsprodukt (1999) gesunken sei, stehe Finnland so gut da, wie kein anderes EWU-Mitgliedsland (außer Luxemburg).

Angesichts einer weiteren spürbaren Verbesserung der öffentlichen Kassen – der Budgetüberschuss habe sich 2000 erneut fast verdoppeln können – sei ein Rückgang der Schuldenquote unter die 40-Prozent-Marke erreichbar. Die Konsolidierungserfolge würden allerdings vor allem aus konjunkturbedingt kräftiger als erwarten sprudelnden Steuereinnahmen resultieren. Hinzu komme ein höheres Ergebnis aus den Privatisierungserlösen. Um auch die längerfristige Solidität zu sichern, habe die Notenbank stärkere Ausgabenkürzungen als bisher geplant. Dies scheine auch wegen der bereits seit mehreren Jahren kräftigen Binnenkonjunktur geboten.

Nach der unvermindert starken Expansion der Industrieproduktion, bewege sich die finnische Wirtschaft weiterhin auf einem soliden und kräftigen Wachstumspfad.

Angestiegen seien zuletzt Finnlands Inflationsrisiken. Die Inflationsrate habe sich in den letzten Monaten auf rund drei Prozent beschleunigt. Etwa die Hälfte des Anstiegs sei zwar auf die Verteuerung von Energie zurückzuführen. Hier könne sich demnächst die Situation wieder entspannen. Aber längerfristig dürfe angesichts der kräftigen Binnenkonjunktur die Schlüsselrolle bei der Lohnentwicklung liegen.






 
 

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