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Hamburg (aktiencheck.de AG) - Der Analyst von M.M. Warburg & CO, Thilo Kleibauer, stuft die Aktie von Praktiker unverändert mit "halten" ein.
Das operative Ergebnis von Praktiker entwickle sich im laufenden Jahr besser als erwartet. Die zügige Integration von Max Bahr und die Performance im Auslandsgeschäft dürften auch in den kommenden Jahren zu einer erfreulichen Ergebnisentwicklung beitragen. Vor diesem Hintergrund hätten die Analysten ihre Ergebnisschätzungen angehoben.
Nachdem Praktiker im 2. Quartal die Erwartungen der Analysten leicht habe übertreffen können (Umsatz +27% auf 1,13 Mrd. Euro vs. MMWe 1,11 Mrd. Euro, EBITA +11% auf 69 Mio. Euro vs. MMWe 65 Mio. Euro) habe der Konzern die Ergebnisprognose für 2007 angehoben. Im laufenden Jahr erwarte Praktiker nunmehr ein EBITA von rund 125 Mio. Euro (bislang: mindestens 115 Mio. Euro, 2006: 111 Mio. Euro).
Diese Anhebung der Guidance unterstreiche nach Auffassung der Analysten - neben der sehr guten Entwicklung im Ausland - insbesondere die Zuversicht von Praktiker, die Synergien aus der Max Bahr-Übernahme in der Größenordnung von 20 Mio. Euro zu realisieren, nachdem die Restrukturierungsbelastungen bereits im 1. Halbjahr verbucht worden seien.
Neben dem operativen EBITA würden einige Sondereffekte den Ergebnisausweis 2007 beeinflussen. So sei in der Ergebnisprognose nicht die aus der Veräußerung von 4 Inlandsstandorten erwartete Belastung im niedrigen zweistelligen Mio.-Bereich enthalten. Dagegen werde im Finanzergebnis im 2. Halbjahr ein Gewinn von 7 Mio. Euro aus dem Verkauf des Minderheitsanteils an der Max Bahr Grundstücksgesellschaft erzielt. Die Abwertung aktiver latenter Steuern nach der vom Bundesrat verabschiedeten Unternehmenssteuerreform werde zu einem zusätzlichen nicht-zahlungswirksamen Steueraufwand zwischen 40 Mio. Euro und 50 Mio. Euro führen.
Durch die erstmalige Einbeziehung von Max Bahr ergebe sich im laufenden Jahr ein deutlicher Umsatzzuwachs im Inland für die Praktiker-Gruppe. Flächenbereinigt sei der Umsatz nach einem stabilen 1. Quartal allerdings im 2. Quartal um 5,8% zurückgegangen. Nach den ersten 6 Monaten des Jahres würden die Umsätze flächenbereinigt 3,0% unter dem Vorjahreswert liegen. Dies resultiere überwiegend aus der Erhöhung der Mehrwertsteuer zu Jahresbeginn, die zunächst nicht auf die Verkaufspreise habe überwälzt werden können.
Das EBITA im Inland habe sich im 1. Halbjahr deutlich von 34,3 Mio. Euro auf 23,4 Mio. Euro reduziert. Dabei habe das Ergebnis von der erstmaligen Einbeziehung von Max Bahr mit einem EBITA-Beitrag von 13 Mio. Euro profitiert (bereits nach Integrationskosten in mittlerer einstelliger Höhe). Damit habe sich das Ergebnis bei den Praktiker-Märkten im Vorjahresvergleich um 24 Mio. Euro reduziert. Hierzu dürften in etwa anteilig die Mehrwertsteuererhöhung und die Umstellung von 33 Standorten auf das Easy-to-Shop-Konzept beigetragen haben.
Insgesamt gehe Praktiker weiter von einem eher schwierigen Branchenumfeld in Deutschland aus, so dass auch nach den jüngsten Übernahmen (Rewe/Marktkauf, Globus/Hela) der Konsolidierungsdruck auf schwächere Player in der Baumarktbranche anhalten dürfte.
Im Ausland habe Praktiker erneut deutlich zweistellig zulegen können. Flächenbereinigt sei der Umsatz in den ersten 6 Monaten um 15,3% (währungsbereinigt +13,6%) gestiegen. Das Wachstum resultiere insbesondere aus starken Zuwächsen in Rumänien, Bulgarien und Polen.
Das EBITA im 1. Halbjahr sei von 12,2 Mio. Euro auf 25,7 Mio. Euro gesteigert worden. Hierbei sei allerdings zu berücksichtigen, dass nur 2 der für 2007 geplanten 15 bis 20 Neueröffnungen im 1. Halbjahr stattgefunden hätten. Daher sei in der 2. Jahreshälfte mit höheren Belastungen durch Anlaufkosten neuer Standorte zu rechnen.
Die Analysten hätten für 2007 ihre EBITA-Schätzung von 118 Mio. Euro auf 128 Mio. Euro angehoben. Dies unterstelle ein Ergebnisplus von 22% bzw. 14 Mio. Euro in der 2. Jahreshälfte, zu dem sowohl das Inlands- als auch das Auslandsgeschäft beitragen sollten. Die EPS-Prognose der Analysten für das laufende Jahr berücksichtige nun den von Praktiker genannten einmaligen nicht-cashwirksamen Steueraufwand. Auch für die Folgejahre hätten die Analysten ihre Ergebnisschätzungen angehoben. Dabei würden die Analysten weiterhin von einer positiven Entwicklung im Inland durch die Umstellung der Märkte und den Ergebnisbeitrag von Max Bahr ausgehen. 2009 würden die Analysten jetzt ein EBITA von 192 Mio. Euro nach bislang 182 Mio. Euro erwarten.
Die Analysten von M.M. Warburg & CO bewerten die Praktiker-Aktie weiterhin mit "halten". Aus ihrem DCF-Modell würden die Analysten auf Basis der neuen Annahmen ein Kursziel von 32,00 Euro (bislang 26,50 Euro) für die Praktiker-Aktie ableiten. (Analyse vom 26.07.2007) (26.07.2007/ac/a/d)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
Das operative Ergebnis von Praktiker entwickle sich im laufenden Jahr besser als erwartet. Die zügige Integration von Max Bahr und die Performance im Auslandsgeschäft dürften auch in den kommenden Jahren zu einer erfreulichen Ergebnisentwicklung beitragen. Vor diesem Hintergrund hätten die Analysten ihre Ergebnisschätzungen angehoben.
Nachdem Praktiker im 2. Quartal die Erwartungen der Analysten leicht habe übertreffen können (Umsatz +27% auf 1,13 Mrd. Euro vs. MMWe 1,11 Mrd. Euro, EBITA +11% auf 69 Mio. Euro vs. MMWe 65 Mio. Euro) habe der Konzern die Ergebnisprognose für 2007 angehoben. Im laufenden Jahr erwarte Praktiker nunmehr ein EBITA von rund 125 Mio. Euro (bislang: mindestens 115 Mio. Euro, 2006: 111 Mio. Euro).
Diese Anhebung der Guidance unterstreiche nach Auffassung der Analysten - neben der sehr guten Entwicklung im Ausland - insbesondere die Zuversicht von Praktiker, die Synergien aus der Max Bahr-Übernahme in der Größenordnung von 20 Mio. Euro zu realisieren, nachdem die Restrukturierungsbelastungen bereits im 1. Halbjahr verbucht worden seien.
Neben dem operativen EBITA würden einige Sondereffekte den Ergebnisausweis 2007 beeinflussen. So sei in der Ergebnisprognose nicht die aus der Veräußerung von 4 Inlandsstandorten erwartete Belastung im niedrigen zweistelligen Mio.-Bereich enthalten. Dagegen werde im Finanzergebnis im 2. Halbjahr ein Gewinn von 7 Mio. Euro aus dem Verkauf des Minderheitsanteils an der Max Bahr Grundstücksgesellschaft erzielt. Die Abwertung aktiver latenter Steuern nach der vom Bundesrat verabschiedeten Unternehmenssteuerreform werde zu einem zusätzlichen nicht-zahlungswirksamen Steueraufwand zwischen 40 Mio. Euro und 50 Mio. Euro führen.
Durch die erstmalige Einbeziehung von Max Bahr ergebe sich im laufenden Jahr ein deutlicher Umsatzzuwachs im Inland für die Praktiker-Gruppe. Flächenbereinigt sei der Umsatz nach einem stabilen 1. Quartal allerdings im 2. Quartal um 5,8% zurückgegangen. Nach den ersten 6 Monaten des Jahres würden die Umsätze flächenbereinigt 3,0% unter dem Vorjahreswert liegen. Dies resultiere überwiegend aus der Erhöhung der Mehrwertsteuer zu Jahresbeginn, die zunächst nicht auf die Verkaufspreise habe überwälzt werden können.
Insgesamt gehe Praktiker weiter von einem eher schwierigen Branchenumfeld in Deutschland aus, so dass auch nach den jüngsten Übernahmen (Rewe/Marktkauf, Globus/Hela) der Konsolidierungsdruck auf schwächere Player in der Baumarktbranche anhalten dürfte.
Im Ausland habe Praktiker erneut deutlich zweistellig zulegen können. Flächenbereinigt sei der Umsatz in den ersten 6 Monaten um 15,3% (währungsbereinigt +13,6%) gestiegen. Das Wachstum resultiere insbesondere aus starken Zuwächsen in Rumänien, Bulgarien und Polen.
Das EBITA im 1. Halbjahr sei von 12,2 Mio. Euro auf 25,7 Mio. Euro gesteigert worden. Hierbei sei allerdings zu berücksichtigen, dass nur 2 der für 2007 geplanten 15 bis 20 Neueröffnungen im 1. Halbjahr stattgefunden hätten. Daher sei in der 2. Jahreshälfte mit höheren Belastungen durch Anlaufkosten neuer Standorte zu rechnen.
Die Analysten hätten für 2007 ihre EBITA-Schätzung von 118 Mio. Euro auf 128 Mio. Euro angehoben. Dies unterstelle ein Ergebnisplus von 22% bzw. 14 Mio. Euro in der 2. Jahreshälfte, zu dem sowohl das Inlands- als auch das Auslandsgeschäft beitragen sollten. Die EPS-Prognose der Analysten für das laufende Jahr berücksichtige nun den von Praktiker genannten einmaligen nicht-cashwirksamen Steueraufwand. Auch für die Folgejahre hätten die Analysten ihre Ergebnisschätzungen angehoben. Dabei würden die Analysten weiterhin von einer positiven Entwicklung im Inland durch die Umstellung der Märkte und den Ergebnisbeitrag von Max Bahr ausgehen. 2009 würden die Analysten jetzt ein EBITA von 192 Mio. Euro nach bislang 182 Mio. Euro erwarten.
Die Analysten von M.M. Warburg & CO bewerten die Praktiker-Aktie weiterhin mit "halten". Aus ihrem DCF-Modell würden die Analysten auf Basis der neuen Annahmen ein Kursziel von 32,00 Euro (bislang 26,50 Euro) für die Praktiker-Aktie ableiten. (Analyse vom 26.07.2007) (26.07.2007/ac/a/d)
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