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Die im Prime Standard notierte P&I Personal & Informatik AG (ISIN DE0006913403 / WKN 691340) verfügt als Anbieter von Personalsoftware mit einem Kundenstamm von rund 3.700 Kunden über eine sehr gute Marktposition. Dabei erwirtschaftet die Gesellschaft jeweils rund ein Drittel der Umsatzerlöse mit Kunden aus den Bereichen Öffentliche Verwaltung, Industrie und dem Dienstleistungsbereich. Das Unternehmen ist mit der Softwarefamilie LOGA auf allen technischen Plattformen vertreten.
Der Analyst Henning Wagener von AC Research führte folgendes Interview mit Herrn Dr. Voß, dem Finanzvorstand der Gesellschaft:
AC Research: Guten Tag, Herr Voß. P&I steigerte die Umsatzerlöse in den ersten 9 Monaten des laufenden Geschäftsjahres 2003/2004 um 5% auf 29,27 Millionen Euro. Gleichzeitig verbesserte sich das EBIT um 74% auf 2,782 Millionen Euro. Wodurch wurde diese stark überproportionale EBIT-Steigerung ermöglicht?
Voß: Dies liegt vor allem daran, dass wir die in unserem Geschäft übliche Saisonalisierung glätten konnten. So fiel in den vergangenen Jahren das Ergebnis im ersten Halbjahr eines Geschäftsjahres immer schlecht aus. Im laufenden Geschäftsjahr ist es uns nun gelungen, dass Sommerloch zu eliminieren und eine über die einzelne Quartale deutlich gleichmäßigere Umsatzverteilung zu erreichen. Dies wurde in erster Linie durch eine gleichmäßigere und höhere Auslastung unserer Consultingmitarbeiter geschafft. Aus diesem Grund kann auch die EBIT-Steigerung der ersten neun Monate nicht auf das Gesamtjahr hochgerechnet werden. Wir gehen davon aus, dass sich die EBIT-Steigerung im Gesamtjahr 2003/2004 bei 20 bis 25% einpendeln wird.
AC Research: Mit welchem Umsatz, EBIT und EPS rechnen Sie auf Basis der hervorragenden Neunmonatszahlen nun für das Gesamtjahr 2003/2004?
Voß: Unsere Planzahlen für das Gesamtjahr haben sich auch nach den vorgelegten Neunmonatszahlen aus den genannten Gründen nicht verändert. Daher gehen wir weiterhin im Gesamtjahr 2003/2004 von einem moderaten Umsatzwachstum aus. Gleichzeitig wollen wir die EBIT-Marge auf 10% steigern. Sofern die Lizenzverkäufe im März wie im Vorjahr sehr positiv ausfallen, ist auch eine Steigerung der EBIT-Marge auf über 10% möglich.
AC Research: Welche EBIT-Marge halten Sie langfristig für erreichbar und was muss noch unternommen werden, um diese EBIT-Marge auch tatsächlich zu erreichen?
Voß: In einem Zeitfenster von fünf Jahren ist unserer Meinung nach eine EBIT-Marge von 20% erreichbar. Der Ertragshebel ist dabei in erster Linie in den Lizenzverkäufen zu sehen. Hier sehen wir insbesondere im Bereich der freien Wirtschaft noch enormes Potential. Des weiteren schreiben wir derzeit noch jährlich 2,5 Millionen Euro auf unseren Kundenstamm ab. Bereinigt um diesen Effekt haben wir uns der angestrebten EBIT-Marge von 20% bereits heute deutlich angenähert.
AC Research: Arbeitet P&I bereits in allen Ländern, für die Sie über eine Landesversion verfügen, profitabel?
Voß: Im Ausland arbeiten wir mit Ausnahme von Österreich noch nicht profitabel. Dies liegt ganz einfach daran, dass wir in den anderen europäischen Ländern noch nicht die kritische Größe erreicht haben. Aus diesem Grund haben wir zur Auslandsexpansion unser Partnerschaftsmodell entwickelt und verzichten auf die Eröffnung eigener Geschäftsstellen in diesen Ländern, um so die Basiskosten niedrig zu halten. Allerdings ist die Auslandsexpansion auch als eine Grundsatzfrage anzusehen. So ist es unserer Meinung nach für P&I wichtig, die eigenen Kunden ins Ausland zu begleiten. Zudem macht uns das Angebot verschiedener Landesversionen auch für international agierende Unternehmen zu einem interessanten Anbieter. Wir investieren jährlich etwa 20 bis 25% des Umsatzes in den Bereich Forschung und Entwicklung, um die Internationalisierung weiter voranzutreiben.
AC Research: Die P&I-Aktie konnte in den vergangenen Wochen stark zulegen. In diesem Zusammenhang wird P&I immer wieder als interessanter Übernahmekandidat gehandelt. Was sagen Sie zu den Spekulationen, dass P&I bald übernommen werden könnte?
Voß: Diese Diskussion ist bereits seit längerem auf dem Markt. Markttechnisch ist P&I zweifellos übernahmegeeignet. So bieten wir unsere Personalsoftware in verschiedenen Landesversionen an und verfügen in Deutschland und Österreich über eine sehr gute Marktposition. Aus diesem Grund werden internationale Anbieter, die in den Deutschen Markt eindringen wollen, nicht an P&I vorbeikommen. Aufgrund unserer verschiedenen Landesversionen sind wir auch für internationale Anbieter, die auf den europäischen Markt vordringen wollen, interessant. Gleichzeitig haben die meisten Großkonzerne wie Oracle, SAP oder Microsoft ihre Mittelstandsstrategie geändert. So wollen diese Gesellschaften im Mittelstandsbereich nicht mehr aus eigener Kraft wachsen.
AC Research: Eine feindliche Übernahme von P&I ist allerdings nicht möglich, da Herr und Frau Becker zusammen über 60% der Geschäftsanteile an P&I halten....
Voß: Dies ist richtig. Auf der anderen Seite sind Herr und Frau Becker bereits knapp über 60. Das Rentenalter rückt also näher. Aus diesem Grund ist eine Akquisition der P&I generell denkbar. Allerdings müsste hierfür ein attraktives Angebot kommen, dass dem Wohle des gesamten P&I-Konzerns dienlich ist.
AC Research: P&I arbeitet bereits seit Jahren profitabel. Allerdings wurden die Aktionäre bislang noch nicht in Form einer Dividende an den Gewinnen beteiligt. Ab wann können Sie ihren Aktionären eine Dividende in Aussicht stellen?
Voß: Für die Zahlung einer Dividende ist der AG-Abschluss entscheidend. Hier verfügt P&I noch über einen Verlustvortrag, der allerdings nach Abschluss des laufenden Geschäftsjahres wahrscheinlich aufgebraucht sein wird. Im Anschluss daran können wir uns gut vorstellen, unseren Aktionären eine Dividende zu zahlen.
AC Research: Warum sollten Anleger Ihrer Meinung nach trotz des massiven Kursanstiegs der vergangenen Monate die Aktie der P&I Personal und Informatik AG noch kaufen?
Voß: Das Marktpotential, über das unser Markt vor allem im HRMS-Bereich zweifellos verfügt, ist noch lange nicht erschlossen. So steht de HRMS-Bereich erst am Anfang seiner Entwicklung. Im Payroll-Bereich konnten wir im Rahmen eines Verdrängungswettbewerbs deutlich wachsen. Insgesamt verfügen wir über hervorragende Produkte, die zunehmend nachgefragt werden. Gleichzeitig bescheinigen auch diverse Analystenhäuser der P&I-Aktie weiteres Aufwertungspotential.
AC Research: Vielen Dank für dieses Interview, Herr Dr. Voß.
Der Analyst Henning Wagener von AC Research führte folgendes Interview mit Herrn Dr. Voß, dem Finanzvorstand der Gesellschaft:
AC Research: Guten Tag, Herr Voß. P&I steigerte die Umsatzerlöse in den ersten 9 Monaten des laufenden Geschäftsjahres 2003/2004 um 5% auf 29,27 Millionen Euro. Gleichzeitig verbesserte sich das EBIT um 74% auf 2,782 Millionen Euro. Wodurch wurde diese stark überproportionale EBIT-Steigerung ermöglicht?
Voß: Dies liegt vor allem daran, dass wir die in unserem Geschäft übliche Saisonalisierung glätten konnten. So fiel in den vergangenen Jahren das Ergebnis im ersten Halbjahr eines Geschäftsjahres immer schlecht aus. Im laufenden Geschäftsjahr ist es uns nun gelungen, dass Sommerloch zu eliminieren und eine über die einzelne Quartale deutlich gleichmäßigere Umsatzverteilung zu erreichen. Dies wurde in erster Linie durch eine gleichmäßigere und höhere Auslastung unserer Consultingmitarbeiter geschafft. Aus diesem Grund kann auch die EBIT-Steigerung der ersten neun Monate nicht auf das Gesamtjahr hochgerechnet werden. Wir gehen davon aus, dass sich die EBIT-Steigerung im Gesamtjahr 2003/2004 bei 20 bis 25% einpendeln wird.
AC Research: Mit welchem Umsatz, EBIT und EPS rechnen Sie auf Basis der hervorragenden Neunmonatszahlen nun für das Gesamtjahr 2003/2004?
Voß: Unsere Planzahlen für das Gesamtjahr haben sich auch nach den vorgelegten Neunmonatszahlen aus den genannten Gründen nicht verändert. Daher gehen wir weiterhin im Gesamtjahr 2003/2004 von einem moderaten Umsatzwachstum aus. Gleichzeitig wollen wir die EBIT-Marge auf 10% steigern. Sofern die Lizenzverkäufe im März wie im Vorjahr sehr positiv ausfallen, ist auch eine Steigerung der EBIT-Marge auf über 10% möglich.
AC Research: Welche EBIT-Marge halten Sie langfristig für erreichbar und was muss noch unternommen werden, um diese EBIT-Marge auch tatsächlich zu erreichen?
Voß: In einem Zeitfenster von fünf Jahren ist unserer Meinung nach eine EBIT-Marge von 20% erreichbar. Der Ertragshebel ist dabei in erster Linie in den Lizenzverkäufen zu sehen. Hier sehen wir insbesondere im Bereich der freien Wirtschaft noch enormes Potential. Des weiteren schreiben wir derzeit noch jährlich 2,5 Millionen Euro auf unseren Kundenstamm ab. Bereinigt um diesen Effekt haben wir uns der angestrebten EBIT-Marge von 20% bereits heute deutlich angenähert.
AC Research: Arbeitet P&I bereits in allen Ländern, für die Sie über eine Landesversion verfügen, profitabel?
AC Research: Die P&I-Aktie konnte in den vergangenen Wochen stark zulegen. In diesem Zusammenhang wird P&I immer wieder als interessanter Übernahmekandidat gehandelt. Was sagen Sie zu den Spekulationen, dass P&I bald übernommen werden könnte?
Voß: Diese Diskussion ist bereits seit längerem auf dem Markt. Markttechnisch ist P&I zweifellos übernahmegeeignet. So bieten wir unsere Personalsoftware in verschiedenen Landesversionen an und verfügen in Deutschland und Österreich über eine sehr gute Marktposition. Aus diesem Grund werden internationale Anbieter, die in den Deutschen Markt eindringen wollen, nicht an P&I vorbeikommen. Aufgrund unserer verschiedenen Landesversionen sind wir auch für internationale Anbieter, die auf den europäischen Markt vordringen wollen, interessant. Gleichzeitig haben die meisten Großkonzerne wie Oracle, SAP oder Microsoft ihre Mittelstandsstrategie geändert. So wollen diese Gesellschaften im Mittelstandsbereich nicht mehr aus eigener Kraft wachsen.
AC Research: Eine feindliche Übernahme von P&I ist allerdings nicht möglich, da Herr und Frau Becker zusammen über 60% der Geschäftsanteile an P&I halten....
Voß: Dies ist richtig. Auf der anderen Seite sind Herr und Frau Becker bereits knapp über 60. Das Rentenalter rückt also näher. Aus diesem Grund ist eine Akquisition der P&I generell denkbar. Allerdings müsste hierfür ein attraktives Angebot kommen, dass dem Wohle des gesamten P&I-Konzerns dienlich ist.
AC Research: P&I arbeitet bereits seit Jahren profitabel. Allerdings wurden die Aktionäre bislang noch nicht in Form einer Dividende an den Gewinnen beteiligt. Ab wann können Sie ihren Aktionären eine Dividende in Aussicht stellen?
Voß: Für die Zahlung einer Dividende ist der AG-Abschluss entscheidend. Hier verfügt P&I noch über einen Verlustvortrag, der allerdings nach Abschluss des laufenden Geschäftsjahres wahrscheinlich aufgebraucht sein wird. Im Anschluss daran können wir uns gut vorstellen, unseren Aktionären eine Dividende zu zahlen.
AC Research: Warum sollten Anleger Ihrer Meinung nach trotz des massiven Kursanstiegs der vergangenen Monate die Aktie der P&I Personal und Informatik AG noch kaufen?
Voß: Das Marktpotential, über das unser Markt vor allem im HRMS-Bereich zweifellos verfügt, ist noch lange nicht erschlossen. So steht de HRMS-Bereich erst am Anfang seiner Entwicklung. Im Payroll-Bereich konnten wir im Rahmen eines Verdrängungswettbewerbs deutlich wachsen. Insgesamt verfügen wir über hervorragende Produkte, die zunehmend nachgefragt werden. Gleichzeitig bescheinigen auch diverse Analystenhäuser der P&I-Aktie weiteres Aufwertungspotential.
AC Research: Vielen Dank für dieses Interview, Herr Dr. Voß.
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