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PAYOM SOLAR einsteigen




04.11.09 10:00
TradeCentre.de

Lichtenstein (aktiencheck.de AG) - Nach Ansicht der Experten von "TradeCentre.de" ist die PAYOM SOLAR-Aktie (ISIN DE000A0B9AH9 / WKN A0B9AH) mit einem Stoppkurs von 15 Prozent unter Einstieg eine Sünde wert.

Der Anbieter von Solar-Anlagen für kleinere und mittlere Hausdächer stehe vor einem Rekordjahr. Wie Vorstandschef Jörg Truelsen den Experten im Hintergrundgespräch mitteile, würden die Geschäfte wie geschmiert laufen. "Wir hatten einen äußerst starken September und einen absoluten Rekordumsatz erzielt. Q3 war mit Abstand unser bestes Quartal." Bisher sei in einem Monat ein Höchstumsatz von 9,5 Millionen Euro erzielt worden. Im besagten Monat sei diese Größe wohl um den zweifachen Faktor gesteigert worden. "Den erwarteten Jahresumsatz von 41 Millionen Euro haben wir Ende des dritten Quartals signifikant überschritten."

Die Experten würden davon ausgehen, dass die Solarfirma bereits knapp 50 Millionen Euro an Umsatz verbucht habe. Laut dem CEO hätten sich die Preise für Module wieder stabilisiert und würden leicht ansteigen. "Der Markt ist in Bewegung und wir verzeichnen eine hohe Nachfrage." Den Rekordumsatz aus September werde das Unternehmen allerdings im Schlussquartal nicht wiederholen. Laut Truelsen seien Module bereits wieder knapp und PAYOM SOLAR bekomme nicht ausreichend Material. Der Firmenlenker kaufe Module lediglich von der amerikanischen First Solar und der chinesischen Yingli Green Energy, sowie der deutschen Schott Solar.

Eine Ausweitung der Lieferanten mache für Truelsen hinsichtlich des Einkaufsvolumens wenig Sinn. Zudem seien viele Module schlicht Schrott. "Es gibt 2.000 Modulhersteller auf der Welt. Mindestens die Hälfte geht Pleite. Nur ein überschaubarer Teil liefert brauchbare Module und die zehn Größten decken den Markt ab." Für das Gesamtjahr halte Truelsen somit einen Umsatz von 60 bis 70 Millionen Euro für realistisch. Das EBIT solle sich auf circa drei Millionen Euro belaufen. Das entspreche einer Marge von etwa fünf Prozent. Unterm Strich sollten mindestens zwei Millionen Euro in der Kasse klingeln.

Für das Jahr 2010 versorge sich Truelsen bereits mit Modulen. "Die Bücher für das erste Halbjahr 2010 sind voll." Ein weiterer Umsatzanstieg aus eigener Kraft sei darstellbar. Die Einnahmen könnten sich auf 80 bis 90 Millionen Euro steigern bei einer EBIT-Marge zwischen vier und fünf Prozent. Selbst die neue Regierung könne dem Unternehmen nicht schaden. "Unser Geschäft sind Anlagen für Hausdächer. Für diesen Bereich soll die Förderung nicht gekürzt werden."

Truelsen steuere mit PAYOM SOLAR erfolgreich durch die Krise. "Unser Erfolg basiert auf sehr guten Kontakten zu Hauseigentümern. Wir kommen aus dem Dachdeckergeschäft und haben dadurch einen sehr guten Zugang zu den Eigentümern. Sie vertrauen eher Ihrem Dachdecker als einem wildfremden Vertriebsmann, der an Ihrer Tür klingelt und Ihnen ein Solardach anbieten will", erkläre der Vorstand.

Weniger erfolgreich laufe indes die Kooperation mit dem Großaktionär Lite-On Tech. Der Großaktionär habe Dünnschichtmodule bis Ende 2011 im Volumen von mindestens 45,5 Megawatt liefern wollen. "Wir kaufen diese Module nicht. Der Vertrag kommt nicht zustande und hat für uns keinerlei negative Auswirkungen." Lite-On Tech sei somit lediglich mit 20 Prozent an PAYOM SOLAR beteiligt und liefere keine Module an die Firma.

Richtig Gas geben wolle Truelsen mit der Übernahme der Solare AG. Der Kaufpreis erfolge in Aktien. Für 3,25 Millionen Aktien werde die Firma übernommen. Das Aktienkapital erhöhe sich sodann auf 4,55 Millionen Aktien. Solare sei mit 53,3 Millionen Euro bewertet und durch die Aktien mit rechnerischen 30 Millionen Euro bezahlt worden. Solare verfüge über Projektzusagen von Solaranlagen mit einer Leistung von 50 Megawatt oder einem Umsatzvolumen von 200 Millionen Euro. Vornehmlich in Osteuropa. Das erste Projekt in Bulgarien mit einer Eigenleistung von zehn Megawatt solle in diesem Quartal starten. Für die Anteilseigner der Solare bestehe eine Sperrfrist der neuen Aktien von bis zu zwei Jahre. Truelsen verfüge zudem über eine Put-Option.

Der Vorstand habe sich Gewinn-Garantien sichern lassen. Die Solare AG halte 70 Prozent der Solare Bulgaria, die kräftig Cash abwerfen solle. Solare solle in 2010 netto rund fünf, in 2010 knapp zehn und in 2012 fast 17 Millionen Euro verdienen. "Werden die Gewinn-Garantien nicht erfüllt, können wir die Transaktion rück abwickeln", sage Truelsen. Gehe alles glatt, würden in 2010 bereits mehr als zwei Euro je Aktie verdienen. Das wären fast zehn Millionen Euro Überschuss bei einem Börsenwert von 45 Millionen Euro.

Die Aussichten würden sich prima lesen. Aber Papier sei geduldig und das Geld müsse erst einmal verdient werden. Risiko sei zum Beispiel, dass Projekte in Osteuropa nur schwierig finanziert werden könnten, was sich negativ für Solare AG entwickeln könnte. In der Summe sei PAYOM SOLAR jedoch sehr günstig bewertet. Die Experten störe jedoch, dass trotz positiver Nachrichten stets Druck auf der Aktie sei. Vermutlich stehe an der Börse ein Drucker, der ständig neue Papiere ausspucke. Oder Lite-On Tech verabschiede sich aus der Aktie, da die Zusammenarbeit ohnehin nicht fruchte. Das könnte eine Erklärung für den Aktienüberhang sein, sofern in der Ecke nicht tatsächlich ein Drucker stehe.

Mit einem Stoppkurs von 15 Prozent unter Einstieg ist die Aktie von PAYOM SOLAR nach Meinung der Experten von "TradeCentre.de" dennoch eine Sünde wert. (Analyse vom 04.11.2009) (04.11.2009/ac/a/nw)








 
 
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