Ölpreis war auf Achterbahnfahrt




05.11.08 09:52
Rohstoff-Report

München (aktiencheck.de AG) - Der Ölpreis war in der letzten Woche auf Achterbahnfahrt, so die Experten von "BörseGo" in ihrem Update zum "Rohstoff-Report".

Zu Wochenbeginn habe der US-Ölpreis ein Tief bei 61,30 US-Dollar/Barrel erreicht, habe sich dann bis auf 70,60 US-Dollar/Barrel erholt, nur um dann wieder bis auf 63,12 US-Dollar/Barrel zu fallen. Zu Wochenbeginn notiere der Fasspreis bei 66,87 US-Dollar/Barrel.

Die Bodenbildung beim Ölpreis sei nach wie vor gefährdet und werde von negativen Außenfaktoren eingetrübt. Dazu zähle die Angst, dass eine weltweite Rezession die Nachfrage über das schon erwartete Maß hinaus zurückfallen lassen werde. Auch neue Wirtschaftsdaten aus den USA hätten die Bären in ihrem Glauben bestärkt, dass der Ölpreis noch unter 60 US-Dollar/Barrel (US-Sorte WTI) fallen werde. Das US-Verbrauchervertrauen sei auf den niedrigsten Stand seit Beginn der Aufzeichnungen gefallen, außerdem seien die Verbraucherausgaben im September kräftig zurückgegangen.

Auch um die Unternehmensinvestitionen sei es nicht gut bestellt. All dies deute auf eine weitere Erosion des Verbrauchs in dem Land hin, das für 25 Prozent der weltweiten Ölnachfrage verantwortlich sei.

Der Ölriese Exxon Mobil Corp. habe im dritten Quartal einen Rekord-Nettogewinn von 14,8 Milliarden Dollar erwirtschaftet, nach 9,4 Milliarden Dollar im Vorjahr. Abzüglich Sonderposten sei der Gewinn um 42 Prozent auf 13,38 Milliarden Dollar oder 2,59 Dollar je Aktie gestiegen. Der Umsatz sei um 35 Prozent auf 131,7 Milliarden Dollar gestiegen. Der Konsens an der Wall Street liege bei einem Gewinn von 2,39 Dollar je Aktie und einem Umsatz von 131,4 Milliarden Dollar. Wie das Unternehmen am Donnerstag weiter mitgeteilt habe, werde an dem Ziel für 2008 über Vornahme von Ausgaben bzw. Investitionen in Höhe von 25 Milliarden Dollar festgehalten.

Außerdem habe der Ölriese gemeldet, dass seine Ölfördermenge zurückgegangen sei. Die Fördermenge sei im dritten Quartal im Vergleich zum Vorjahr um 8 Prozent auf 3,6 Millionen Barrels/Tag gefallen. Dies sei von mehreren Analystenhäusern als kritisch bezeichnet worden. Eine fallende Ölfördermenge bei gleichzeitig fallenden Ölpreisen deute auf fallende Gewinne in den kommenden Quartalen hin. Exxon habe jedoch in den letzten Monaten wiederholt bekräftigt, dass die Inbetriebnahme neuer Felder dazu führen werde, dass auch die Gesamtfördermenge wieder steige. Die Investoren würden aber weiterhin skeptisch bleiben.

Auf Seiten der OPEC seien nun Streits über die beschlossene Fördermengenkürzung um 1,5 Millionen Barrels/Tag entbrannt. Die Mitgliedsstaaten der OPEC würden sich nicht wie abgesprochen an die Senkungen ihrer Förderquoten halten. OPEC President Chakib Khelil habe die Mitgliedsstaaten am Sonntag erneut aufgefordert, sich an die beschlossenen Senkungen zu halten. "Ich glaube darauf wartet der Markt gerade - zu sehen, dass es wirklich eine Senkung im Marktangebot gibt und nicht, dass es eine Entscheidung der Länder gibt, oder eine Erklärung, und noch eine Erklärung. Nur das zählt am Markt noch." (Update zur Ausgabe 22 vom 28.10.2008) (05.11.2008/ac/a/m)







 
 
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