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München (aktiencheck.de AG) - Schwierige Zeiten für die Metallindustrie: Die Preise sind auch in der letzten Woche weiter gefallen, so die Experten von "BörseGo" in ihrem Update zum "Rohstoff-Report".
Zwar würden sich die Anzeichen mehren, dass die chinesischen Schmelzereien und Bergwerke ihre Förderkapazitäten bei Aluminium, Kupfer, Nickel und Zinn senken würden. Bis die Kürzungen zu einem Rückgang des tatsächlich am Markt verfügbaren Angebots führen würden, werde noch einige Zeit vergehen. Bis dahin werde die Nachfrage weiter fallen. Im Gegensatz zur Stahlindustrie, die entschieden gehandelt und ihre Produktion gekappt habe, falle die Angebotsreaktion bei den Basismetallen nur begrenzt aus.
Die chinesische Regierung habe ein Konjunkturprogramm von 586 Milliarden US-Dollar verabschiedet (es ziele im Gegensatz zu Programmen der USA nicht darauf ab, den Konsum zu beflügeln, sondern solle in die Modernisierung der Infrastruktur investiert werden.) Die Basismetallpreise seien nur kurzzeitig von dieser Ankündigung beflügelt worden. Denn die größte Schwäche für die Basismetallnachfrage sei nicht in China, sondern außerhalb Chinas zu finden. Dort würden makroökonomische Indikatoren auf eine weitere Konjunkturabschwächung hindeuten. Die Eurozone sei offiziell in eine Rezession eingetreten (zwei aufeinanderfolgende Quartale mit schrumpfendem Bruttoinlandsprodukt). Die deutsche Industrieproduktion sei im September im Vergleich zum Vorjahr um 2,3 Prozent gefallen.
Auch in den USA würden Konjunkturindikatoren auf eine deutliche Abschwächung hindeuten. Die Beschäftigung sei im Oktober um 240.000 Stellen gefallen und trübe sich damit den zehnten Monat in Folge ein. In diesem Jahr seien in den USA 1,2 Millionen Arbeitsplätze verloren gegangen, wobei die Hälfte dieser Kürzungen in den letzten drei Monaten stattgefunden habe. Unternehmen würden den Rotstift bei den Lohnkosten ansetzen. Sie würden spüren, dass Kredite schlecht bis gar nicht verfügbar seien und würden weniger Bestellungen für ihre Produkte bekommen. Das Resultat seien noch tiefere Kostenkürzungen.
Der ISM-Index, der führende Indikator für die verarbeitende Industrie, sei im Oktober um 4,6 Punkte auf 38,9 Prozent gefallen. Das sei der niedrigste Wert seit Anfang der 1980er Jahre. Der ISM-Index sei damit auf einem Stand angelangt, der eine schwere Rezession in den USA anzeige. Der Automobilabsatz passe in dieses Bild: Im Oktober seien aufs Jahr gerechnet nur noch 10,5 Millionen Fahrzeuge verkauft worden, das sei der niedrigste Stand seit Februar 1983.
Angesichts dieser Daten dürften die Basismetallpreise weiter fallen, auch wenn einige Metalle bereits auf oder unter dem Niveau der Grenzkosten notieren würden. Solange jedoch nicht klar sei, wie weit sich die Weltwirtschaft noch abschwächen werde, dürfte kein Boden in Reichweite sein. (Update zur Ausgabe 23 vom 11.11.2008) (18.11.2008/ac/a/m)
Zwar würden sich die Anzeichen mehren, dass die chinesischen Schmelzereien und Bergwerke ihre Förderkapazitäten bei Aluminium, Kupfer, Nickel und Zinn senken würden. Bis die Kürzungen zu einem Rückgang des tatsächlich am Markt verfügbaren Angebots führen würden, werde noch einige Zeit vergehen. Bis dahin werde die Nachfrage weiter fallen. Im Gegensatz zur Stahlindustrie, die entschieden gehandelt und ihre Produktion gekappt habe, falle die Angebotsreaktion bei den Basismetallen nur begrenzt aus.
Auch in den USA würden Konjunkturindikatoren auf eine deutliche Abschwächung hindeuten. Die Beschäftigung sei im Oktober um 240.000 Stellen gefallen und trübe sich damit den zehnten Monat in Folge ein. In diesem Jahr seien in den USA 1,2 Millionen Arbeitsplätze verloren gegangen, wobei die Hälfte dieser Kürzungen in den letzten drei Monaten stattgefunden habe. Unternehmen würden den Rotstift bei den Lohnkosten ansetzen. Sie würden spüren, dass Kredite schlecht bis gar nicht verfügbar seien und würden weniger Bestellungen für ihre Produkte bekommen. Das Resultat seien noch tiefere Kostenkürzungen.
Der ISM-Index, der führende Indikator für die verarbeitende Industrie, sei im Oktober um 4,6 Punkte auf 38,9 Prozent gefallen. Das sei der niedrigste Wert seit Anfang der 1980er Jahre. Der ISM-Index sei damit auf einem Stand angelangt, der eine schwere Rezession in den USA anzeige. Der Automobilabsatz passe in dieses Bild: Im Oktober seien aufs Jahr gerechnet nur noch 10,5 Millionen Fahrzeuge verkauft worden, das sei der niedrigste Stand seit Februar 1983.
Angesichts dieser Daten dürften die Basismetallpreise weiter fallen, auch wenn einige Metalle bereits auf oder unter dem Niveau der Grenzkosten notieren würden. Solange jedoch nicht klar sei, wie weit sich die Weltwirtschaft noch abschwächen werde, dürfte kein Boden in Reichweite sein. (Update zur Ausgabe 23 vom 11.11.2008) (18.11.2008/ac/a/m)









