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Mannesmann Outperformer




10.08.99 00:00
SGZ-Bank

Die Analysten der SGZ-Bank stufen die Aktie des Mannesmann-Konzerns weiterhin als "Outperformer" ein.

Entgegen den Einschätzungen anderer Marktbeobachter bewertet die SGZ-Bank die Halbjahreszahlen und den Ausblick für die Mannesmann-Aktie positiv, da der Konzern das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit von 586 Mio. Euro im Vorjahr auf 735 Mio. Euro steigern konnte. Darüber hinaus sei der Umsatz um 7 Prozent gewachsen und der Gewinn nach Steuern habe sich um 10 Prozent auf 250 Mio. Euro erhöht.

Den größten Anteil an dieser positiven Entwicklung trage die Sparte der Telekommunikation. Im ersten Halbjahr 1999 sei der Gewinn in diesem Bereich um 287 Mio. Euro auf 643 Mio. Euro gestiegen. Damit habe die Telekommunikation gut 87 Prozent zum Konzerngeschäftsergebnis getragen und mit 34 Prozent das größte Umsatzwachstum verzeichnet. Grund für diese Entwicklung seien, nach Ansicht der Analysten, die enormen Wachstumsraten im Mobilfunk. Nachdem sich im vergangenen Jahr pro Monat 220.000 Neukunden für das D2-Netz entschieden hätten, zähle das Unternehmen mittlerweile 7,3 Mio. Teilnehmer und sei damit, gemessen an der Teilnehmerzahl, Marktführer in Deutschland.

Die Festnetzgesellschaft Otelo, welche Ende Mai von Mannesmann übernommene worden sei, habe in den Halbjahreszahlen erst ab Juni berücksichtigt werden können. Dennoch habe Sie mit 46 Mio. Euro zum Umsatzwachstum von Arcor auf 541 Mio. Euro beigetragen. Ebenfalls unberücksichtigt seien die Aufstockungen der Beteiligungen an den italienischen Gesellschaften Omnitel und Infostrada geblieben. Beide Unternehmen hätten im ersten Halbjahr ein beachtliches Wachstum vorzeigen können und würden den Gesamtumsatz von Mannesmann am Ende des Jahres deutlich steigern. Infostrada wolle insbesondere mit neuen Portalen den Kunden einen attraktiven Zugang zum Internet verschaffen und strebe damit die Marktführerschaft im Internet in Italien an. Aufgrund der Goodwill-Abschreibungen der beiden Gesellschaften, sei zum Jahresende mit einem leichten Rückgang des Jahresüberschusses 1999 zu rechnen, da diese Abschreibungen vom Mannesmann-Konzern nicht steuerlich geltend gemacht werden könnten und somit mit einer höheren Steuerquote zu rechnen sei. Da dieser Effekt nur das Jahr 1999 betreffe, werde er nach Meinung der Analysten, nur geringe Bedeutung für die Gesamtkonzernentwicklung haben.

Die klassischen Geschäftsbereiche Maschinen- und Anlagenbau, Automobilzulieferung und Röhren konnten die Ergebnissteigerung der Telekommunikationssparte nicht nachvollziehen. Durch die sukzessive Umgestaltung des Produktportfolios des Konzerns seit 1994 zu Gunsten des Wachstumsmarktes Telekommunikation und zu Lasten der anderen Segmente, erwarten die Analysten, dass das Unternehmen zum Ende diesen Jahres zu 69 Prozent im Telekommunikationsbereich tätig sein wird und leiten daraus künftiges Gewinnwachstum ab.








 
 

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