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M&A-Markt im Fokus




21.07.10 12:09
INVESCO

Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Im zweiten Quartal 2010 wurden die europäischen Aktienmärkte von Sorgen über die europäische Schuldenkrise und ein erneutes Abgleiten in eine Rezession überschattet, so Luke Stellini, European Product Director bei INVESCO Perpetual, in der aktuellen "Monthly Summary" des Henley European Equity-Teams.

Auch in diesem Umfeld würden die europäischen Aktienexperten von INVESCO Perpetual in Henley weiter attraktive Investmentchancen sehen. Zum einen würden sie die Gelegenheit für einen Einstieg in Aktien nutzen, die sie für zu Unrecht abgestraft halten würden. Außerdem würden sie gute Chancen sehen, dass ein weiteres attraktives Anlagethema in den kommenden Monaten wieder an Bedeutung gewinne: M&A-Aktivitäten, die allgemein eine positive Korrelation mit der Aktienmarktperformance vorweisen würden.

Die jüngste Krise und der anhaltend unsichere gesamtwirtschaftliche Ausblick hätten das M&A-Volumen gemessen an der gesamten Marktkapitalisierung auf den niedrigsten Stand seit 1993 gedrückt. "Dabei sind die Bedingungen für Übernahmen und Fusionen günstig", schreibe Luke Stellini. "Generell kommt es zu einer Belebung am M&A-Markt, wenn die Unternehmen optimistischer bezüglich der konjunkturellen Aussichten werden. Weitere wichtige Faktoren sind die Bewertungskennzahlen der Zielunternehmen, der Kurs der Aktien des Käufers sowie der Zustand der Unternehmensbilanzen und ihr Zugang zu Kapital."

Die europäischen Aktienexperten von INVESCO Perpetual würden Aktien aktuell für günstig halten - und zwar sowohl absolut als auch im Vergleich zu Unternehmensanleihen. Dadurch würden sich einerseits Chancen für günstige Übernahmen eröffnen, andererseits würden niedrige Bewertungen aber das Potenzial für die Nutzung eigener Aktien als Akquisitionswährung begrenzen. Durch die krisenbedingten Aufräumarbeiten seien die Bilanzen vieler Unternehmen aber inzwischen grundsolide, und viele würden über ausreichend Liquidität zur Finanzierung von Akquisitionen verfügen.

An erster Stelle sehe Stellini hier den Technologiesektor, gefolgt von der Gesundheitsbranche. "Insgesamt scheint genug Pulver vorhanden zu sein", habe er gesagt. "Die Tatsache, dass hochklassige Unternehmen im Gegensatz zu Unternehmen minderer Qualität auch die Anleihemärkte und Bankenfinanzierungen anzapfen können, bestätigt den Aufschlag, den wir bei Qualitätsunternehmen aktuell für gerechtfertigt halten."

Zusätzlich würden die europäischen Aktienexperten von INVESCO Perpetual positive Ertragseffekte aus cash-finanzierten Übernahmen erwarten. "Angesichts der niedrigen Geldmarktzinsen dürfte es sich rentieren, liquide Mittel eher in die Wachstumsstory und Rationalisierung eines anderen Unternehmens zu investieren", so die Experten.

Nach den drastischen Kürzungen von Ende 2008 bis Anfang 2009 würden sie die wieder anziehenden Investitionsausgaben sowie die jüngst wieder zunehmenden M&A-Ankündigungen und -Spekulationen als Hinweis interpretieren, dass die Unternehmen "nicht mehr nur ans Überleben, sondern auch wieder ans Wachsen denken". An den von ihnen analysierten historischen Daten ließe sich ablesen, dass ein Anstieg der Investitionsausgaben meist auch von einer Belebung des M&A-Marktes gefolgt sei.

Im aktuellen Umfeld, meine Stellini, würden einige prominente Übernahmen hier ein deutliches Signal aussenden, dass das Bewertungsniveau attraktiv sei und sich der Ausblick wieder soweit aufgehellt habe, dass es sich lohne, angehäufte Barreserven zu investieren. "Die Rahmenbedingungen stimmen, nur der Appetit fehlt noch", so sein Fazit. (21.07.2010/ac/a/m)







 
 

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