MME nicht zeichnen




14.11.00 00:00
IPO-Reporter

Die Analysten von IPO-Reporter empfehlen derzeit die Aktien von MME (WKN 576115) nicht zu zeichnen.

Die "Bravo" stehe nicht nur für die Kultur einer ganzen Generation, sondern sei auch einer der Wachstumsträger der anstehenden Neuemission Me, Myself & Eye AG (MME). Die Hamburger Produktionsfirma versuche mit diesem Format seit einiger Zeit sehr erfolgreich die interessante Zielgruppe der 14 bis 29 jährigen zu erreichen. MME habe sich auf Auftragsproduktionen spezialisiert. Zu den bekanntesten Formaten würden neben "BravoTV" sicherlich "The Dome", "Top of the Tops" oder "Peep" zählen. Nach dem Erfolg von "Big Brother" im letzten Jahr sei man aber auch auf den Zug der "Reality-Shows“ aufgesprungen. So habe man in Zusammenarbeit mit SAT.1 das "Inselduell“ gestartet und damit die ersten Erfolge erzielen können. Kurz nach dem Börsengang solle mit dem "Girlscamp“ das zweite Format starten.

Neben diesen Fernsehformaten habe sich das Unternehmen aber auch mit Dokumentarfilmen einen Namen gemacht. So habe die Musik-Doku "Pop 2000“ zwei Grimme-Preise erringen können. Den Erfolg im Fernsehen wolle man in der Zukunft aber auch auf das Internet übertragen. Dafür sollten die rund 25.000 Musikvideos und 8.000 Interviews des MME-Archivs digitalisiert und somit für das Internet nutzbar gemacht werden. Erste wichtige Schritte seien mit dem eigenen Portal "eyedoo.de“ und der in Zusammenarbeit mit der Deutschen Entertainment AG geplanten Plattform "ShowNet“ bereits getan. Langfristig sollten aus diesem Bereich rund 22% der Umsätze stammen. Diese hätten im vergangenen Jahr bei rund 47 Millionen DM gelegen. Dieses Jahr seien rund 50 Millionen DM eingeplant worden. Dabei sei 1999 ein kleiner Gewinn erzielt worden. Im kommenden Jahr werde mit einer Umsatzverdopplung auf 98 Millionen DM gerechnet. Langfristig sollten die Wachstumsraten dann bei circa 30% liegen.

MME wolle en Emissionserlös zum Ausbau der etablierten und zum weiteren Aufbau der neuen Geschäftsbereiche verwenden. Insbesondere seien im Geschäftsbereich TV-Produktion die Ergänzung der Auftragsproduktionen um Lizenzproduktionen, die Akquisition wichtiger strategischer Partner, die Weiterentwicklung einzelner Formate zu Spartenkanälen und den Erwerb von Rechten sowie von internationalen Erfolgsformaten geplant. Im Geschäftsbereich Musik solle der Ausbau des Artist & Repertoire-Bereichs sowie die Akquisition von Musikverlagskatalogen und der Aufbau zu Verlags- und Tonträgerrechten finanziert werden. Für den Geschäftsbereich Neue Medien werde der Nettoerlös hauptsächlich für den Markenaufbau der eigenen Produkte sowie für den Erwerb von Content und die Technik für das Playout Center verwendet werden.

Nach Meinung von IPO-Reporter bewege sich das Unternehmen auf einem grundsoliden Fundament. MME verfüge über eine exzellent eingeführten Namen und gutlaufende Produkte. Dennoch rate IPO-Reporter unter den jetzigen Marktbedingungen von einer Zeichnung ab. Bei einer Verbesserung der Börsensituation dürfte sich aber ein Einstieg in die Aktien der Hamburger lohnen. Sollten sich dann auch die ersten Erfolgsmeldungen im Bereich Eigenproduktionen und Internet einstellen, dürfte einer Kurssteigerung nichts mehr im Wege stehen. Vorher sei ein Engagement allerdings als spekulativ zu bezeichnen.








 
 
hier klicken zur Chartansicht

Handelsplatz Letzter Veränderung  Zeit
  = Realtime
Aktien des Tages

Meistgelesene Artikel
Aktuelle Diskussionen
RSS Feeds




Bitte warten...