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Linde Gewinnmitnahme




06.01.10 14:57
Oldenburgische Landesbank

Oldenburg (aktiencheck.de AG) - Christoph Siebecke, Analyst der Oldenburgischen Landesbank, rät bei der Aktie von Linde zur Gewinnmitnahme.

Auch die Linde Group habe die Auswirkungen der weltweiten Rezession zu spüren bekommen, dennoch hätten die Münchener überzeugen können. Die Nettoergebnisse der vergangenen vier Quartale seien durchweg positiv gewesen. Das zweite Quartal 2009 sei mit einem Gewinn von 133 Mio. Euro abgeschlossen worden. Dies entspreche einem Rückgang gegenüber dem Vorjahresquartal von 38%. Eine erste Trendumkehr sei aber bereits abzusehen.

Im dritten Quartal hätten die Erwartungen sogar übertroffen werden können. Der Umsatz sei auf 2,84 Mrd. Euro geklettert, während das Nettoergebnis bei 169 Mio. Euro gelegen habe und damit nur 4,5% unter dem Vorjahreswert, obgleich der Umsatz im selben Vergleichszeitraum um 9,5% zurückgegangen sei. Die Sparmaßnahmen würden demnach die gewünschte Wirkung erzielen.

Aufgrund des üppig bestückten Auftragbestands werde sowohl für das vierte Quartal 2009 als auch für das Geschäftsjahr 2010 ein ordentliches Ergebnis erwartet. Analysten würden für 2010 einen Umsatz von 11,97 Mrd. Euro und ein Betriebsergebnis von 1,59 Mrd. Euro sehen. Damit hätte man in etwa wieder das Niveau von 2008 erreicht. In 2010 würden somit zwei Faktoren zusammenkommen, sinkende Kosten und steigende Umsätze. Von daher sollten sich die Geschäftsaussichten weiter aufhellen.

Linde verfüge mit Wolfgang Reitzle über einen der fähigsten Manager Deutschlands. Dass Reitzle trotz vielfacher Abwerbeversuche bei Linde geblieben sei, spreche klar für das Unternehmen und seinen Vorsitzenden. Dies helfe bei der stetigen Entwicklung des Unternehmens. Mittlerweile sei Linde weltweit aktiv und erschließe sich neue Märkte, besonders im arabischen Raum. In den nächsten Jahren würden zusätzliche Großaufträge aus dieser Region winken.

Aber auch in anderen Regionen könnten die Münchener zulegen. So hätten erst kürzlich drei Großaufträge aus Russland im Wert von 530 Mio. Euro herangezogen werden können. Auch bei der Entschuldung komme Linde voran. Seit der BOC-Übernahme in 2006 habe man bereits 5 Mrd. Euro des ursprünglichen Schuldenbergs abgetragen.

Dennoch würden sich die Nettoschulden immer noch auf gute 6,6 Mrd. Euro belaufen. Der Zinsaufwand hierfür liege bei knapp 500 Mio. Euro. Ein kompletter Abbau der Verschuldung werde aber noch einige Jahre beanspruchen. Operativ laufe das Geschäft bei Linde gut und in 2010 werde man sehr gute Ergebnisse präsentieren können. Die Aktienkursentwicklung in 2009 habe diesen positiven Trend bereits zu einem guten Teil eingepreist und treffe nun charttechnisch auf zunehmende Widerstände.

Trotz der durchweg positiven Nachrichten und der immer noch fairen Bewertung raten die Analysten der Oldenburgischen Landesbank Anlegern dazu, bei der Aktie von Linde Gewinne mitzunehmen. (Analyse vom 06.01.2010) (06.01.2010/ac/a/d)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.








 
 
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