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Leoni halten




30.08.02 10:12
Sparkasse Bremen

Die Analysten der Sparkasse Bremen sehen die Aktien von Leoni (WKN 647600) weiterhin als Halteposition.

Der Leoni-Konzern produziere Drähte und Kabel für verschiedene Anwendungen sowie komplette Bordnetzsysteme für die Automobilindustrie. In einem modernen Pkw würden etwa 2000 Meter Kabel verlegt. Aus Kostengründen werde hauptsächlich außerhalb Deutschlands produziert. Aufgrund der schwächer als erwarteten Konjunkturentwicklung sei das Geschäft von Leoni ohne Impulse geblieben. Der Quartalsumsatz sei mit 282,7 Mio. Euro (+0,7%) praktisch unverändert geblieben. Das Ebit (earnings before interest & taxes = Gewinn vor Steuern & Zinsen) sei um 4,3% auf 13,5 Mio. Euro gefallen.

Trotz der rückläufigen Automobilproduktion habe der Bereich Bordnetzsysteme den Umsatz ausweiten und sein Ergebnis halten können. Der Bereich Kabel habe einen Rückgang bei Umsatz und Ergebnis verzeichnet. Der kleinste Bereich Draht habe unter der anhaltenden Investitionszurückhaltung der Telekommunikations- und IT-Industrie gelitten, weshalb der Umsatz über 20% unter dem Vorjahr gelegen habe. Durch Sparmaßnahmen und Personalabbau sei in diesem Bereich ein Verlust verhindert worden.

Für 2002 erwarte der Vorstand ein Umsatzwachstum von 3%. Das Ebit werde aufgrund der zögerlichen Konjunkturerholung nur auf Höhe des Vorjahres liegen. Die einzelnen Bereiche würden ihre uneinheitliche Entwicklung fortsetzen. Aufgrund seines geringen Umfangs werde sich das schwache Drahtgeschäft kaum auf das Gesamtergebnis auswirken. Durch die Umstellung der Bilanzierungsmethode auf US-GAAP sei im 1. Quartal ein Sondereffekt von +17 Mio. Euro angefallen. Deutliche Umsatzzuwächse würden erst im Jahr 2004 erwartet, wenn Leoni Bauteile für die neue A-Klasse von Mercedes-Benz und die Opel-Modelle Astra und Zafira liefern werde. Hierfür baue der Konzern ein neues Werk in der Ukraine.

Leoni bleibe von Gewinneinbrüchen verschont. Dem Geschäft würden aufgrund der schwachen Konjunkturlage aber die Impulse fehlen. Diese würden erst 2004 aus den neuen Großaufträgen stammen.

Trotz der günstigen Bewertung stufen die Analysten der Sparkasse Bremen die Aktie von Leoni weiterhin mit „halten“ ein.








 
 

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