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Gerbrunn (aktiencheck.de AG) - Anfang Juli dieses Jahres prophezeiten die Experten vom "Rohstoff-Trader" bereits aufgrund einer eingehenden fundamentalen Betrachtung bei Kupfer einen massiven Preisverfall.
Derzeit seien erste Stimmen zu hören, die von einer Unterbewertung des Basismetalls sprechen würden. Die Experten vom "Rohstoff-Trader" vermögen eine solche nicht auszumachen. Hauptgrund für ihre nach wie vor pessimistische Haltung in Bezug auf steigende Kupfer-Notierungen seien die jüngst veröffentlichten Daten der International Copper Study Group. Für das laufende Jahr hätten die Experten einen globalen Angebotsüberschuss von 109.000 Tonnen angekündigt. Noch schlimmer solle es in 2009 kommen. Für das nächste Jahr stelle man ein Überangebot von fast schon beängstigenden 265.000 Tonnen in Aussicht. Angesichts dessen sei klar, dass sich der Trend zu einem weiteren Anstieg der Lagerbestände nicht nur fortsetzen, sondern sogar erheblich verschärfen werde.
Ursächlich dafür sei zum einen die signifikante Ausweitung der Minen-Produktion. In 2008 dürfte das Plus bei etwa zwei Prozent liegen. Im kommenden Jahr würden die "Auguren" jedoch von einem Anstieg um elf Prozent sprechen. Dass diese Entwicklung eine großartige Überraschung darstelle, könne man beim besten Willen nicht sagen. Die signifikanten Kurszuwächse beim "roten Metall" in der Vergangenheit hätten die Kupfer-Förderung zu einem sehr lukrativen Geschäft gemacht.
Insofern sei es nur folgerichtig, dass viele Minen-Betreiber ihre Kapazitäten merklich ausgeweitet und zudem immer neue Lagerstätten erschlossen hätten. Gehe man davon aus, dass eine neue Mine eine Vorlaufzeit von etwa fünf Jahren habe, würden im kommenden Jahr die Liegenschaften in Produktion gehen, die etwa 2004 exploriert worden seien. Da der Kupferpreis allerdings danach nochmals kräftig habe zulegen können, seien die elf Prozent Plus für 2009 lediglich die Spitze des Eisberges. Die Experten könnten sich vorstellen, dass der Markt in den folgenden Jahren Angebotszuwächse verkraften müsse, von denen heute noch niemand zu träumen wage.
Letztlich wäre die Produktionsausweitung ja gar nicht so schlimm, wenn die Nachfrage damit Schritt halten könnte. Aber genau das sei nicht der Fall. Dass die Finanzkrise inzwischen in den meisten Ländern die reale Wirtschaft erreicht habe, sei ein offenes Geheimnis und zumindest für 2009 und wohl auch noch für 2010 müsse speziell in den westlichen Industriestaaten mit rezessiven Tendenzen gerechnet werden.
In China sei die Lage zugegebenermaßen nicht ganz so schlimm, aber auch im "Reich der Mitte" werde nur "mit Wasser gekocht". Eine deutliche Abschwächung des Wirtschaftswachstums sollte in jedem Fall einkalkuliert werden. Von daher dürften die Zeiten der stetig wachsenden Kupfer-Nachfrage bis auf weiteres der Vergangenheit angehören. Im Gegenteil: Bei nüchterner Betrachtung müsse mit signifikanten Rückgängen beim Verbrauch gerechnet werden.
Alles in allem würden sich die fundamentalen Rahmenbedingungen also überaus "bärisch" präsentieren. Es möge verständlich erscheinen, dass einige Anleger nach dem massiven Preisverfall der letzten Monate bei Kupfer eine Long-Chance wittern würden. Doch von einer Unterbewertung des "roten Metalls" könne beim besten Willen keine Rede sein, vor allem weil alles dafür spreche, dass sich das Überangebot weiter stark ausweiten werde.
Außerdem sollte man sich einmal vor Augen führen, wo Kupfer eigentlich herkomme. Noch Ende 2001 habe ein amerikanisches Pfund Kupfer etwa 70 US-Cents gekostet. Verglichen damit seien die 185 US-Cents aktuell ganz bestimmt kein "Schnäppchenpreis". Ob man zum jetzigen Zeitpunkt noch "short" gehen sollte, sei schwer zu sagen. Long jedoch sei auf längere Sicht fast schon unverantwortlich.
Auch aus technischer Sicht stelle sich die Lage eher düster dar: Der Abwärtstrend seit Juli dieses Jahres sei vollständig intakt und Kupfer notiere trotz des starken gestrigen Rebounds nach wie vor unter seiner 18-Tage-Linie. Außerdem könnten selbst Berufs-Optimisten beim Blick auf den Chart nicht ansatzweise die Ausbildung eines tragfähigen Bodens erkennen.
Dennoch bestehe eine gewisse Wahrscheinlichkeit, dass sich die laufende Gegenreaktion noch etwas fortsetze, zumal sowohl die Stochastik als auch der MACD aktuell ein Kaufsignal generieren würden. Nicht vergessen sollte man aber, dass sich der RSI unverändert im "bärischen" Bereich befinde. Vorstellbar sei zumindest ein Test der Widerstandsmarke bei 220 US-Cents. Werde diese "geknackt", könnte es sogar bis 250 US-Cents hoch gehen. Von einer generellen Trendwende könnte erst bei Kursen jenseits von 280 US-Cents gesprochen werden. Dass wir diese sehen, erachten die Experten vom "Rohstoff-Trader" aber für nahezu ausgeschlossen. (31.10.2008/ac/a/m)
Derzeit seien erste Stimmen zu hören, die von einer Unterbewertung des Basismetalls sprechen würden. Die Experten vom "Rohstoff-Trader" vermögen eine solche nicht auszumachen. Hauptgrund für ihre nach wie vor pessimistische Haltung in Bezug auf steigende Kupfer-Notierungen seien die jüngst veröffentlichten Daten der International Copper Study Group. Für das laufende Jahr hätten die Experten einen globalen Angebotsüberschuss von 109.000 Tonnen angekündigt. Noch schlimmer solle es in 2009 kommen. Für das nächste Jahr stelle man ein Überangebot von fast schon beängstigenden 265.000 Tonnen in Aussicht. Angesichts dessen sei klar, dass sich der Trend zu einem weiteren Anstieg der Lagerbestände nicht nur fortsetzen, sondern sogar erheblich verschärfen werde.
Ursächlich dafür sei zum einen die signifikante Ausweitung der Minen-Produktion. In 2008 dürfte das Plus bei etwa zwei Prozent liegen. Im kommenden Jahr würden die "Auguren" jedoch von einem Anstieg um elf Prozent sprechen. Dass diese Entwicklung eine großartige Überraschung darstelle, könne man beim besten Willen nicht sagen. Die signifikanten Kurszuwächse beim "roten Metall" in der Vergangenheit hätten die Kupfer-Förderung zu einem sehr lukrativen Geschäft gemacht.
Insofern sei es nur folgerichtig, dass viele Minen-Betreiber ihre Kapazitäten merklich ausgeweitet und zudem immer neue Lagerstätten erschlossen hätten. Gehe man davon aus, dass eine neue Mine eine Vorlaufzeit von etwa fünf Jahren habe, würden im kommenden Jahr die Liegenschaften in Produktion gehen, die etwa 2004 exploriert worden seien. Da der Kupferpreis allerdings danach nochmals kräftig habe zulegen können, seien die elf Prozent Plus für 2009 lediglich die Spitze des Eisberges. Die Experten könnten sich vorstellen, dass der Markt in den folgenden Jahren Angebotszuwächse verkraften müsse, von denen heute noch niemand zu träumen wage.
In China sei die Lage zugegebenermaßen nicht ganz so schlimm, aber auch im "Reich der Mitte" werde nur "mit Wasser gekocht". Eine deutliche Abschwächung des Wirtschaftswachstums sollte in jedem Fall einkalkuliert werden. Von daher dürften die Zeiten der stetig wachsenden Kupfer-Nachfrage bis auf weiteres der Vergangenheit angehören. Im Gegenteil: Bei nüchterner Betrachtung müsse mit signifikanten Rückgängen beim Verbrauch gerechnet werden.
Alles in allem würden sich die fundamentalen Rahmenbedingungen also überaus "bärisch" präsentieren. Es möge verständlich erscheinen, dass einige Anleger nach dem massiven Preisverfall der letzten Monate bei Kupfer eine Long-Chance wittern würden. Doch von einer Unterbewertung des "roten Metalls" könne beim besten Willen keine Rede sein, vor allem weil alles dafür spreche, dass sich das Überangebot weiter stark ausweiten werde.
Außerdem sollte man sich einmal vor Augen führen, wo Kupfer eigentlich herkomme. Noch Ende 2001 habe ein amerikanisches Pfund Kupfer etwa 70 US-Cents gekostet. Verglichen damit seien die 185 US-Cents aktuell ganz bestimmt kein "Schnäppchenpreis". Ob man zum jetzigen Zeitpunkt noch "short" gehen sollte, sei schwer zu sagen. Long jedoch sei auf längere Sicht fast schon unverantwortlich.
Auch aus technischer Sicht stelle sich die Lage eher düster dar: Der Abwärtstrend seit Juli dieses Jahres sei vollständig intakt und Kupfer notiere trotz des starken gestrigen Rebounds nach wie vor unter seiner 18-Tage-Linie. Außerdem könnten selbst Berufs-Optimisten beim Blick auf den Chart nicht ansatzweise die Ausbildung eines tragfähigen Bodens erkennen.
Dennoch bestehe eine gewisse Wahrscheinlichkeit, dass sich die laufende Gegenreaktion noch etwas fortsetze, zumal sowohl die Stochastik als auch der MACD aktuell ein Kaufsignal generieren würden. Nicht vergessen sollte man aber, dass sich der RSI unverändert im "bärischen" Bereich befinde. Vorstellbar sei zumindest ein Test der Widerstandsmarke bei 220 US-Cents. Werde diese "geknackt", könnte es sogar bis 250 US-Cents hoch gehen. Von einer generellen Trendwende könnte erst bei Kursen jenseits von 280 US-Cents gesprochen werden. Dass wir diese sehen, erachten die Experten vom "Rohstoff-Trader" aber für nahezu ausgeschlossen. (31.10.2008/ac/a/m)








