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Im November des Jahres 1998 schrieben die Analysten der Landesbank Schleswig-Holstein in ihrem Small Cap-Report über die in München ansässige Knürr AG (WKN 629 693):
"Unvorhergesehen aufgetretene Probleme bei der Einführung der neuen Software
werden nun für den Gewinneinbruch (...) verantwortlich gemacht. Da es sich bei diesen Kosten um einmalige Belastungen handelt, sollte die wahre Ertragskraft
der Unternehmensgruppe im kommenden Geschäftsjahr voll zum Tragen kommen. Neben einem Umsatzanstieg auf ca. 400 Mio. DM bis zur Jahrtausendwende verfolgt das Management der Knürr AG auch ambitionierte Ziele bei den Ertragssteigerungen."
Leider habe die bittere Realität bei diesem führenden Systemanbieter für die Telekommunikationsindustrie gänzlich anders ausgesehen. Aus den Problemen bei der Einführung einer neuen Unternehmenssoftware sei eine komplette Pannenserie geworden, die erst mit dem Abschluss des 3.Quartals des gerade abgelaufenen Geschäftsjahres 1999 "endgültig" ad acta gelegt werden konnte.
Durch das sehr erfreulich verlaufene letzte Quartal gelinge Knürr auch wieder der nachhaltige Sprung in die Gewinnzone? was zur Jahresmitte noch in keinster Weise als selbstverständlich angesehen werden konnte, da sich bis zu diesem Zeitpunkt ein Verlust von 4,5 Mio. DM angehäuft hatte. Nun, nach zwei deutlich verfehlten Ertragsprognosen, müsse das Unternehmen versuchen, das Vertrauen der Investoren zurückzugewinnen und den Ertrag nachhaltig zu stärken.
Da sich die Knürr AG in einem Wachstumsmarkt befinde, seien die organischen Voraussetzungen für eine markante Ergebnisverbesserung durchaus gegeben. So produziere das Unternehmen als Systemanbieter In-und Outdoor-Schränke incl. Klima- und Stromtechnikkomponenten für die Mobilfunkbasisstationen der
Telekommunikationsunternehmen. Die Kundenliste umfasse so illustre Namen wie Lucent, Nortel Data, Ericsson oder auch Vodafone/Mannesmann. Um eine zügige Expansion im asiatischen Raum zu gewährleisten und da ein Großteil des Umsatzes in China erzielt werde, habe Knürr eine Produktionspartnerschaft mit einem mittelständischen Unternehmen vor Ort geschlossen.
Ein weiterer Bereich mit Wachstumsperspektiven sei die Vernetzungstechnik. Hier sollten durchschnittliche Steigerungsraten von 20% mit Kunden wie Siemens oder auch der Deutschen Telekom in den nächsten Jahren erzielt werden. Beide Unternehmensbereiche seien im nordamerikanischen Raum noch deutlich unterrepräsentiert und sollten daher in den kommenden 3 Jahren von 7% Umsatzanteil auf mindestens 20% ausgebaut werden. Die notwendige Marktnähe solle u.a. durch die Verdoppelung der Servicecenter auf dann 6 erreicht werden. Sehr erfreulich habe sich in den letzten 4 Monaten das ertragsstarke "day-to-day"-Geschäft stabilisiert, welches durch die Softwareproblematik am stärksten getroffen worden sei. Dies habe in 1999 zu einer markanten Margenerosion geführt, sei jedoch auch der Garant für eine nachhaltige Ertragsverbesserung für das gerade angelaufene Geschäftsjahr.
Nachdem das Management in den letzten 2 Jahren mit den Prognosen arg "daneben" gelegen habe, würden die Zukunftserwartungen nun deutlich vorsichtiger formuliert. Für das Jahr 2000 erwarten die Analysten nun einen Umsatz von 320 Mio. DM (nach ca. 285 Mio. DM in 1999) und 350/360 Mio. DM für das Geschäftsjahr 2001. Beim Ertrag erwarten die Anlagestrategen einen Gewinn von 3 - 3,5 Mio. Euro (nach 1-2 Mio. Euro in 1999) und 4,5 - 5 Mio. Euro für 2001, was einem Gewinn pro Aktie von 12 Euro bzw. 16 Euro entspreche. Bei einem aktuellen Kurs von 53 Euro (der Empfehlungskurs vom November 1998 habe bei umgerechnet 68 Euro gelegen) ergebe sich somit eine optisch sehr günstige Bewertung. Diese Bewertungsrelation müsse jedoch auch im Verhältnis zu der extremen Marktenge gesehen werden. Weiterhin werde die Knürr AG weder im Neuen Markt noch im S-Dax gelistet und stehe daher kaum im Rampenlicht der Investoren. Dennoch empfehlen die Analysten die Vorzugsaktien der Knürr AG weiterhin mit Kursziel 120 Euro zum Kauf.
Spätestens mit der Veröffentlichung der Zahlen für das 1.Quartal sollte der sich nun abzeichnende "Turnaround" bestätigt werden, so die Experten. Eine angestrebte verbesserte Öffentlichkeitsarbeit, die jedoch nicht vor dem 2. Halbjahr zu erwarten sei, sollte dem Titel zusätzliche Kursfantasie verleihen können, heißt es.
"Unvorhergesehen aufgetretene Probleme bei der Einführung der neuen Software
werden nun für den Gewinneinbruch (...) verantwortlich gemacht. Da es sich bei diesen Kosten um einmalige Belastungen handelt, sollte die wahre Ertragskraft
der Unternehmensgruppe im kommenden Geschäftsjahr voll zum Tragen kommen. Neben einem Umsatzanstieg auf ca. 400 Mio. DM bis zur Jahrtausendwende verfolgt das Management der Knürr AG auch ambitionierte Ziele bei den Ertragssteigerungen."
Leider habe die bittere Realität bei diesem führenden Systemanbieter für die Telekommunikationsindustrie gänzlich anders ausgesehen. Aus den Problemen bei der Einführung einer neuen Unternehmenssoftware sei eine komplette Pannenserie geworden, die erst mit dem Abschluss des 3.Quartals des gerade abgelaufenen Geschäftsjahres 1999 "endgültig" ad acta gelegt werden konnte.
Da sich die Knürr AG in einem Wachstumsmarkt befinde, seien die organischen Voraussetzungen für eine markante Ergebnisverbesserung durchaus gegeben. So produziere das Unternehmen als Systemanbieter In-und Outdoor-Schränke incl. Klima- und Stromtechnikkomponenten für die Mobilfunkbasisstationen der
Telekommunikationsunternehmen. Die Kundenliste umfasse so illustre Namen wie Lucent, Nortel Data, Ericsson oder auch Vodafone/Mannesmann. Um eine zügige Expansion im asiatischen Raum zu gewährleisten und da ein Großteil des Umsatzes in China erzielt werde, habe Knürr eine Produktionspartnerschaft mit einem mittelständischen Unternehmen vor Ort geschlossen.
Ein weiterer Bereich mit Wachstumsperspektiven sei die Vernetzungstechnik. Hier sollten durchschnittliche Steigerungsraten von 20% mit Kunden wie Siemens oder auch der Deutschen Telekom in den nächsten Jahren erzielt werden. Beide Unternehmensbereiche seien im nordamerikanischen Raum noch deutlich unterrepräsentiert und sollten daher in den kommenden 3 Jahren von 7% Umsatzanteil auf mindestens 20% ausgebaut werden. Die notwendige Marktnähe solle u.a. durch die Verdoppelung der Servicecenter auf dann 6 erreicht werden. Sehr erfreulich habe sich in den letzten 4 Monaten das ertragsstarke "day-to-day"-Geschäft stabilisiert, welches durch die Softwareproblematik am stärksten getroffen worden sei. Dies habe in 1999 zu einer markanten Margenerosion geführt, sei jedoch auch der Garant für eine nachhaltige Ertragsverbesserung für das gerade angelaufene Geschäftsjahr.
Nachdem das Management in den letzten 2 Jahren mit den Prognosen arg "daneben" gelegen habe, würden die Zukunftserwartungen nun deutlich vorsichtiger formuliert. Für das Jahr 2000 erwarten die Analysten nun einen Umsatz von 320 Mio. DM (nach ca. 285 Mio. DM in 1999) und 350/360 Mio. DM für das Geschäftsjahr 2001. Beim Ertrag erwarten die Anlagestrategen einen Gewinn von 3 - 3,5 Mio. Euro (nach 1-2 Mio. Euro in 1999) und 4,5 - 5 Mio. Euro für 2001, was einem Gewinn pro Aktie von 12 Euro bzw. 16 Euro entspreche. Bei einem aktuellen Kurs von 53 Euro (der Empfehlungskurs vom November 1998 habe bei umgerechnet 68 Euro gelegen) ergebe sich somit eine optisch sehr günstige Bewertung. Diese Bewertungsrelation müsse jedoch auch im Verhältnis zu der extremen Marktenge gesehen werden. Weiterhin werde die Knürr AG weder im Neuen Markt noch im S-Dax gelistet und stehe daher kaum im Rampenlicht der Investoren. Dennoch empfehlen die Analysten die Vorzugsaktien der Knürr AG weiterhin mit Kursziel 120 Euro zum Kauf.
Spätestens mit der Veröffentlichung der Zahlen für das 1.Quartal sollte der sich nun abzeichnende "Turnaround" bestätigt werden, so die Experten. Eine angestrebte verbesserte Öffentlichkeitsarbeit, die jedoch nicht vor dem 2. Halbjahr zu erwarten sei, sollte dem Titel zusätzliche Kursfantasie verleihen können, heißt es.








