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Aktien der Kinowelt Medien AG (WKN 628590) bei Kursstärke verkaufen, so lautet die Empfehlung von Wertpapieranalysten der Norddeutschen Landesbank.
Noch schlechter als das enttäuschende Jahr 2000 sei das erste Quartal 2001 verlaufen, in dem bei Umsätzen von 71 Mio. Euro ein negatives EBIT von 30,3 Millionen Euro nach +7,7 Millionen Euro verbucht worden sei. Ins Minus seien auch das Nettoergebnis und das Ergebnis je Aktie gerutscht. Dazu hätten außerordentliche Belastungen ebenso bei wie das von -1,5 auf -8,1 Mio. Euro verschlechterte Finanzergebnis und Verluste im Merchandising sowie im Kerngeschäft Lizenzhandel beigetragen. Den von 136 auf 70 Mio. Euro fast halbierten liquiden Mitteln stünden kurzfristige Verbindlichkeiten von 238 Mio. Euro und langfristige Schulden von 254 Mio. Euro gegenüber.
Das noch im April bestätigte Gewinnziel für das Gesamtjahr 2001 sei inzwischen drastisch nach unten korrigiert worden. Erwartet werde jetzt bei Umsätzen von 358 Mio. Euro nur noch ein EBIT unter dem Vorjahresniveau. Weder operativ noch nach Steuern gehe der Vorstand jedoch von einem Verlust aus.
Ohne Angaben zum Volumen zu veröffentlichen, habe Kinowelt den Verkauf von 40 Spielfilmen, darunter einige Streifen aus dem 1999 erworbenen Warner Brothers-Paket, an das ZDF bekannt gegeben.
Auffälligkeiten beim Handel mit Kinowelt-Aktien einen Tag vor Veröffentlichung der enttäuschenden Zahlen für 2000 hätten zur Einleitung förmlicher Untersuchungen durch das Bundesaufsichtsamt für den Wertpapierhandel wegen des Verdachts auf Insiderhandel geführt.
Die klare Verfehlung des Gewinnziels für 2000, die enttäuschenden Zahlen für das erste Quartal 2001 und die Korrektur der noch kurz zuvor bekräftigten Ziele für das gesamte laufende Jahr hätten zu einem schweren Vertrauensverlust der Anleger in die Kinowelt-Aktie geführt. Die Einleitung von Untersuchungen wegen Insiderhandels trage ebenfalls nicht zur Vertrauensbildung bei. Nach dem hohen Verlust im ersten Quartal scheine ein positives Ergebnis im Gesamtjahr kaum noch erreichbar, zumal die angekündigte Restrukturierung mit weiteren Sonderbelastungen verbunden sein dürfte. Aus dem schleppenden Lizenzhandel könnte trotz des jüngsten Abschlusses mit dem ZDF zudem Abschreibungsbedarf auf den Filmrechtebestand resultieren. Auch die Nettoverschuldung von über 420 Mio. Euro stelle ein Risiko dar. Positiv zu werten sei dagegen der vor kurzem erfolgte Einstieg der Münchener Rückversicherung.
Dennoch überwiegen aus Sicht der Nord LB-Analysten die Belastungsfaktoren, so dass deren Empfehlung "Reduzieren" lautet.
Noch schlechter als das enttäuschende Jahr 2000 sei das erste Quartal 2001 verlaufen, in dem bei Umsätzen von 71 Mio. Euro ein negatives EBIT von 30,3 Millionen Euro nach +7,7 Millionen Euro verbucht worden sei. Ins Minus seien auch das Nettoergebnis und das Ergebnis je Aktie gerutscht. Dazu hätten außerordentliche Belastungen ebenso bei wie das von -1,5 auf -8,1 Mio. Euro verschlechterte Finanzergebnis und Verluste im Merchandising sowie im Kerngeschäft Lizenzhandel beigetragen. Den von 136 auf 70 Mio. Euro fast halbierten liquiden Mitteln stünden kurzfristige Verbindlichkeiten von 238 Mio. Euro und langfristige Schulden von 254 Mio. Euro gegenüber.
Das noch im April bestätigte Gewinnziel für das Gesamtjahr 2001 sei inzwischen drastisch nach unten korrigiert worden. Erwartet werde jetzt bei Umsätzen von 358 Mio. Euro nur noch ein EBIT unter dem Vorjahresniveau. Weder operativ noch nach Steuern gehe der Vorstand jedoch von einem Verlust aus.
Auffälligkeiten beim Handel mit Kinowelt-Aktien einen Tag vor Veröffentlichung der enttäuschenden Zahlen für 2000 hätten zur Einleitung förmlicher Untersuchungen durch das Bundesaufsichtsamt für den Wertpapierhandel wegen des Verdachts auf Insiderhandel geführt.
Die klare Verfehlung des Gewinnziels für 2000, die enttäuschenden Zahlen für das erste Quartal 2001 und die Korrektur der noch kurz zuvor bekräftigten Ziele für das gesamte laufende Jahr hätten zu einem schweren Vertrauensverlust der Anleger in die Kinowelt-Aktie geführt. Die Einleitung von Untersuchungen wegen Insiderhandels trage ebenfalls nicht zur Vertrauensbildung bei. Nach dem hohen Verlust im ersten Quartal scheine ein positives Ergebnis im Gesamtjahr kaum noch erreichbar, zumal die angekündigte Restrukturierung mit weiteren Sonderbelastungen verbunden sein dürfte. Aus dem schleppenden Lizenzhandel könnte trotz des jüngsten Abschlusses mit dem ZDF zudem Abschreibungsbedarf auf den Filmrechtebestand resultieren. Auch die Nettoverschuldung von über 420 Mio. Euro stelle ein Risiko dar. Positiv zu werten sei dagegen der vor kurzem erfolgte Einstieg der Münchener Rückversicherung.
Dennoch überwiegen aus Sicht der Nord LB-Analysten die Belastungsfaktoren, so dass deren Empfehlung "Reduzieren" lautet.
| Handelsplatz | Letzter | Veränderung | Zeit |
= Realtime
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