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Der Bäckereikonzern Kamps AG (WKN 628060) konnte in den letzten Monaten seine Aktionäre mit der Entwicklung seines Aktienkurses nicht erfreuen, so die Analysten von GBC-Research.
Nach einem Hoch bei nahe 45 Euro im Februar letzten Jahres sei die Aktie des Backwarenkonzerns bis auf ein Kursniveau unter 10 Euro gefallen. Betrachte man die erreichte Marktstellung von Kamps durch die starke Akquisitionstätigkeit der Vergangenheit, so dürfte der dramatische Kursabsturz der Aktie jedoch etwas überzogen gewesen sein.
Kamps habe durch die Zukäufe vorwiegend im SB-Bereich, der nun über 70% des Gesamtumsatzes von Kamps ausmache, etwas an Margenstärke verloren. Dies liege in der Natur der Wettbewerbsverhältnisse des industriellen Backwarensegments, wo die großen Handelsketten über eine sehr starke Marktmacht verfügen würden. Über die Hebung von Synergie- und Skaleneffekten solle aber nach Erwartung des Managements die Margensituation deutlich verbessert werden. Gelinge dies wie erwartet, so sollte sich die Gewinnsituation deutlich und stetig verbessern.
Die Bedenken zum Umsatzwachstum, durch verschlechterte Finanzierungsmöglichkeiten würden die Analysten ebenfalls für überzogen halten. Die Experten würden erwarten, dass Kamps aus der Konsolidierung der Übernahmen und aus dem operativen Geschäft genügend Cash Flows, also freie Mittel für weitere Akquisitionen und somit Umsatzwachstum generieren könne.
Die eigene Umsatzschätzung von Kamps für das Jahr 2000 in Höhe von 1,79 bis 2 Mrd. Euro habe im abgelaufenen Jahr zwar nicht erreicht werden können, jedoch habe Kamps das Jahr mit einem erreichten Umsatz von rund 1,67 Mrd. Euro ( Steigerung 297,8 Prozent) dennoch erfolgreich abgeschlossen. Der Gewinn je Aktie sei mit 0,83 Euro festgestellt worden, hier sei vom Unternehmen zuerst 0,87 Euro erwartet worden. Für das laufende Jahr gehe das Management nun von einem Anstieg des Umsatz um ca. 20% aus, wobei sich dieser somit auf ca. 1,94 bis 2 Mrd. Euro belaufen solle. Die Analysten würden den Umsatzanstieg allerdings vorsichtiger schätzen und würden ihre Erwartung nahe dem unteren Ende bei 1,95 Mrd. Euro taxieren. Für das Jahr 2002 würden die Experten 2,3 Mrd. und für das Jahr 2003 schließlich 2,8 Mrd. Euro erwarten.
Die veränderte Einstellung der Anleger gegenüber Wachstumsaktien spiegele sich in einer wieder erhöhten Risikoprämie des Marktes wider. Auch die Experten würden dieser Orientierung in ihrem Bewertungsmodell Rechnung tragen und würden gewogene Kapitalkosten von 7,8 Prozent und Eigenkapitalkosten von 9,72 Prozent errechnen.
Gelinge es dem Management nun seine korrigierten Umsatzerwartungen zu erreichen, die Synergie- und Skaleneffekte wie geplant zu heben und somit die Margensituation aufzuhellen, so sollte Kamps das Interesse der Investoren wieder zurückgewinnen können. Die Analysten würden ihr Kursziel zwar auf 18,70 Euro reduzieren, beim aktuellen Kurs von ca. 13 Euro rechtfertige das erwartete Renditepotenzial allerdings die weitere Einstufung „kaufen“.
Nach einem Hoch bei nahe 45 Euro im Februar letzten Jahres sei die Aktie des Backwarenkonzerns bis auf ein Kursniveau unter 10 Euro gefallen. Betrachte man die erreichte Marktstellung von Kamps durch die starke Akquisitionstätigkeit der Vergangenheit, so dürfte der dramatische Kursabsturz der Aktie jedoch etwas überzogen gewesen sein.
Kamps habe durch die Zukäufe vorwiegend im SB-Bereich, der nun über 70% des Gesamtumsatzes von Kamps ausmache, etwas an Margenstärke verloren. Dies liege in der Natur der Wettbewerbsverhältnisse des industriellen Backwarensegments, wo die großen Handelsketten über eine sehr starke Marktmacht verfügen würden. Über die Hebung von Synergie- und Skaleneffekten solle aber nach Erwartung des Managements die Margensituation deutlich verbessert werden. Gelinge dies wie erwartet, so sollte sich die Gewinnsituation deutlich und stetig verbessern.
Die eigene Umsatzschätzung von Kamps für das Jahr 2000 in Höhe von 1,79 bis 2 Mrd. Euro habe im abgelaufenen Jahr zwar nicht erreicht werden können, jedoch habe Kamps das Jahr mit einem erreichten Umsatz von rund 1,67 Mrd. Euro ( Steigerung 297,8 Prozent) dennoch erfolgreich abgeschlossen. Der Gewinn je Aktie sei mit 0,83 Euro festgestellt worden, hier sei vom Unternehmen zuerst 0,87 Euro erwartet worden. Für das laufende Jahr gehe das Management nun von einem Anstieg des Umsatz um ca. 20% aus, wobei sich dieser somit auf ca. 1,94 bis 2 Mrd. Euro belaufen solle. Die Analysten würden den Umsatzanstieg allerdings vorsichtiger schätzen und würden ihre Erwartung nahe dem unteren Ende bei 1,95 Mrd. Euro taxieren. Für das Jahr 2002 würden die Experten 2,3 Mrd. und für das Jahr 2003 schließlich 2,8 Mrd. Euro erwarten.
Die veränderte Einstellung der Anleger gegenüber Wachstumsaktien spiegele sich in einer wieder erhöhten Risikoprämie des Marktes wider. Auch die Experten würden dieser Orientierung in ihrem Bewertungsmodell Rechnung tragen und würden gewogene Kapitalkosten von 7,8 Prozent und Eigenkapitalkosten von 9,72 Prozent errechnen.
Gelinge es dem Management nun seine korrigierten Umsatzerwartungen zu erreichen, die Synergie- und Skaleneffekte wie geplant zu heben und somit die Margensituation aufzuhellen, so sollte Kamps das Interesse der Investoren wieder zurückgewinnen können. Die Analysten würden ihr Kursziel zwar auf 18,70 Euro reduzieren, beim aktuellen Kurs von ca. 13 Euro rechtfertige das erwartete Renditepotenzial allerdings die weitere Einstufung „kaufen“.
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