KSH Holdings "strong buy"




15.02.07 12:03
EMFIS

Mainz (aktiencheck.de AG) - Die Experten von "EMFIS" bewerten die Aktie von KSH Holdings (ISIN SG1U50933969 / WKN A0MKU8) mit dem Rating "strong buy".

Den größten Bauboom der Menschheitsgeschichte könne man in Asien allerorten beobachten. Zehntausende Wohn- und Bürohochhäuser, Fabriken, öffentliche Gebäude würden zwischen Dubai, Shanghai und Singapur wie Pilze aus dem Boden schießen. Ganze Städte würden aus dem Boden gestampft, um die jährlich 15 Millionen Zuwanderer in den Küstenregionen Chinas aufzunehmen - und in den reichen Metropolen Asiens wie Singapur würden die Preise für Luxusimmobilien wieder wie in den wilden 1990er Jahren steigen.

Endlich könne man nun, günstig und gleich nach dem Börsengang, auch an diesem Boom mitverdienen: KSH Holdings sei eine der führenden Baufirmen in Singapur, etabliert seit 27 Jahren, und habe diverse Großprojekte gebaut. Das aktuelle Star-Projekt sei der Aufbau wesentlicher Teile eines neuen Stadtviertels für Superreiche auf der Singapur vorgelagerten Insel Sentosa. Zudem habe KSH, neben vielen anderen Wohntürmen, auch ein Stadion, eine Universität, den Airport-Kontrollturm, Fabriken, Einkaufszentren und das Terminal für internationale Fährverbindungen gebaut.

Die Solidität der Firma werde auch durch den höchstmöglichen Status A1 verdeutlicht, den KSH bei Singapurs Baubehörde BCA habe. Der Status A1 ermögliche KSH die Teilnahme an den Ausschreibungen für die größten Projekte im reichen Stadtstaat. Stolz präsentiere man im Prospekt auch eine lange Liste an gewonnenen Preisen und Top-Zertifizierungen nach internationalen Standards.

Das eindrucksvolle Orderbuch von 233,8 Mio. SGD (Singapur-Dollar) sichere den Umsatz auf Jahre hinaus. Neben den bereits erhaltenen Aufträgen sollte es in diesem Marktumfeld nicht schwer fallen, weitere Großprojekte zu gewinnen. Sogar während der Asienkrise und in der weltweiten Rezession nach dem Jahr 2000 habe KSH weiter profitabel arbeiten können. In dieser langen Schwächephase seien viele Konkurrenten ausgeschieden, sodass die verbleibenden Firmen im aktuellen Aufschwung hohe Margen durchsetzen könnten.

KSH habe in der jüngsten Vergangenheit auch große Projekte in China und Malaysia gewinnen können. Die regionale Expansion sei also bereits in vollem Gange und könnte in Zukunft der Hauptwachstumsträger sein. Noch wichtiger sei: Der größte Zeichner des IPOs sei ein Fonds der Vereinigten Arabischen Emirate, in denen sich Boomstädte wie Dubai und Abu Dhabi befinden würden. Nach dem IPO sei eine strategische Partnerschaft mit KSH angekündigt worden. Diese sensationelle News habe an den ersten beiden Tagen nach dem IPO nahezu zu einer Verdreifachung des Kurses auf mehr als umgerechnet 50 Eurocents geführt.

Auf einen solchen Sprung würden naturgemäß Gewinnmitnahmen folgen, die vor dem Chinese New Year (mehrere Feiertage nächste Woche in Asien) ohnehin üblich seien. Daher ergebe sich nun eine hervorragende Einstiegschance bei Kursen von nur knapp über 30 Eurocents. Diese würden einer Marktkapitalisierung von nur EUR 28 Mio. entsprechen - für die gesamten Vermögenswerte dieser Firma, das boomende Baugeschäft und die Fantasie aus der Partnerschaft mit den Emiraten.

Die Emirate - und andere Ölstaaten - wollten einen beträchtlichen Teil ihrer Petrodollars nach Asien umschichten, und würden das englischsprachige und von allen internationalen Ratingagenturen als einziges Land Asiens mit der Bestnote "AAA"-geratete Land Singapur als Ausgangsbasis nutzen. In einer Zeremonie im November 2006 habe die Mutter des KSH-Investors Emirates Tarian, der Staatsfonds Emirates Investment Group, mit einem Minister aus Singapur die Partnerschaft besiegelt. Die Emirate würden auch umfangreiche Immobilieninvestments in Singapur planen - interessante Perspektiven für das Partner-Bauunternehmen KSH.

KSH betreibe zudem eine Fabrik für Stahlträger, die im Hochbau eingesetzt würden. Deren Kapazitäten sollten, ebenfalls aus IPO-Mitteln, verdoppelt werden, um den bereits gewonnenen und erwarteten Aufträgen gerecht zu werden. Zusätzlich zum Baugeschäft würden KSH einige Immobilien gehören - u. a. 69% an einem 36-stöckigen Büroturm im Zentrum der 10-Millionen-Metropole Tianjin. Die unteren fünf Stockwerke seien ein Einkaufszentrum. Diese Großimmobilie sei laut einer aktuellen Schätzung des internationalen Immobilienschätzers DTZ CNY (Chinesischer Renminbi Yuan) 364 Mio. (SGD 69 Mio.) wert.

In der Bilanz sei aber nur der teilabgeschriebene Anschaffungswert von SGD 50 Mio. verbucht, sodass ein Verkauf zum Verkehrswert einen Sonderertrag von SGD 19 Mio. (KSHs 69%-Anteil davon SGD 13 Mio.) einbringen könnte. Ein solcher Gewinn erscheine auch plausibel, da die Immobilienpreise in China seit der Anschaffung im Jahr 1998 deutlich angestiegen seien. In der Bilanz würden also erhebliche stille Reserven stecken.

Das KGV sei für einen solch interessanten Wert ausgesprochen günstig. Die Experten hätten bereits das KGV konservativ auf verwässerter Basis berechnet, obwohl die Gewinne bisher nicht mithilfe der zum IPO eingenommenen SGD 9 Mio. erwirtschaftet worden seien. Dieses frische Kapital sollte KSH helfen, den Gewinn nach diesem Datum zügig zu steigern.

Im Börsenprospekt werde ein KGV von 4,3 genannt (zum IPO Kurs), und dies bereits auf der Basis der Gewinne des Vorjahres. An gleicher Stelle werde auch eine Price-to-Cash-Flow-Ratio von nur 4,0 angegeben, was neben der günstigen Bewertung auch die Cash Flow-Stärke der Gesellschaft verdeutliche. Zudem liege bereits der Buchwert von KSH bei knapp 50 Cents - und die möglichen hohen Gewinne aus der Realisierung stiller Reserven seien weder im Buchwert noch in der Gewinnschätzung berücksichtigt worden.

KSH Holdings sei in einer der spannendsten Branchen unserer Zeit hervorragend positioniert. Die Gesellschaft, mit ihrer 27-jährigen Erfolgsgeschichte, einer soliden Bilanz, einem hervorragenden Cashflow, einem starken Wachstum von Umsatz und Gewinn, erheblichen stillen Reserven und als frischgebackener Asien-Partner der Emirate, weise bei einem Preis von 30 Eurocents eine grotesk niedrige Marktkapitalisierung von nur EUR 26 Mio. auf.

Neben dem florierenden Geschäft im Heimatmarkt Singapur biete die bereits erfolgreich angelaufene Expansion nach China und Malaysia und die Partnerschaft mit den Arabischen Emiraten, die zugleich der größte IPO-Investor seien, KSH die Chance, in ganz andere Dimensionen vorzustoßen. Ein Verkauf des Einkaufs- und Büroturms in Tianjin könnte den Gewinn noch einmal deutlich steigern. Zudem hätten sich alle Altaktionäre verpflichtet, in den ersten 6 Monaten kein Stück aus der Hand zu geben.

Die Experten von "EMFIS" stufen daher die Aktie von KSH Holdings mit dem Rating "strong buy" ein und sehen das Kursziel bei 60 Eurocents. Dies ergebe ein Upside-Potenzial von etwa 100%. Selbst damit wäre KSH gerade einmal mit einem forward-KGV von unter 12 bewertet - und dies noch ohne das Gewinnpotenzial aus einem Tianjin-Verkauf oder gar den Emiraten einzuschließen. (15.02.2007/ac/a/a)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.








 
 
hier klicken zur Chartansicht

Handelsplatz Letzter Veränderung  Zeit
  = Realtime
Aktien des Tages

Meistgelesene Artikel
Aktuelle Diskussionen
Antw. Thema Zeit
45 KSH Holdings sehr interessant 12.11.07
RSS Feeds




Bitte warten...