Julius Bär marktgewichten




16.08.04 09:38
Zürcher Kantonalbank

Die Analysten der Zürcher Kantonalbank stufen die Aktie von Julius Bär (ISIN CH0012083009 / WKN 865625) mit "marktgewichten" ein.

Das stark verbesserte Ergebnis von Julius Bär im 1. Halbjahr spiegele operative Verbesserungen, die Erholung der Finanzmärkte gegenüber einem noch schwachen Vorjahr sowie den Wegfall von Sonderaufwänden für den Verkauf der Broker-Sparte wider. Der Reingewinn habe CHF 122,8 Mio. gegenüber CHF 16,1 Mio. im Vorjahr erreicht und in den Markterwartungen gelegen, jedoch unter den Schätzungen.

Die extrem starke Neugeldentwicklung im Asset Management (AM) von CHF 11,1 Mrd. stehe einer nach wie vor unbefriedigenden Situation im Private Banking (PB) gegenüber. Erstmals würden die verwalteten Vermögen des AM diejenigen des PB übersteigen und der Gewinn im AM liege nur noch rund 7% unter demjenigen des PB. Offenbar sei man bereit, diese Entwicklung zu akzeptieren. Das Management rechne weiterhin mit einem schnelleren Wachstum des im Vergleich zum PB margenärmeren institutionellen Geschäfts.

Das Halbjahresergebnis entspreche rund 51% der Analysten-Gesamtjahresschätzung 2004. Damit liege Julius Bär grundsätzlich auf Zielkurs, den anvisierten Reingewinn von CHF 230 Mio. zu erreichen. Dies jedoch nur unter der Voraussetzung, dass das Ergebnis im 2. Halbjahr nicht stärker zurückgehe als 13%. Somit sei die Sicherheitsmarge im Vergleich zu anderen Banken relativ klein und ein kleiner Ertragsrückgang würde bei gleicher Kostenbasis das Reingewinnziel bereits gefährden. Die Analysten der Zürcher Kantonalbank haben daher ihre Gewinnschätzungen leicht reduziert. Die Zielerreichung bleibe aber von einer relativ guten Verfassung der Märkte im 2. Semester abhängig.

Der Investment Case der Analysten sei bestätigt worden. Man sei nach wie vor der Auffassung, dass sich der Verkauf der Brokersparte positiv auf die Profitabilität und die Effizienz von Julius Bär auswirken werde. Dadurch habe die Entwicklung der Neugelder wieder einen höheren Stellenwert erhalten. Die Verbesserungen beim Neugeld, die sich im 2. Halbjahr 2003 abgezeichnet hätten, hätten sich bestätigt. Daher hätten die Aktien nach Bekanntgabe der starken Neugeldzahlen im Asset Management deutlich positiv reagiert.

Die Bewertungsprämie zum Sektor sei trotz des schleppenden Kursverlaufs 2004 noch nicht vollständig abgebaut worden. Insbesondere gegenüber dem Aufschlag zu den Großbanken sei der Markt aufgrund des unterdurchschnittlichen Wachstums im Private Banking sehr skeptisch. Die Analysten hätten die Aktien im März unter dem Eindruck der starken Markterholung auf "marktgewichten" hoch gestuft. Die Dynamik habe unterdessen nachgelassen, was die Vermögensverwalter im 2. Halbjahr spüren könnten.

Die Bewertung und der Ausblick stehen einer überdurchschnittlichen Kursentwicklung im Wege, so dass die Analysten der Zürcher Kantonalbank die Aktie von Julius Bär mit "marktgewichten" bewerten.

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.








 
 
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