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Japan verliert im Wochenvergleich




17.11.00 00:00
asia weekly

Die Börse in Japan habe leider auch in dieser Woche wieder unter äußerst schlechten Vorzeichen gestanden, so die Analysten von Asia weekly.

Einerseits hätten die Unsicherheiten um die Wahl in den USA die Kurse belastet, andererseits aber auch die innenpolitischen Unsicherheiten in Japan. Hidenao Nakagawa aus dem Kabinett von Yoshiro Mori, habe am 27. Oktober seinen Rücktritt eingereicht. Seither hielten sich Gerüchte um weitere Skandale in Yoshira Moris Kabinett. Dazu komme, dass Widersacher bereits aufriefen, die Vertrauensfrage an Mori zu stellen. Besonders am Montag sei dies als Grund für die Kursrückgänge gesehen.

Koshi Kumagi von HSBC Asset Management in Tokio habe heute noch einmal betont, dass es zu mindestens bei den politischen Unsicherheiten Japans eigentlich auf den Markt keinen Einfluss haben sollte, wer Nachfolger von Yoshiro Mori werde. Allerdings die Unsicherheit alleine sei es jetzt, die die Kurse drücke. Ähnlich werde auch die Unsicherheit in den USA gesehen. Die Unsicherheit sei es, die belaste, nicht der tatsächliche Ausgang der Wahl.

Das Jahreshoch von über 20.000 Punkten beim Nikkei sei inzwischen Geschichte. Interessant sei in dem gegebenen Umfeld besonders die Tatsache, dass verschiedene Unternehmen trotz positiver Zahlen oder Ankündigung von Expansionsabsichten noch am gleichen Tag verlören. Beispielsweise die Halbjahreszahlen des Wertpapierhauses Nomura hätten eigentlich wie Balsam auf die geprügelten Seelen wirken müssen. Dennoch verliere das Unternehmen bei der Veröffentlichung der Halbjahreszahlen ganze 4 %.

Dies könne fast als exemplarisch angesehen werden. Die Anleger hätten nur Interesse an Ergebnisexplosionen oder gigantischen Euphorien. Alles andere sei im Zuge der fallenden Kurse mehr und mehr auf die Reservebank gedrängt worden.

Im Wochenvergleich habe der Nikkei Index von 14.988,54 auf 14.544,30 verloren. Dies sei ein Minus von 444,24 Punkten oder 2,96 %. Der Topix habe einen Verlust von 37,39 Punkten oder 2,64 % einstecken müssen und die Woche bei 1.379,63 beendet.








 
 

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