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München (aktiencheck.de AG) - Im Zuge der anhaltenden Risikoaversion, reflektiert in allen Asset-Klassen, schritt der Abriss des Carry-Trade-Universums, offenbar zugunsten des Aufbaus eines Schlachthofes, zügig voran, so die Analysten der HypoVereinsbank.
Die Angst vor einer globalen Kreditklemme habe sich erneut als einziger Leitfaden erwiesen. Während die Hochzinswährungen wiederholt durchs Dorf getrieben worden seien, schien der Yen, so die Analysten, die einzig erstrebenswerte Währung. "JPY ist ausverkauft, kriegen wir erst morgen wieder rein, ist dann aber sehr teuer. Darf's vielleicht ein Stück alter NZD (Neuseeländischer Dollar) oder AUD (Australischer Dollar) sein? Davon haben wir noch jede Menge, ist billig". "Nein danke": So in etwa könne man die Marktstimmung im gegenwärtigen Umfeld beschreiben.
Die starke Yen-Nachfrage werde vor allem in USD/JPY sichtbar, berücksichtige man, dass der US-Dollar gegenwärtig gewiss nicht schwach notiere und gegenüber allen anderen maßgeblichen Währungen in den letzten Tagen Boden gut gemacht habe. Angesichts der gestern deutlich verstärkten Eigendynamik des Carry-Trade-Unwindings, sei auch die stärkere Einbindung des Schweizer Frankens in den Prozess wenig überraschend gewesen.
Auch EUR/USD sei gestern abermals unter Druck geraten, da die US-Währung anhaltend von den Positionsauflösungen in den Hochzinswährungen profitiert habe und die Märkte nach wie vor nicht mehr von einer weiteren EZB-Zinsanhebung überzeugt seien.
Die Analysten würden noch immer allen potenziellen Carry-Trade-Investoren davon abraten, ein fallendes Messer aufzufangen. Das betreffe weiterhin Yen- Shortpositionen, gleichwohl einige Gegenbewegungen in den vergangenen 24 Stunden auf eine nachlassende Yen-Aufwärtsdynamik hindeuten würden, zumal im Vorfeld der anstehenden BoJ (Bank of Japan)-Zinsentscheidung nächsten Donnerstag. In Anbetracht der extrem hohen Optionsvolatilitäten sei jedoch eine rasche Trendwende völlig auszuschließen. Die Analysten könnten sich zudem eine noch stärkere Einbindung des Schweizer Franken in den Unwinding-Prozess vorstellen.
Im Vergleich zum Yen habe die (frühere) Finanzierungswährung Nummer zwei über die vergangenen Tage eher ein Schattendasein gefristet. Daher dürfte nun, da der Yen vielleicht ein wenig außer Atem gerate, der Nachholbedarf des Schweizer Franken zum Ausdruck kommen. Aufgrund der Tatsache, dass die Devisenmärkte gestern die schwachen Daten vom US-Haubausektor erneut komplett ignoriert hätten und der Datenkalender heute recht ausgedünnt sei, dürfte sich auch EUR/USD heute am Carry-Trade-Unwinding-Prozess orientieren. Wenn die Analysten der HypoVereinsbank von einer anhaltenden Risikoaversion bei leicht nachlassender Dynamik ausgehen würden, sollte das Abwärtspotenzial bis maximal 1,3360 reichen. (17.08.2007/ac/a/m)
Die Angst vor einer globalen Kreditklemme habe sich erneut als einziger Leitfaden erwiesen. Während die Hochzinswährungen wiederholt durchs Dorf getrieben worden seien, schien der Yen, so die Analysten, die einzig erstrebenswerte Währung. "JPY ist ausverkauft, kriegen wir erst morgen wieder rein, ist dann aber sehr teuer. Darf's vielleicht ein Stück alter NZD (Neuseeländischer Dollar) oder AUD (Australischer Dollar) sein? Davon haben wir noch jede Menge, ist billig". "Nein danke": So in etwa könne man die Marktstimmung im gegenwärtigen Umfeld beschreiben.
Auch EUR/USD sei gestern abermals unter Druck geraten, da die US-Währung anhaltend von den Positionsauflösungen in den Hochzinswährungen profitiert habe und die Märkte nach wie vor nicht mehr von einer weiteren EZB-Zinsanhebung überzeugt seien.
Die Analysten würden noch immer allen potenziellen Carry-Trade-Investoren davon abraten, ein fallendes Messer aufzufangen. Das betreffe weiterhin Yen- Shortpositionen, gleichwohl einige Gegenbewegungen in den vergangenen 24 Stunden auf eine nachlassende Yen-Aufwärtsdynamik hindeuten würden, zumal im Vorfeld der anstehenden BoJ (Bank of Japan)-Zinsentscheidung nächsten Donnerstag. In Anbetracht der extrem hohen Optionsvolatilitäten sei jedoch eine rasche Trendwende völlig auszuschließen. Die Analysten könnten sich zudem eine noch stärkere Einbindung des Schweizer Franken in den Unwinding-Prozess vorstellen.
Im Vergleich zum Yen habe die (frühere) Finanzierungswährung Nummer zwei über die vergangenen Tage eher ein Schattendasein gefristet. Daher dürfte nun, da der Yen vielleicht ein wenig außer Atem gerate, der Nachholbedarf des Schweizer Franken zum Ausdruck kommen. Aufgrund der Tatsache, dass die Devisenmärkte gestern die schwachen Daten vom US-Haubausektor erneut komplett ignoriert hätten und der Datenkalender heute recht ausgedünnt sei, dürfte sich auch EUR/USD heute am Carry-Trade-Unwinding-Prozess orientieren. Wenn die Analysten der HypoVereinsbank von einer anhaltenden Risikoaversion bei leicht nachlassender Dynamik ausgehen würden, sollte das Abwärtspotenzial bis maximal 1,3360 reichen. (17.08.2007/ac/a/m)








