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Wien (aktiencheck.de AG) - Die Ratingagentur S&P hat gestern die Kreditwürdigkeit Portugals um eine Stufe auf BBB- und die Griechenlands um zwei Stufen auf BB- gesenkt, so die Analysten der Raiffeisen Zentralbank Österreich AG (RZB Österreich).
Die gestrige Bonitätsherabstufung Portugals sei nur vier Tage, nachdem S&P das Länderrating im Zuge der aktuellen Regierungskrise von A auf BBB gesenkt habe, erfolgt. Mit BBB- bewerte S&P die Bonität Portugals nun um drei Stufen schlechter als die Konkurrenzagenturen und setze sie ans unterste Ende der Investment-Grade-Kategorie. Als wesentlichen Faktor für die Herabstufung der Kreditwürdigkeit beider Länder habe die Ratingagentur die jüngsten EU-Beschlüsse zum ab Juli 2013 wirksamen EU-Schutzschirm (ESM) genannt. Da sowohl Griechenland als auch Portugal als wahrscheinliche Kreditnehmer des ESM gelten würden, beurteile S&P die im Rahmen der EU-Hilfsmechanismen vorgesehene Beteiligung privater Investoren an Restrukturierungen der Staatsschulden kritisch. Als besonders negativ für private Investoren werde der bevorzugte Gläubigerstatus der ESM-Kredite bewertet.
An Konjunkturdaten seien gestern lediglich die Umfrage des Conference Board zum US-Verbrauchervertrauen, welche für März eine merkliche Stimmungseintrübung ausgewiesen habe, und die vorläufigen deutschen Verbraucherpreisdaten erwähnenswert gewesen. Die deutsche Inflationsrate habe im März den Erwartungen entsprechend bei 2,1% p.a. verharrt. Im Monatvergleich habe der Preisauftrieb 0,5% betragen. Wie in den vergangenen Monaten sei die Teuerungsrate durch starke Preissteigerungen bei Kraftstoffen und Heizöl bestimmt worden.
Heute werde in den USA der ADP-Beschäftigungsbericht letzte Hinweise auf die Beschäftigungsentwicklung im privaten Sektor vor dem am Freitag anstehenden Arbeitsmarktbericht geben. In der Eurozone dürften der Wirtschaftsklimaindex sowie der Industriesentimentindex der EU-Kommission abermals Anstiege verzeichnen. (30.03.2011/ac/a/m)
Die gestrige Bonitätsherabstufung Portugals sei nur vier Tage, nachdem S&P das Länderrating im Zuge der aktuellen Regierungskrise von A auf BBB gesenkt habe, erfolgt. Mit BBB- bewerte S&P die Bonität Portugals nun um drei Stufen schlechter als die Konkurrenzagenturen und setze sie ans unterste Ende der Investment-Grade-Kategorie. Als wesentlichen Faktor für die Herabstufung der Kreditwürdigkeit beider Länder habe die Ratingagentur die jüngsten EU-Beschlüsse zum ab Juli 2013 wirksamen EU-Schutzschirm (ESM) genannt. Da sowohl Griechenland als auch Portugal als wahrscheinliche Kreditnehmer des ESM gelten würden, beurteile S&P die im Rahmen der EU-Hilfsmechanismen vorgesehene Beteiligung privater Investoren an Restrukturierungen der Staatsschulden kritisch. Als besonders negativ für private Investoren werde der bevorzugte Gläubigerstatus der ESM-Kredite bewertet.
An Konjunkturdaten seien gestern lediglich die Umfrage des Conference Board zum US-Verbrauchervertrauen, welche für März eine merkliche Stimmungseintrübung ausgewiesen habe, und die vorläufigen deutschen Verbraucherpreisdaten erwähnenswert gewesen. Die deutsche Inflationsrate habe im März den Erwartungen entsprechend bei 2,1% p.a. verharrt. Im Monatvergleich habe der Preisauftrieb 0,5% betragen. Wie in den vergangenen Monaten sei die Teuerungsrate durch starke Preissteigerungen bei Kraftstoffen und Heizöl bestimmt worden.
Heute werde in den USA der ADP-Beschäftigungsbericht letzte Hinweise auf die Beschäftigungsentwicklung im privaten Sektor vor dem am Freitag anstehenden Arbeitsmarktbericht geben. In der Eurozone dürften der Wirtschaftsklimaindex sowie der Industriesentimentindex der EU-Kommission abermals Anstiege verzeichnen. (30.03.2011/ac/a/m)









