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Internationale Konjunktur im Fokus




14.06.06 16:43
CommTrust

Westerburg, 14. Juni 2006 (aktiencheck.de AG) - Die Vorgaben für die globalen Aktienmärkte hätten in den letzten Tagen nicht gegensätzlicher sein können, berichten die Experten von CommTrust.

Die Berichtsaison der Unternehmen über das abgelaufene erste Quartal sei sehr erfreulich verlaufen und sei darüber hinaus noch mit positiven Ausblicken für das laufende Geschäftsjahr verbunden gewesen. Dem gegenüber hätten zunehmende Inflationsängste gestanden, die durch die kritischen Äußerungen des FED-Präsidenten zusätzliches Gewicht erhalten hätten. Zweigeteilt seien auch die US-Frühindikatoren ausgefallen, die zwar überwiegend die Erwartungen getroffen hätten, aber unter den Vormonatsergebnissen geblieben seien. Der ISM-Index des Verarbeitenden Gewerbes für Mai habe bei 54,4% nach zuvor 57,3% notiert. Die veröffentlichten Zahlen zum Verbrauchervertauen des Conference Boards für den Mai 2006 seien ebenfalls von 109,8 im April auf 103,2 im Mai gesunken.

Der amerikanische Arbeitsmarkt habe sich schwach präsentiert. Die Arbeitslosenquote habe zwar mit 4,6% leicht unter dem Vormonatswert gelegen, die Zahl der neu geschaffenen Stellen habe mit 75.000 jedoch stark enttäuscht. Auch wenn die aktuellen Daten kein negatives Konjunkturszenario zeichnen würden, würden sie auf einen leichten Rückgang der Konjunkturdynamik hindeuten. Belastend wirke sich auch der auf sehr hohem Niveau schwankende Ölpreis aus. So habe der Brent-Crude-Oil-Preis im Mai 2006 zwischen 67 bis 74 USD gelegen, während er im Vergleichsmonat des Vorjahres noch um 50 USD notiert habe.

In Europa seien die Konjunkturindikatoren deutlich besser als in Amerika ausgefallen. Der Einkaufsmanagerindex der Eurozone für Mai habe bei 57,0 Punkten notiert und habe sowohl die Erwartungen von 56,5 als auch den Vormonatswert von 56,7 überbieten können. Der ifo-Geschäftsklimaindex habe mit 105,6 Punkten ebenfalls leicht über den Erwartungen notiert. Besonders erfreuliche Nachrichten seien vom Export gekommen. Trotz des starken Euro habe die europäische Exportwirtschaft ihren robusten Expansionspfad weiter fortgesetzt. Insbesondere die Nachfrage aus Osteuropa und Asien habe hierzu beigetragen. Darüber hinaus scheine auch die binnenwirtschaftliche Nachfrage in der Eurozone nach und nach immer mehr an Stärke zu gewinnen. So sei der Zuwachs der Einzelhandelsumsätze mit einem Plus von 2,8% gegenüber Vorjahr deutlich stärker als erwartet ausgefallen.






 
 

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