Interbrew abwarten




05.09.02 15:34
Sparkasse Bremen

Die Analysten der Sparkasse Bremen raten mit einem Kauf in Interbrew-Aktien (WKN 590932) abzuwarten.

Interbrew habe jetzt seine Halbjahreszahlen veröffentlicht. Im Zuge der zahlreichen Käufe und Verkäufe von Gesellschaften würden sich bei der Interpretation des Zahlenwerkes die Geister scheiden. Die deutschen Gesellschaften Beck´s und Diebels seien das erste Mal konsolidiert worden, während Carling und der englische Bass-Zweig im Zuge von Kartellamtsauflagen (Kauf von Bass) hätten verkauft werden müssen.

Bei der Kommentierung der Halbjahreszahlen würden die Analysten die offiziell von Interbrew veröffentlichten Werte übernehmen. Der Bierausstoß des Interbrew-Konzerns sei im ersten Halbjahr 2002 um 17,5% auf 40,9 Mio. Hektoliter gestiegen. Der Umsatz habe um 19,7% auf 3,3 Mrd. Euro zugelegt.

Bei den Gewinngrößen sei aufgrund der akquisitionsbedingt hohen Firmenwertabschreibungen eine differenzierte Entwicklung festzuhalten. Während der operative Gewinn auf EBITDA-Basis (Earnings before interest, taxes, depreciation and amortization / Gewinn vor Zinsen, Steuern und Firmenwertabschreibungen) um 10,3% angestiegen sei, sei das EBIT (Gewinn vor Zinsen und Steuern, aber nach Firmenwertabschreibungen) um 7% auf 253 Mio. Euro geschrumpft.

Die Geschäftsentwicklung von Beck´s sei auch im ersten Halbjahr unter dem Interbrew-Dach positiv verlaufen. Nachdem Beck´s im Zuge einer Preisanhebung um 6,7% im Juni 2000 einen Rückgang des Bierausstoßes hingenommne habe, habe jetzt wieder das alte Niveau erreicht werden können. Becks sei es gelungen, sich durch diesen Schachzug aus dem Preiskampf auf dem deutschen Biermarkt herauszuhalten und die Margen zu erhöhen. Beck´s habe in einem schwierigen Marktumfeld die höchsten Wachstumsraten auf dem deutschen Biermarkt ausgewiesen.

Die Herausforderungen bei Beck´s lägen derzeit in den USA. Dort blockiere der bisherige Interbrew-Partner die Beck´s Integration. Somit können Beck´s und Interbrew bislang noch keine Synergien aus einem gemeinsamen Marktauftritt in den USA generieren. Eine Marketingoffensive solle jetzt jedoch das US-Geschäft beleben.

Die Analysten sähen die Bewertung von Interbrew mit einem KGV von 16 (ohne Goodwill) für einen Konsumgüterwert als zu ambitioniert an. Zudem würden Analysten das ihrer Meinung nach "konfuse" Zahlenwerk bemängeln. Strategisch halte man den Interbrew-Konzern jedoch für gut positioniert.

Die Analysten der Sparkasse Bremen warten mit einem Kauf in Interbrew-Aktien.








 
 
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