Interactive Investor Int. Neutral




28.07.00 00:00
WestLB

Interactive Investor International (WKN 924815 ) biete einen privaten Finanzdienst über das Internet an, mit dessen Hilfe dem Benutzer eine breite Palette von Finanzprodukten und -dienstleistungen finden, vergleichen und überwachen könnten.

Das Unternehmen übernehme ausserdem die Konzeption und Erstellung von Websites und Online-Handelssystemen und stelle Web-Hosting- und Beratungsdienste zur Verfügung.

III konkurriere mit einer wachsenden Zahl von Informationsanbietern; diese wetteiferten um die 3,5 Mio Privatpersonen in Großbritannien, die das Internet für die Suche nach Finanzprodukten nutzten. Diese Unternehmen versuchten gegenwärtig, das, was in der Vergangenheit eine fragmentierte Branche gewesen sei, aufgrund von nur begrenzten Einsparungsmöglichkeiten durch die Grössenvorteile und der Notwendigkeit eines persönlichen, vertraulichen Kundenservices zu konsolidieren. Das Unternehmen habe unlängst einen Bericht über die Geschäftslage abgegeben, wonach die Umsatzerlöse in der zweiten Jahreshälfte nur geringfügig besser als im ersten Halbjahr sein sollen. Dies wurde auf rückläufige Geschäfte auf dem Aktienmarkt für Privatkunden im Anschluss an einen Crash bei den Technologiewerten zurückgeführt.

Der DCF-Wert in Höhe von 73,2 Mio GBP verstärke die Einschätzung der Analysten eines tendenziell fallenden Aktienkurses. In Anbetracht der Tatsache, dass das Bewertungsmodell auf einer Reihe von Annahmen basiere, könnte ihre Bewertung durchaus auf der niedrigen Seite liegen. Ihren Vermutungen zufolge werde die Aktie bis auf einen Kurs von 45p zurückgehen.

Die jüngste Verlangsamung auf den Aktienmärkten ziehe nach sich, dass das Wachstum der Umsatzerlöse im zweiten Halbjahr unbedeutend sein werde. Dies wiederum werde die Gewinnschwelle zu einem Punkt verschieben, an dem die Frage des Unternehmensfortführungsprinzips aufgeworfen werden müsse. Es bestehe ein Risiko, dass das Unternehmen wegen unzureichender flüssiger Mittel nicht lange genug bestehen könne, um die Gewinnschelle zu erreichen.

Die Bereitstellung eines Dienstes, auf den von WAP-fähigen Mobilgeräten aus zugegriffen werden könne, werde zweifelsohne zu mehr Handelsverkehr führen, wenn die Benutzer Aktienkurse und Bankdaten abfragten.

III habe von der SFA eine Zulassung in der „D“-Kategorie erhalten. Damit könne das Unternehmen seine Maklerdienste der Öffentlichkeit andienen sowie Transaktionen entgegennehmen und weiterleiten. Auf dem Aktienmaklermarkt in Großbritannien Fuß zu fassen werde nicht leicht sein, denn der Wettbewerb sei hart und die Margen eng. Als Konsequenz aus dem Crash des Technologiemarkts seien private Investitionen zurückgegangen, was den Markt weiter unter Druck gesetzt hätte. Gegenwärtig liege der Bedarf an flüssigen Mitteln bei etwa 6 Mio GBP pro Quartal. Damit verfüge das Unternehmen über ausreichenden Ressourcen, um nach den aktuellen Schätzungen bis Ende 2002 über die Runden zu kommen. Bei länger anhaltenden Phasen stagnierenden Wachstums könne sich diese Situation jedoch verschlechtern. Das offensichtliche Scheitern des Geschäftsplans in seiner Gesamtheit müsse auf jeden Fall Anlass zur Besorgnis geben. Während Wettbewerber bekanntgeben, das Wachstum bei Hypotheken, Kapitallebensversicherungen und Pensionen sei langsamer als erwartet, erklärte III, die Erträge würden nicht wachsen, weil die Aktienmengen seit dem Crash bei Technologiewerten rückläufig seien. Dies bedeute, dass das Unternehmen nicht als Anbieter von Finanzdienstleistungen, sondern als Aktien-Broker tätig sei.








 
 
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