Impreglon kaufen




05.11.09 10:04
GBC AG

Augsburg (aktiencheck.de AG) - Die Analysten der GBC AG, Sylvia Schulz und Philipp Leipold, stufen die Impreglon-Aktie weiterhin mit "kaufen" ein.

Entgegen den Erwartungen der Analysten habe sich die Geschäftstätigkeit der Impreglon AG im dritten Quartal noch nicht wesentlich belebt. Die Umsatzerlöse auf Konzernebene hätten nach den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres 2009 mit 25,82 Mio. Euro um 30,1% unter dem vergleichbaren Vorjahresniveau von 36,96 Mio. Euro gelegen. Im dritten Quartal 2009 habe sich der Umsatz auf 9,29 Mio. Euro belaufen, gegenüber 13,71 Mio. Euro im Vorjahr. Dies entspreche einem Umsatzrückgang von 32,2% im dritten Quartal 2009.

Verantwortlich für die rückläufige Umsatzentwicklung seien dabei die Tochterunternehmen mit einer starken Fokussierung auf den Automotive-Bereich gewesen. Dagegen sei im Segment Original Equipment Manufactures (OEM), in welchem vorwiegend Beschichtungsdienstleistungen für Kunden aus der Branche Maschinenbau erbracht würden, eine leichte Nachfrageerholung spürbar gewesen. Dies habe allerdings die zurückgehenden Umsätze im Bereich Automotive nicht kompensieren können.

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) sei durch das gesunkene Umsatzniveau negativ belastet worden und habe nach den ersten neun Monaten 2009 2,81 Mio. Euro (9M 2008: 7,50 Mio. Euro) betragen, was einer EBITDA-Marge von 10,9% (VJ: 20,3%) entspreche. Im dritten Quartal 2009 habe Impreglon ein EBITDA in Höhe von 1,00 Mio. Euro (Q3 2008: 2,51 Mio. Euro) erzielen können.

Dank der inzwischen erfolgten Kosteneinsparmaßnahmen sei die Gesellschaft auch bei der deutlich niedrigeren Umsatzbasis in der Lage, EBITDA-Margen im zweistelligen Bereich zu erreichen. Die Abschreibungen hätten sich in den ersten neun Monaten 2009 im Vergleich zum Vorjahr leicht um rund 0,1 Mio. Euro auf 3,41 Mio. Euro (VJ: 3,33 Mio. Euro) erhöht. Infolge der gestiegenen Nettoverschuldung habe sich das Finanzergebnis auf -1,40 Mio. Euro verschlechtert, nach -0,62 Mio. Euro im Vorjahr.

Im dritten Quartal 2009 habe die Impreglon AG zudem den erfolgreichen Kaufabschluss von zwei Werken in Polen sowie in den USA vermeldet. In den USA sei ein Werk (ehemals Sulzer Metaplas Inc.) in der Nähe von Boston von der Sulzer AG erworben worden. Das neue Werk sei spezialisiert auf PVD (Physical Vapor Deposition) Beschichtungen. Das neue Verfahren im Dünnschichtbereich sei bislang noch nicht durch die Produktpalette der Impreglon abgedeckt worden. Durch den Erwerb sei die Impreglon AG nunmehr mit zwei Produktionsstandorten in den USA vertreten.

Darüber hinaus sei im September 2009 die Akquisition einer Produktionsstätte im polnischen Walcz abgeschlossen worden. Der Erwerb sei im Rahmen eines Asset Deals erfolgt. Die Mitarbeiter, der Maschinenpark sowie die Kundenverträge seien vollständig übernommen worden und das polnische Werk werde zukünftig als Niederlassung der Maschinenbau Jessenitz GmbH fungieren. Die Impreglon-Gruppe sei damit neben dem bestehenden Werk in Ungarn nunmehr mit zwei Produktionsstandorten in Osteuropa vertreten.

Für das Gesamtjahr 2009 hätten die Analysten ihre Umsatzschätzung unverändert gelassen und würden weiterhin Umsatzerlöse in Höhe von 36,20 Mio. Euro erwarten. Umsatzerlöse für das Schlussquartal in Höhe von 10,4 Mio. Euro und damit über 1 Mio. Euro höher als im Vorquartal würden sie vor dem Hintergrund der anziehenden Auftragseingänge in den Bereichen OEM und Aftermarket sowie dem Konsolidierungseffekt der erworbenen Werke in Polen und in den USA für realistisch halten. Im Segment Automotive sei indessen auch im vierten Quartal 2009 nicht von einer Belebung der Nachfrage auszugehen. Aufgrund einer Rohertragsmarge von rund 75% und einer weiter optimierten Kostenstruktur würden sie beim EBITDA für das Geschäftsjahr 2009 nun mit einem leicht reduzierten Wert von 4,50 Mio. Euro (bisher: 5,20 Mio. Euro) rechnen.

Das Kursziel für die Aktie der Impreglon AG sähen die Analysten unverändert bei 13,02 Euro. Ausgehend vom aktuellen Kursniveau bei 8,50 Euro bestehe somit eine Diskrepanz von über 50% zu dem von ihnen ermittelten fairen Wert der Aktie.

Die Analysten der GBC AG empfehlen daher, die Aktie von Impreglon weiterhin zum Kauf. (Analyse vom 05.11.2009)
(05.11.2009/ac/a/nw)
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