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IKB eine Halteposition




24.08.06 12:09
Finanzwoche

München (aktiencheck.de AG) - Die Experten der "Finanzwoche" sehen in den Aktien der IKB Deutsche Industriebank (ISIN DE0008063306 / WKN 806330) eine solide, defensive Halteposition.

Für das 1. Quartal des neuen Geschäftsjahres habe die IKB beachtliche Wachstumsraten vorgelegt. Das operative Ergebnis sei um 16,5% im Vorjahresvergleich gestiegen. Damit habe die Wachstumsrate bei mehr als dem Doppelten der Zielprojektion für das laufende Gesamtjahr (+7%) gelegen.

Kritiker würden jedoch die deutlich rückläufige Risikovorsorge im Kreditgeschäft bemängeln, welche 37,8% niedriger als in der Vorjahresperiode liege. In der Tat hätte die IKB bei unveränderter Risikovorsorge den Konzernüberschuß nicht um 12,9% gesteigert, sondern fast halbiert. Zugleich habe das sogenannte Fair Value-Ergebnis (minus 5,5 Mio. Euro) das Ergebnis belastet - es seien 37,7 Mio. Euro weniger gewesen als im Vorjahr. In dieser Position sei neben Hedging-Transaktionen auch ein negatives Handelsergebnis in Höhe von minus 28,4 Mio. Euro (entspreche negativem Swing von 96,1 Mio. Euro gegenüber Vorjahr) enthalten. Allerdings spiegele das Handelsergebnis Buchverluste wider, die nach den neuen IFRS-Bilanzierungsregeln ausgewiesen werden müssten, und keine tatsächlichen Verluste.

Auf aktueller Basis dürfte sich das Zahlenwerk hier bereits wieder verbessert haben. In Bezug auf die verminderte Risikovorsorge sei zudem anzumerken, dass die IKB eine Reduktion frühzeitig angekündigt habe, was auch aufgrund des verbesserten Risikoprofils zu rechtfertigen sei. Überlegungen, dass die IKB durch eine niedrigere Risikovorsorge das schlechte Handelsergebnis habe ausgleichen wollen, seien daher vermutlich zu weit hergeholt, auch wenn das Ausmaß der Verringerung der Risikovorsorge überraschend hoch gewesen sei.

Auf alle Fälle positiv sei hingegen die Entwicklung im Segment strukturierte Finanzierung (primär Akquisitionsfinanzierungen für mittelgroße Unternehmen). Das mehr als verdoppelte Neugeschäftsvolumen des Segments (1,7 Mrd. Euro nach zuvor 0,8 Mrd. Euro) passe zu dem Ziel, dieses Geschäftsfeld auf 5-Jahres-Sicht zum größten in der IKB zu entwickeln. Die Margen seien zwar rückläufig gewesen (2,09% gegenüber 2,42% im Vorjahr), hätten jedoch noch deutlich über den ebenfalls rückläufigen Margen im Firmenkunden-Neugeschäft (1,17% nach 1,32%) gelegen.

Für die Experten der "Finanzwoche" bleibt die IKB eine solide, defensive Halteposition mit immerhin knapp 3% Dividendenrendite und stetig steigenden Erträgen. (24.08.2006/ac/a/d)








 
 
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