Hoechst verkaufen




01.12.99 00:00
Kreissparkasse Pinneberg

Die Analysten der Kreissparkasse Pinneberg raten dem Anleger derzeit zum Verkauf von Aktien des Chemie- und Pharmakonzerns Hoechst (WKN 575800).

Die Aktionäre der Hoechst AG und der Rhone-Poulenc S.A. hätten im Juli 1999 in außerordentlichen Hauptversammlungen dem Zusammenschluss der beiden Gesellschaften zur Aventis mit den erforderlichen Mehrheiten zugestimmt.

Ziel für Aventis sei vor allem ein Umsatzwachstum im Life Sciences. Für das Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Amortisation (EBITDA) werde ein durchschnittliches jährliches Wachstum von 15 % bis zum Jahr 2002 angestrebt.

Neben den Wachstumsaussichten für Aventis stünden auch Synergieeffekte durch den Zusammenschluss im Vordergrund, über die nächsten drei Jahre sollten stufenweise 1,2 Mrd. Euro an jährlichen Kosteneinsparungen realisiert werden. Für die Restrukturierungen könne mit rund 2,2 Mrd. Euro vor Steuern gerechnet werden (Einmaleffekt).

Im Rahmen des Umtauschangebotes in Aventis Aktien hätten die Aktionäre der Hoechst AG inzwischen mehr als 96 % der Hoechst Aktien zum Tausch eingereicht. Dabei seien alle an der New York Stock Exchange notierten American Depositary Shares (ADS) der Hoechst AG berücksichtigt. Die Einbringung der Gallus Vermögensverwaltungsgesellschaft, die für die Kuwait Petroleum Corporation (KPC) 25,8 % der Anteile an Hoechst halte sei ebenfalls in diese Umtauschquote eingerechnet. Rhone-Poulenc und Hoechst hätten bekanntgegeben, das Umtauschangebot nicht zu verlängern.

Daher werde den Aktionären auf der Hauptversammlung der Hoechst AG am 9. Dezember 1999 die Auszahlung der Sonderdividende in Höhe von 2,72 Euro plus einer Steuergutschrift von rund 1,17 Euro je Hoechst Aktie zur Abstimmung vorgelegt. Die Ausschüttung der Dividende sei nach dem Beschluss der Hauptversammlung am 10. Dezember vorgesehen.

Am 15. Dezember würden die Aktionäre von Rhone-Poulenc auf einer Hauptversammlung schließlich über die Kapitalerhöhung zur Ausgabe junger Aktien für die zum Tausch eingereichten Hoechst Aktien entscheiden. Gleichzeitig entstehe damit die Aventis durch die Umbenennung von Rhone-Poulenc, und das neue Unternehmen verlagere seinen Sitz nach Straßburg. Vom 16. Dezember an würden sogenannte „Lieferansprüche“ auf die neuen Aventis Aktien gehandelt, bis am 20. Dezember 1999 die neue Aventis Aktie dann zum ersten Mal an den Börsen in Paris und Frankfurt und an der New York Stock Exchange über American Depositary Shares (ADS) notiert werde. Die Aventis Aktie werde im Euro Stoxx 50 enthalten sein, der die führenden Aktienwerte aus dem europäischen Währungsraum umfasse.

Die Experten empfehlen Hoechst-Bestände zu verkaufen und haben das Research für den Chemietitel eingestellt.








 
 
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