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Hexmac spekulativ




26.09.00 00:00
GoingPublic-Online

Die Papiere des Software-Herstellers für Internet-Infrastruktur, Hexmac (WKN 522761), können vom 26. bis zum 28. September in einer Preisspanne von 15 bis 18 Euro gezeichnet werden, berichten die Wertpapierexperten von Going Public.

Die Erstnotiz am Neuen Markt werde voraussichtlich am 2. Oktober erfolgen. Das Konsortium werde von der HypoVereinsbank (Lead) und Delbrück & Co. gebildet. Emittiert werden inklusive Greenshoe 1,3 Mio. Aktien, von denen 1 Mio. aus einer Kapitalerhöhung stammen. Nach dem Börsengang wird der Free Float – nach Ausübung der Mehrzuteilungsoption – rund 42 % betragen.

Das 1993 gegründete Unternehmen stünde bislang vornehmlich im Hintergrund – Hexmac entwickele und vermarkte ursprünglich ein Redaktionssystem für Internetseiten. Beispielsweise stehe hinter den Internetauftritten von Focus-Online, TV Today und Bild-Online die Web Publishing Software von Hexmac. Die Technologieplattform würde beständig weiterentwickelt, so dass das Produkt von Hexmac mittlerweile zu einem Dokumenten-Management-System und Realtime Messaging-System mit integrierten e-Business-Lösungen herangewachsen sei. Sitz des Unternehmens ist Leonberg bei Stuttgart, weitere Standorte würden sich in Hamburg, München und Kempten befinden. Insgesamt zähle Hexmac derzeit 55 Mitarbeiter.

Nach dem Börsengang wolle Hexmac den Vertrieb maßgeblich ausbauen. Mit Hilfe einer Auslagerung eines Großteil des Direktvertriebs an Partnerfirmen solle der Anteil der Lizenzerlöse von zur Zeit 50 % auf 70 % gesteigert werden, während der Servicebereich dementsprechend auf 30 % zurückgefahren werden solle. Neben Deutschland sollten ab 2001 auch andere europäische Märkte, z.B. Großbritannien und der skandinavische Raum, ins Blickfeld rücken. Eine weitere Expansion nach Asien und auch in die Vereinigten Staaten sei ab 2001 bzw. 2002 geplant.

Am ehesten vergleichbare Unternehmen am Neuen Markt seien PiroNet und Gauss Interprise. Diese seien auf Basis der geplanten 2001er Umsatzmultiples etwa gleich bewertet (PiroNet: 5,1; Gauss: 6,2) wie Hexmac (Kurs-Umsatz-Verhältnis: 5,5) am oberen Ende der Bookbuilding-Spanne. Der für das kommende Jahr geplante Jahresumsatz von knapp 10 Mio. Euro solle sich bis 2002 verdoppeln. Bis dahin würden Anlaufverluste von rund 10 Mio. Euro anfallen, ein positives Jahresergebnis sei erst für 2002 mit 0,04 Euro pro Aktie geplant.

Mit 55 Mio. Euro Marktkapitalisierung zur Emission ist der Börsengang von Hexmac einer der kleinsten am Neuen Markt. Eine technologisch führende Software, ein vergleichsweise hoher Umsatzanteil an Lizenzerlösen sowie hochrangige Referenzkunden machen Hexmac aber zu einem vielversprechenden Nischenanbieter. Aufgrund des hohen Streubesitzes von über 42 % könne das Leonberger Unternehmen zudem relativ leicht zu einem Übernahmeziel avancieren. Obwohl die Prognoseunsicherheit relativ hoch erscheine, sollten risikobereite Investoren aufgrund des angemessenen Emissions-Pricings ein Engagement in Erwägung ziehen.








 
 

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