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Herbe Enttäuschung für Anleger




23.09.02 13:10
BoersenMan.de

Als heute morgen der Wahlsieg von Rot-Grün mit knapper Mehrheit bestätigt wurde und diese Meldung dann auch an der Frankfurter Börse über den Ticker ging, herrschte erst mal Politik-Verdrossenheit, berichten die Experten von "BoersenMan.de".

Die Märkte hätten negativ reagiert, die Händler hätten den DAX zu Handelsbeginn rund 1,5 Prozent ins Minus geschickt. Davon habe er sich nicht erholt. Denn nach der Farbenlehre der Börse wäre eine schwarz-gelbe Koalition besser fürs Geschäft gewesen.

Von einem Bundeskanzler Stoiber hätten sich die Anleger erhofft, dass er mit frischem Wind die nötigen Reformen in Deutschland durchziehe. Kurzfristig hätte die Börse einen Regierungswechsel mit deutlichen Kursgewinnen honoriert. Dagegen sei Kanzler Schröder geschwächt aus der Wahl hervorgegangen und müsse bei jeder Abstimmung um seine Mehrheit zittern. Für die Wirtschaft heiße dies: der Reformstau bleibe. So hätten ausländische Investoren vor der Wahl den Anteil an deutschen Aktien im Depot runtergefahren. Die Kosten der Jahrhundertflut und die rot-grüne Regierung würden deutsche Aktien derzeit wenig attraktiv machen, heiße es. Auch für ausländische Investoren wäre eine schwarz-gelbe Regierung unternehmerfreundlicher gewesen.

Meist aber hätten politische Börsen kurze Beine und die Wahl trete nach einem Tag schnell wieder in den Hintergrund. So sei es für die Händler immer noch wichtiger, wie sich Irak-Konflikt und Ölpreis entwickeln oder wie Konjunkturdaten ausfielen. Also doch ein ganz normaler Tag in Frankfurt? Fast. Denn es gebe auch Aktien, die vom Sieg der rot-grünen Koalition profitieren würden. Umweltaktien können zweistellig zulegen. Die Nordex AG gewinne 10 Prozent hinzu, die Plambeck AG sogar 20 Prozent.






 
 

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