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Getreidemärkte im Fokus




02.04.08 12:01
Rohstoff-Report

München (aktiencheck.de AG) - Zu Wochenbeginn ging es gleich rasant her bei den Agrarrohstoffen, als das US-Landwirtschaftsministerium seinen "Prospective Plantings-Bericht" veröffentlichte, berichten die Experten von "BörseGo" in ihrem "Rohstoff-Report".

Er habe Veränderungen enthalten, die in diesem Ausmaß nicht erwartet worden seien. Schon im Vorfeld sei am Markt von einer Ausweitung der Anbauflächen für Sojabohnen und Weizen ausgegangen worden. Die nun gemeldeten Veränderungen hätten die Marktteilnehmer aber deutlich überrascht.

Der auf Basis von 86.000 befragten Landwirten am Montag veröffentlichte Bericht prognostiziere eine Ausweitung der Sojabohnen-Anbauflächen um 18% gegenüber dem Vorjahr auf 74,8 Millionen Acres. Im Vorfeld sei lediglich von einer Ausweitung um 12% ausgegangen worden. Das Plus bei Weizen betrage 7,8% für Sommerweizen und 22% für Hartweizen. Mehr Weizen und Soja, weniger Platz für Mais: Im Vorfeld sei von einer Anbaufläche von Mais von 87,3 Millionen Acres ausgegangen worden, tatsächlich prognostiziert würden nun 86,01 Millionen Acres. Das entspreche einem Rückgang um 8% zum letzten Erntejahr. Der Hauptgrund für die Einsparungen bei Mais seien in den relativ hohen Lagerbeständen sowie in den guten Preisen für Sojabohnen und Weizen zu suchen.

Im letzten Jahr hätten noch viele Landwirte von Sojabohnen zu Mais gewechselt, als die Ethanolnachfrage stark angestiegen sei. In diesem Jahr würden viele auf Sojabohnen wechseln, um auf die gestiegenen Preise und die guten Absatzchancen zu reagieren.

Die Prognosen für die Baumwollanbauflächen würden nun bei 9,39 Millionen Acres liegen. Das entspreche einem Rückgang um 13%. Die Flächen im Hochland sollten um 29% auf 1,96 Millionen Acres fallen und würden damit den niedrigsten Stand seit 1983 erreichen. In einigen Regionen scheine der Baumwollanbau, der zunehmend mit der Textilindustrie aus den USA und nach Asien ausgelagert werde, langsam aber sicher völlig zu verschwinden.

Im Bundesstaat Mississippi würden in diesem Jahr nur noch 420.000 Acres mit Baumwolle bewirtschaftet, das entspreche einem Rückgang um 36% und dem niedrigsten Wert seit Beginn der Aufzeichnungen. In anderen Bundesstaaten zeige sich ein ähnlicher Trend. Landwirte würden Baumwolle einsparen, da diese einen hohen Wasserbedarf und hohe Anbaukosten verursachen würden. Der Anbau von Ölsaaten und Getreide sei in diesem Jahr profitabler. (Ausgabe 07 vom 01.04.2008) (02.04.2008/ac/a/m)








 
 

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