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Zürich (aktiencheck.de AG) - Unternehmen des Gesundheitssektors stehen vor großen Herausforderungen, so die Analysten der Bank Hofmann.
Kurzfristig seien die Aussichten zwar günstig, beispielsweise als Folge neuer Produktzulassungen. Langfristige Besorgnisse wie der generische Wettbewerb und andere Faktoren würden jedoch die Meinungen der Anleger belasten und sich in schwachen Bewertungen des Sektors spiegeln. Gute Kaufargumente gebe es allerdings sowohl für US-Pharma-Werte wie auch für Europäer.
Die Anlagen im Gesundheitswesen würden als defensiv gelten, also wenig abhängig vom Konjunkturverlauf. Kurzfristig würden daher die mögliche globale Wirtschaftsabschwächung und die erhöhte Risiko-Aversion der Investoren starke Stützen für Umlagerungen in den Gesundheitssektor bilden. Auf lange Sicht würden jedoch Faktoren wie die therapeutische Substitution, die immer stärker aufkommenden Generika, die eskalierenden Kosten der Forschung und Entwicklung, der steigende Preisdruck und die Produkthaftung die Einschätzungen der Investoren beeinträchtigen.
Opportunitäten würden sich jedoch in allen Subsektoren bei innovativen Unternehmen sowie bei Übernahmen ergeben. Die US-Kongresswahlen im November 2006 und die Präsidentschaftswahlen 2008 seien bedeutende Meilensteine für die zukünftige Sektorbewertung.
Dieses Jahr würden über 25 Mrd. USD Umsatz der Pharma-Verkäufe durch Generika konkurrenziert und bis Ende der Dekade nahezu 100 Mrd. USD, was 20% der globalen Pharma-Umsätze 2005 bedeute. Sobald ein Generikum im Markt erhältlich sei, würden die Umsätze des Originalmedikamentes implodieren. Die Pharmaindustrie trete zwar ihre Umsätze den Generika-Herausforderern nicht kampflos ab. Echte Wertschöpfung könne allerdings nur aus Effizienzsteigerung bei Forschung & Entwicklung generiert werden.
Die Unternehmen mit dem geringsten Risiko vis-à-vis Generika seien heute Eli Lilly, Schering-Plough, Roche und Novartis und zwar deshalb, weil sie sich nicht auf die größten therapeutischen Kategorien - Kardiovaskuläre Indikationen und Zentrales Nervensystem - konzentrieren würden, sondern auf die wachstumsstärksten Kategorien Dermatologie, Krebs und Impfstoffe. Zusammenschlüsse seien die offensichtlichste Medizin gegen die weit verbreitete Pipeline-Anämie. Schering AG/Bayer, Serono/Merck KG, Mayne Pharma/Hospira, SCHWARZ PHARMA/UCB seien prominente Beispiele von neuen Verbindungen. Andere Defensiv-Strategien der Pharmaunternehmen seien eher langwieriger Natur: neue Formeln und Kombinationen der Medikamente, pädiatrische Exklusivitäten, Rechtsstreit, Bürgerpetitionen.
Gelegenheiten für Anlagen könnten auch außerhalb von Pharma und Biotechnologie in Subsektoren der Gesundheitsindustrie wie beispielsweise dem Medtech-Sektor geortet werden. Der Medtech-Sektor sei aufgrund seines defensiven Charakters zwar stolz bewertet und der Rückerstattungsprozess neuer Produkte seitens der Krankenkassen gestalte sich immer zäher. Innovative Firmen hätten jedoch aufgrund der wachsenden Anteile älterer Menschen in der Gesamtbevölkerung gute Chancen. Bank Hofmann empfehle einen Fokus auf die Subsektoren Hörgeräte, Dialyse und künstliche Bandscheiben. Phonak, Fresenius AG und Synthes seien die Medtech-Favoriten der Bank.
Obwohl zum Teil unterschiedlicher Natur gebe es sowohl für die US-Pharma-Werte wie auch für die Europäer gute Kaufargumente. Die Amerikaner würden kurzfristig vom positiven Medicare-Effekt des staatlichen US-Krankenkassensystems für Menschen ab 65 Jahren profitieren. Die Europäer anderseits seien weniger den Patentproblemen ausgeliefert und könnten den Umsatzbedrohungen mit stärkeren Produkte-Pipelines entgegenwirken. Nach Meinung der Bank Hofmann in Zürich seien an den Kapitalmärkten Umlagerungen und Rotationen zu Aktien mit stabilem Wachstum immer noch in allen Regionen zu beobachten, dies im Umfeld tieferer Gewinnerwartung des Gesamtmarktes bei gleichzeitiger Erholung der fundamentalen Aussichten der Pharmaindustrie sowie deren attraktiven Bewertung. (29.09.2006/ac/a/m)
Kurzfristig seien die Aussichten zwar günstig, beispielsweise als Folge neuer Produktzulassungen. Langfristige Besorgnisse wie der generische Wettbewerb und andere Faktoren würden jedoch die Meinungen der Anleger belasten und sich in schwachen Bewertungen des Sektors spiegeln. Gute Kaufargumente gebe es allerdings sowohl für US-Pharma-Werte wie auch für Europäer.
Die Anlagen im Gesundheitswesen würden als defensiv gelten, also wenig abhängig vom Konjunkturverlauf. Kurzfristig würden daher die mögliche globale Wirtschaftsabschwächung und die erhöhte Risiko-Aversion der Investoren starke Stützen für Umlagerungen in den Gesundheitssektor bilden. Auf lange Sicht würden jedoch Faktoren wie die therapeutische Substitution, die immer stärker aufkommenden Generika, die eskalierenden Kosten der Forschung und Entwicklung, der steigende Preisdruck und die Produkthaftung die Einschätzungen der Investoren beeinträchtigen.
Dieses Jahr würden über 25 Mrd. USD Umsatz der Pharma-Verkäufe durch Generika konkurrenziert und bis Ende der Dekade nahezu 100 Mrd. USD, was 20% der globalen Pharma-Umsätze 2005 bedeute. Sobald ein Generikum im Markt erhältlich sei, würden die Umsätze des Originalmedikamentes implodieren. Die Pharmaindustrie trete zwar ihre Umsätze den Generika-Herausforderern nicht kampflos ab. Echte Wertschöpfung könne allerdings nur aus Effizienzsteigerung bei Forschung & Entwicklung generiert werden.
Die Unternehmen mit dem geringsten Risiko vis-à-vis Generika seien heute Eli Lilly, Schering-Plough, Roche und Novartis und zwar deshalb, weil sie sich nicht auf die größten therapeutischen Kategorien - Kardiovaskuläre Indikationen und Zentrales Nervensystem - konzentrieren würden, sondern auf die wachstumsstärksten Kategorien Dermatologie, Krebs und Impfstoffe. Zusammenschlüsse seien die offensichtlichste Medizin gegen die weit verbreitete Pipeline-Anämie. Schering AG/Bayer, Serono/Merck KG, Mayne Pharma/Hospira, SCHWARZ PHARMA/UCB seien prominente Beispiele von neuen Verbindungen. Andere Defensiv-Strategien der Pharmaunternehmen seien eher langwieriger Natur: neue Formeln und Kombinationen der Medikamente, pädiatrische Exklusivitäten, Rechtsstreit, Bürgerpetitionen.
Gelegenheiten für Anlagen könnten auch außerhalb von Pharma und Biotechnologie in Subsektoren der Gesundheitsindustrie wie beispielsweise dem Medtech-Sektor geortet werden. Der Medtech-Sektor sei aufgrund seines defensiven Charakters zwar stolz bewertet und der Rückerstattungsprozess neuer Produkte seitens der Krankenkassen gestalte sich immer zäher. Innovative Firmen hätten jedoch aufgrund der wachsenden Anteile älterer Menschen in der Gesamtbevölkerung gute Chancen. Bank Hofmann empfehle einen Fokus auf die Subsektoren Hörgeräte, Dialyse und künstliche Bandscheiben. Phonak, Fresenius AG und Synthes seien die Medtech-Favoriten der Bank.
Obwohl zum Teil unterschiedlicher Natur gebe es sowohl für die US-Pharma-Werte wie auch für die Europäer gute Kaufargumente. Die Amerikaner würden kurzfristig vom positiven Medicare-Effekt des staatlichen US-Krankenkassensystems für Menschen ab 65 Jahren profitieren. Die Europäer anderseits seien weniger den Patentproblemen ausgeliefert und könnten den Umsatzbedrohungen mit stärkeren Produkte-Pipelines entgegenwirken. Nach Meinung der Bank Hofmann in Zürich seien an den Kapitalmärkten Umlagerungen und Rotationen zu Aktien mit stabilem Wachstum immer noch in allen Regionen zu beobachten, dies im Umfeld tieferer Gewinnerwartung des Gesamtmarktes bei gleichzeitiger Erholung der fundamentalen Aussichten der Pharmaindustrie sowie deren attraktiven Bewertung. (29.09.2006/ac/a/m)








