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Das EKIP-Team von "iWatch" sieht für die Aktie von General Motors auf Sicht von drei Jahren ein Kursziel bei null USD.
Die Aktie von General Motors (GM) habe am Mittwoch haussiert, nach dem der Spekulant und mehrfache Milliardär, Kirk Kerkorian, angekündigt habe seinen bereits bestehenden Anteil von 22 Millionen Aktien an General Motors um 28 Millionen Aktien aufzustocken. Kirk Kerkorian habe verkünden lassen, über seine Beteiligungsgesellschaft Tracinda; bis zu einem Kurs von 31 US-Dollar, also im Volumen von rund 868 Millionen US-Dollar, General Motors-Aktien einzukaufen. Der Titel sei am Mittwoch dann sogar deutlich über diesen Wert hinaus gestiegen und habe bei 32,80 US-Dollar auf dem höchsten Niveau seit Mitte März 2005 oder rund sieben Wochen geschlossen.
Ursache hierfür sei ein massiver Short-Squeeze gewesen, der Shorties in der GM-Aktie reihenweise zur unlimitierten Eindeckung gezwungen habe. Der Anstieg von 17,65 Prozent auf Tagesbasis, sei der prozentual größte Kursgewinn der GM-Aktie seit über 40 Jahren oder seit 1965 gewesen. Die Marktkapitalisierung von GM sei hierbei von 14 Milliarden US-Dollar auf knapp 17 Milliarden US-Dollar gestiegen.
Allerdings werde Kerkorian aufpassen müssen, dass er durch Aktionismus nicht einen Großteil seines Vermögens in den letzten Jahren seines Lebens wieder verzocke. Denn am Donnerstag, also nur einen Tag später, als Kerkorian die Kaufankündigung lanciert habe, habe das Rating-Unternehmen Standard & Poor's die Märkte geschockt, insbesondere natürlich die betroffenen Automobilunternehmen GM und Ford.
S&P habe bei GM die Bewertung um zwei Stufen von "BBB-" auf "BB" reduziert. Auch beim Erzrivalen Ford habe S&P die Ratings auf Junk-Status zurückgenommen. Damit werde die Aufnahme neuer Kredite für die Unternehmen künftig deutlich teurer. Der Markt habe dies bereits vor einigen Wochen eskomptiert, als GM eine Gewinnwarnung herausgegeben habe, seien die langlaufenden Unternehmensanleihen von GM um satte 30 Prozent eingebrochen.
Durch die Herabstufung müssten nun aber alle Investmentfonds verkaufen, die bedingt durch Anlagekriterien keine Anleihen mit Junk-Status in ihren Depots halten dürften.
Die Aktien der Konzerne hätten mit deutlichen Kursverlusten reagiert. GM habe die Entscheidung enttäuschend genannt. Gleichzeitig habe der Konzern versichert, es drohe keine Insolvenzgefahr, da ausreichend Barmittel im Kerngeschäft und bei der Finanzsparte GMAC vorhanden seien. Früheren Angaben zufolge würden beide Bereiche über Cash-Positionen von jeweils mehr als 20 Milliarden US-Dollar verfügen.
Die Einschätzung der Analysten sei allerdings, dass GM nun keine Chance mehr habe, das Ruder noch herumwerfen zu können. Die großen Benzin fressenden Automobile seien selbst bei den Amerikanern nicht mehr gefragt, insbesondere seit dem die Ölpreise über die Marke von 50 US-Dollar geklettert seien, müsse auch der US-Bürger die Schmerzgrenze von zwei US-Dollar je Gallone berappen. Dies seien umgerechnet 50 US-Cents je Liter, für europäische Verhältnisse paradiesische Bedingungen, aber nicht für den mit billigem Benzin verwöhnten US-Verbraucher.
GM leide unter sinkendem Absatz und vor allem milliardenschweren Kosten für Pensions- und Gesundheitsleistungen. Auf jeden produzierten GM-Wagen laste ein Betrag von 1.600 US-Dollar für Gesundheitsausgaben für aktive und pensionierte GM-Beschäftigte. Im ersten Quartal habe der Autoriese aus Detroit über eine Milliarde US-Dollar Verlust geschrieben und eine Gewinnwarnung für das Gesamtgeschäftsjahr 2005 veröffentlicht.
Die Kriegskasse von 20 Milliarden US-Dollar liquiden Mitteln könne bereits in diesem Jahr vollkommen aufgezehrt werden, wenn man sich vergegenwärtige, dass GM ausstehende Verbindlichkeiten von 300 Milliarden US-Dollar habe.
Das Kursziel der Experten für die GM-Aktie laute deshalb auf die Sicht von drei Jahren Null US-Dollar. General Motors habe nicht den Hauch einer Chance in seiner bestehenden Form zu überleben. Im April habe mit Rover der letzte rein britische Automobilhersteller Insolvenz anmelden und dem gnadenlosen Wettbewerb im Automobilgeschäft Tribut zollen müssen.
Die von den Experten erwartete Pleite, also Zahlungsunfähigkeit von GM, werde allerdings nicht so geräuschlos verlaufen. Ein Bankrott von General Motors könne sogar zu einer Systemkrise im Weltfinanzsystem führen, da das Volumen der Verbindlichkeiten dem Dreifachen von Argentinien entspreche, als diese südamerikanische Nation Ende 2001 den Bankrott erklärt und ihre Gläubiger vor kurzem nur noch mit 25 Prozent der ausstehenden Schulden befriedigt habe.
Konsequenter Weise geht das EKIP-Team von "iWatch" mit General Motors in seinem Musterdepot Short und tätigt den Leerverkauf am Montag zu US-Handelsbeginn um 15:30 Uhr MESZ. Das Stopp-Buy-Limit setze man 10 Prozent oberhalb dem Leerverkaufskurs.
Die Aktie von General Motors (GM) habe am Mittwoch haussiert, nach dem der Spekulant und mehrfache Milliardär, Kirk Kerkorian, angekündigt habe seinen bereits bestehenden Anteil von 22 Millionen Aktien an General Motors um 28 Millionen Aktien aufzustocken. Kirk Kerkorian habe verkünden lassen, über seine Beteiligungsgesellschaft Tracinda; bis zu einem Kurs von 31 US-Dollar, also im Volumen von rund 868 Millionen US-Dollar, General Motors-Aktien einzukaufen. Der Titel sei am Mittwoch dann sogar deutlich über diesen Wert hinaus gestiegen und habe bei 32,80 US-Dollar auf dem höchsten Niveau seit Mitte März 2005 oder rund sieben Wochen geschlossen.
Ursache hierfür sei ein massiver Short-Squeeze gewesen, der Shorties in der GM-Aktie reihenweise zur unlimitierten Eindeckung gezwungen habe. Der Anstieg von 17,65 Prozent auf Tagesbasis, sei der prozentual größte Kursgewinn der GM-Aktie seit über 40 Jahren oder seit 1965 gewesen. Die Marktkapitalisierung von GM sei hierbei von 14 Milliarden US-Dollar auf knapp 17 Milliarden US-Dollar gestiegen.
Allerdings werde Kerkorian aufpassen müssen, dass er durch Aktionismus nicht einen Großteil seines Vermögens in den letzten Jahren seines Lebens wieder verzocke. Denn am Donnerstag, also nur einen Tag später, als Kerkorian die Kaufankündigung lanciert habe, habe das Rating-Unternehmen Standard & Poor's die Märkte geschockt, insbesondere natürlich die betroffenen Automobilunternehmen GM und Ford.
S&P habe bei GM die Bewertung um zwei Stufen von "BBB-" auf "BB" reduziert. Auch beim Erzrivalen Ford habe S&P die Ratings auf Junk-Status zurückgenommen. Damit werde die Aufnahme neuer Kredite für die Unternehmen künftig deutlich teurer. Der Markt habe dies bereits vor einigen Wochen eskomptiert, als GM eine Gewinnwarnung herausgegeben habe, seien die langlaufenden Unternehmensanleihen von GM um satte 30 Prozent eingebrochen.
Durch die Herabstufung müssten nun aber alle Investmentfonds verkaufen, die bedingt durch Anlagekriterien keine Anleihen mit Junk-Status in ihren Depots halten dürften.
Die Einschätzung der Analysten sei allerdings, dass GM nun keine Chance mehr habe, das Ruder noch herumwerfen zu können. Die großen Benzin fressenden Automobile seien selbst bei den Amerikanern nicht mehr gefragt, insbesondere seit dem die Ölpreise über die Marke von 50 US-Dollar geklettert seien, müsse auch der US-Bürger die Schmerzgrenze von zwei US-Dollar je Gallone berappen. Dies seien umgerechnet 50 US-Cents je Liter, für europäische Verhältnisse paradiesische Bedingungen, aber nicht für den mit billigem Benzin verwöhnten US-Verbraucher.
GM leide unter sinkendem Absatz und vor allem milliardenschweren Kosten für Pensions- und Gesundheitsleistungen. Auf jeden produzierten GM-Wagen laste ein Betrag von 1.600 US-Dollar für Gesundheitsausgaben für aktive und pensionierte GM-Beschäftigte. Im ersten Quartal habe der Autoriese aus Detroit über eine Milliarde US-Dollar Verlust geschrieben und eine Gewinnwarnung für das Gesamtgeschäftsjahr 2005 veröffentlicht.
Die Kriegskasse von 20 Milliarden US-Dollar liquiden Mitteln könne bereits in diesem Jahr vollkommen aufgezehrt werden, wenn man sich vergegenwärtige, dass GM ausstehende Verbindlichkeiten von 300 Milliarden US-Dollar habe.
Das Kursziel der Experten für die GM-Aktie laute deshalb auf die Sicht von drei Jahren Null US-Dollar. General Motors habe nicht den Hauch einer Chance in seiner bestehenden Form zu überleben. Im April habe mit Rover der letzte rein britische Automobilhersteller Insolvenz anmelden und dem gnadenlosen Wettbewerb im Automobilgeschäft Tribut zollen müssen.
Die von den Experten erwartete Pleite, also Zahlungsunfähigkeit von GM, werde allerdings nicht so geräuschlos verlaufen. Ein Bankrott von General Motors könne sogar zu einer Systemkrise im Weltfinanzsystem führen, da das Volumen der Verbindlichkeiten dem Dreifachen von Argentinien entspreche, als diese südamerikanische Nation Ende 2001 den Bankrott erklärt und ihre Gläubiger vor kurzem nur noch mit 25 Prozent der ausstehenden Schulden befriedigt habe.
Konsequenter Weise geht das EKIP-Team von "iWatch" mit General Motors in seinem Musterdepot Short und tätigt den Leerverkauf am Montag zu US-Handelsbeginn um 15:30 Uhr MESZ. Das Stopp-Buy-Limit setze man 10 Prozent oberhalb dem Leerverkaufskurs.
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| 6 | General Motors | 08.08.10 |








