Fresenius aufstocken




08.01.10 15:25
Oldenburgische Landesbank

Oldenburg (aktiencheck.de AG) - Christoph Siebecke, Analyst der Oldenburgischen Landesbank, stuft die Vorzugsaktie von Fresenius (ISIN DE0005785638 / WKN 578563) auf "aufstocken" herab.

Fresenius habe das Krisenjahr 2009 nicht wirklich zu spüren bekommen. Der Konzern sei in allen Segmenten gewachsen. Auch wenn die endgültigen Zahlen für das vierte Quartal noch nicht vorliegen würden, sei jetzt schon ersichtlich, dass 2009 deutlich besser gelaufen sei als 2008. Besonders hervorzuheben sei, dass das operative Wachstum alle Konzerntöchter betreffe. In den ersten neun Monaten des abgelaufenen Jahres habe der Umsatz um 19% auf 10,43 Mrd. Euro gesteigert werden können. Der Reingewinn habe sogar um 121% auf 339 Mio. Euro zugelegt.

Für das Gesamtjahr werde ein Ergebnis von 500 Mio. Euro erwartet. Die Bilanzstruktur weise ein sauberes Bild aus, die Eigenkapitalquote liege bei 35,1%. Dennoch sei die Verschuldung in den vergangenen Jahren rasant angestiegen. Die Netto-Schulden würden für 2009 wohl bei 8,6 Mrd. EUR liegen. Bei der APP-Übernahme im vergangenen Jahr habe man die wirtschaftliche Lage unterschätzt. Im Zuge der Akquisition habe das Management ausdrücklich betont, dass die Übernahme schon in 2009 ergebnisneutral sein werde. Dies werde nun aber erst in 2010 der Fall sein.

Fresenius zeige relative Stärke. Alle Bilanzkennzahlen hätten gegenüber dem Vorjahr teils deutlich verbessert werden können. Auch die anstehende Gesundheitsreform in Amerika bereite keine Kopfschmerzen. Mit dem Generikahersteller APP werde man eher zu den Gewinnern der Reform gehören, da die Nachfrage nach günstigen Medikamenten steigen sollte. Die Übernahme von APP werde sich trotz der Verzögerung bei der Ergebnisneutralität somit auszahlen. Die Marge der Fresenius Kabi, wo APP geführt werde, sei in den ersten neun Monaten von 16,7% auf 19,4% vorangekommen.

Aufgrund des seit Ende November wieder stärkeren USD werde sich dieser Wert noch weiter verbessern. Konservative Anleger würden in Fresenius einen Pflichtwert für das Depot finden. Die Gesundheitsbranche sei ein defensives Geschäftsfeld mit stetigen aber moderaten Wachstumszyklen. Besonders die zunehmende demografische Verschiebung in den Industrienationen und der sanitative Aufholprozess in den Schwellenländern würden auch künftig einen wachsenden Gesundheitsmarkt nach sich ziehen. Die Aktie sei im Branchenvergleich immer noch günstig bewertet, obgleich sich das Papier in den letzten Monaten deutlich verteuert habe.

Aus diesem Grund nehmen die Analysten der Oldenburgischen Landesbank ihr Votum für die Fresenius-Aktie auf "aufstocken" zurück, da sich die Kursdynamik verlangsamen sollte. (Analyse vom 08.01.2010) (08.01.2010/ac/a/d)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.








 
 
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