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Folgen des US-Handelsbilanzdefizit




29.03.04 14:43
Schroders

Das Team von Schroder Investment Management beleuchtet in seinem vorliegenden Bericht die langfristigen Auswirkungen des US-Handelsbilanzdefizits auf die Wirtschaft und die Kapitalmärkte.

Demnach sei es durchaus möglich, dass sich die USA auf eine Phase zu bewege, in der sowohl die Wirtschaft als auch die Finanzmärkte des Landes im globalen Durchschnitt eine Underperformance zeigen könnten. Auf den ersten Blick erscheine dies angesichts der zyklischen Entwicklung absurd, doch historische Erfahrungen würden stark in diese Richtung weisen.

Die Erfahrungen der Vergangenheit hätten unter anderem gezeigt, dass ein Land eine Periode des geringeren Einkommenswachstums und deflationärer Tendenzen benötige, um ein Handelsbilanzdefizit ausgleichen zu können. In dieser Adaptionsphase liege die Entwicklung der Kapitalmärkte in dem betroffenen Land normalerweise unter der Welt-Index-Kurve. Das Handelsbilanzdefizit der USA habe mit 5% des Bruttoinlandsproduktes nun den kritischen Punkt erreicht, an dem diese Rückwärtsbewegung für gewöhnlich einsetze. Die Intervention der asiatischen Zentralbanken habe diese Entwicklung bislang verzögert. Diese Interventionspolitik sei aber nun für die asiatischen Länder aufgrund der Entwicklung ihrer eigenen Handelsbilanzen nicht mehr haltbar.

Es sei also durchaus möglich, dass nun für US-amerikanische Wertpapiere eine Periode der Underperformance einsetzen werde, in der die Investoren auf den europäischen und asiatischen Märkten besser fahren würden. Da eine schwächere Nachfrage in den USA und eine weitere Abwertung des US-Dollar jedoch aus makroökonomischen Gesichtspunkten nicht wünschenswert wären, sei mit Maßnahmen der Gegensteuerung aus Europa und Asien zu rechnen.






 
 

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