FJA AG Gewinnmitnahmen




22.10.01 15:58
Consors Capital

Die Analysten von "Consors Capital" raten bei der Aktie FJA AG (WKN 513010) zu Gewinnmitnahmen.

Die FJA AG biete eine Standardsoftware für die Bestandsverwaltung von fondsgebundenen Versicherungsprodukten (Fondspolicen) an, und profitiere somit vom Trend zugunsten dieser Produkte. Neben der inhouse-Lösung "FJA Liefe Factory" offeriere FJA seinen Kunden auch die Möglichkeit, ihre Versicherungsbestände in einem von Siemens Business Services (SBS) betriebenen Rechenzentrum betreuen zu lassen. FJA könne als Marktführer im Bereich der Standardsoftware für Versicherungsunternehmen angesehen werden. Die Prognosen zum Börsengang (21.2.2002) seien im Geschäftsjahr 2000 im Umsatz mit 83,4 Mio. Euro gegenüber ursprünglich 77,2 Mio. Euro und beim EPS 1,17 Euro gegenüber 1,00 Euro deutlich übertroffen worden.

Die Reform der Rentenversicherung wirke sich zugunsten der privaten und betrieblichen Altersversorgung mittels Fondsprodukten aus. Die Kunden von FJA, Versicherungen und Bausparkassen, aber auch betriebliche Rentenfonds würden nun in den Markt für die "Riesterrente" drängen. Im Dezember werde voraussichtlich die Durchführungsverordnung durch den Bundestag beschlossen werden, so das die Produkte ab 2002 vertrieben werden könnten. FJA sollte von diesem Trend insbesondere angesichts des "Wettbewerbsfaktors Zeit" profitieren, da nicht alle Versicherungen in der gegebenen Frist eigenständig Lösungen entwickelt hätten und auch aus Kostengründen auf die Standardlösung von FJA zurückgreifen dürften.

In einem Interview mit dem Handelsblatt vom 26.09. habe der Vorstandsvorsitzende Feilmeier die Prognosen für das laufende Jahr bestätigt. Demnach solle eine Gesamtleistung von 107 Mio. Euro (+28%, ein EBIT von 20,5 Mio. Euro (+47%) und ein EPS von 1,77 Euro (+51%) erreicht werden. Man erwarte ein stärkeres Umsatzwachstum, aber einen schwächeren Anstieg des Ergebnisses, so dass die Planzahlen für EBIT und EPS verfehlt werden dürften.

Die unterstellte Margenreduktion habe sich bereits in den Halbjahreszahlen abgezeichnet. Das Unternehmen habe in o.g. Interview auf eine Abschwächung des Wachstumstempos im nächsten Geschäftsjahr hingewiesen. Auch die Analysten von Consors Capital rechnen damit, dass sich das sehr starke Wachstum der letzten Jahr in Zukunft nicht aufrecht erhalten lässt und gehen von einem Rückgang der Wachstumsrate auf rund 20% aus. Die lasse sich durch eine eintretende Marktsättigung und durch den demnächst auslaufenden Sondereffekt der Riesterreformen erklären.

Den Analysten falle auf, das die letzten Aufträge v. a. im Bereich TPA (Outsourcing) verzeichnet worden seien. Hierdurch könnte es zu Rückgängen bei den Lizenzerlösen kommen, sollten die Beitragseinnahmen aus den Versicherungsverträgen nicht wie erwartet eintreten. Man vermute, dass FJA durch den Markt gezwungen sei, dieses Preismodell anzubieten, das für FJA ein höheres Risiko birge: FJA werde nun vom Geschäftserfolg seiner Kunden abhängig.

FJA sei ein Kandidat für den NEMAX50-Blue Chip Index. Allerdings rechne man nicht mit einer Aufnahme beim nächsten Termin aufgrund des noch zu geringen Börsenumsatzes der Aktie. Bei FJA handele es sich nach Erachten der Analysten zweifelsohne um eine solides Unternehmen mit weiterhin guten Wachstumsperspektiven. Die in der aktuellen Bewertung eingepreisten Wachstumsraten halte man zunehmend für unrealistisch bei steigendem Risiko für FJA.

Unter Berücksichtigung dieser Faktoren ermitteln die Analysten von Consors Capital einen Fair Value von 46,9 Euro und raten zu Gewinnmitnahmen.








 
 
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