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Hamburg (aktiencheck.de AG) - Henning Breiter, Analyst von SES Research, stuft die Aktie der FHR Finanzhaus AG (ISIN DE000RTM4444 / WKN RTM444) mit "halten" ein.
Die FHR Finanzhaus AG habe einen Ausblick auf das Ergebnis des Geschäftsjahres 2007 und gleichzeitig einen Maßnahmenkatalog für 2008 vorgelegt.
Wie bereits erwartet, werde das Ergebnis im Geschäftsjahr 2007 von erheblichen Aufwendungen aus der Neubewertung von Assets dominiert. Im Vordergrund stünden hier Abschreibungen auf den Geschäfts- und Firmenwert (EUR 67 Mio. per 31.12.2006) in Höhe von mindestens EUR 30 Mio. (SESe EUR 32 Mio.). Die Auflösung von aktiven latenten Steuern führe zu weiteren Aufwendungen in Höhe von über EUR 3 Mio. Somit werde das Ergebnis der FHR Finanzhaus AG in 2007 um ca. EUR 35 Mio. durch Einmaleffekte belastet sein.
Wenngleich sich hieraus noch nicht direkt ein Effekt auf den fairen Wert der Aktie ableiten lasse, so spiegele die Neubewertung der Assets doch eine hinter den Erwartungen zurückbleibende operative Entwicklung wider. Offensichtlich habe die Wachstumsdynamik in 2007 in mehreren Segmenten nicht wie erwartet zugenommen, so dass der bislang antizipierte Turnaround in 2008 unrealistisch erscheine.
Die Rothmann & Cie AG sollte in 2007 das einzige profitable Segment im Konzern gewesen sein. Zwar dürfte sich das platzierte Volumen geschlossener Fonds weiter verringert haben, jedoch sollte eine positive Entwicklung im Bereich der Anlegerverwaltung insgesamt zu einem deutlich positiven EBIT Beitrag in diesem Segment geführt haben.
Der Lizenzabsatz für das Erfolgsportal FinanzDock sie im H2 offenbar leicht hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Gleichwohl sollte dieses Segment gewachsen sein. Dennoch gehe SES von einem weiterhin deutlich negativen Ergebnisbeitrag in diesem Geschäftsfeld aus.
Die Provisionserlöse der Hesse Newman & Co. AG dürften hinter den Erwartungen zurückgeblieben sein. Zusätzlich belastend sollten weitere Aufwendungen für Restrukturierungen in diesem Segment gewirkt haben, so dass auch hieraus ein negativer Ergebnisbeitrag resultieren dürfte.
Strategisch begegne FHR der verlangsamten Entwicklung durch die Erschließung eines neuen Vertriebskanals. So solle die ganze Produktbandbreite über eine neu eingerichtete Capital Markets Abteilung der Hesse Newman Bank an institutionelle Investoren vertrieben werden.
Trotz dieser Maßnahme, die mittelfristig zu einer deutlichen Verbreiterung der Umsatzbasis führen könne, dürfte der kurzfristige Newsflow eher negativ bleiben. Im Mittelpunkt sollte dabei stehen, dass der ursprünglich für 2008 avisierte Turnaround auf Konzernebene, erst 2009 erfolgen dürfte. Nach Einschätzung von SES dürfte das Ergebnis aber auch dann noch von der bereits heute hochprofitablen Anlegerverwaltung getragen werden. Die Visibilität der Entwicklung in den neuen Segmente FinanzDock und Hesse Newman sei dagegen außerordentlich gering. Auf Grund des durch das Geschäftsjahr 2007 eher negativ einzustufenden track records sei der break even für diese Segmente in den Prognosen erst für 2010 antizipiert.
Desweiteren dürfte der Newsflow in 2008 von einem angekündigten Kapitalschnitt zum Ausgleich des Verlustes aus dem abgelaufenen Geschäftsjahr sowie einer geplanten Kapitalerhöhung geprägt werden. Dass die neue Hauptgesellschafterin SBW sich verpflichtet habe die Kapitalerhöhung zu zeichnen, sei als positives Zeichen zu werten. Damit unterstreiche ihr Gesellschafter Klaus Mutschler (Gründer der cash.life AG) sein langfristig angelegtes Engagement in der FHR Finanzhaus AG.
Wenngleich die deutliche Verwässerung aus Aktionärssicht unerfreulich sei, so erscheine die Maßnahme zur Finanzierung der strategischen Weiterentwicklung des Konzerns erforderlich. Dies indiziere gleichwohl auch, dass die angestrebte Positionierung als umfassender Finanzdienstleister weitere Investitionen und Kosten nach sich ziehen werde.
Die Prognosen, welche den Bedarf weiterer Restrukturierungen reflektieren würden, würden auf Basis des FCFY 2009e zu einem Kursziel von EUR 0,45 führen. Das DCF-Modell indiziere bereits bei moderaten langfristigen Modellannahmen einen höheren fairen Wert von EUR 0,50 je Aktie. Da die Turnaround-Story jedoch bereits bei kurzfristigen Schätzungen von großer Unsicherheit und geringer Visibilität geprägt sei, werde diesem Modell eine untergeordnete Bedeutung beigemessen. Ein erfolgreicher Turnaround sollte zwar noch ein deutlich höheres Bewertungsniveau ermöglichen, allerdings überwiege kurzfristig die Unsicherheit. Als bedeutender Risikopuffer wirke gleichwohl die Anlegerverwaltung. Basierend auf einem DCF Modell wäre dieses Segment alleine EUR 0,70 je Aktie wert, was bei planmäßiger Entwicklung im Bereich der Konzernbewertung nach FCFY 2010e läge.
Das Rating der Analysten von SES Research für die Aktie der FHR Finanzhaus AG lautet aufgrund dieser uneinheitlichen Aussichten "halten". (Analyse vom 18.01.2008) (18.01.2008/ac/a/nw)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
Die FHR Finanzhaus AG habe einen Ausblick auf das Ergebnis des Geschäftsjahres 2007 und gleichzeitig einen Maßnahmenkatalog für 2008 vorgelegt.
Wie bereits erwartet, werde das Ergebnis im Geschäftsjahr 2007 von erheblichen Aufwendungen aus der Neubewertung von Assets dominiert. Im Vordergrund stünden hier Abschreibungen auf den Geschäfts- und Firmenwert (EUR 67 Mio. per 31.12.2006) in Höhe von mindestens EUR 30 Mio. (SESe EUR 32 Mio.). Die Auflösung von aktiven latenten Steuern führe zu weiteren Aufwendungen in Höhe von über EUR 3 Mio. Somit werde das Ergebnis der FHR Finanzhaus AG in 2007 um ca. EUR 35 Mio. durch Einmaleffekte belastet sein.
Wenngleich sich hieraus noch nicht direkt ein Effekt auf den fairen Wert der Aktie ableiten lasse, so spiegele die Neubewertung der Assets doch eine hinter den Erwartungen zurückbleibende operative Entwicklung wider. Offensichtlich habe die Wachstumsdynamik in 2007 in mehreren Segmenten nicht wie erwartet zugenommen, so dass der bislang antizipierte Turnaround in 2008 unrealistisch erscheine.
Die Rothmann & Cie AG sollte in 2007 das einzige profitable Segment im Konzern gewesen sein. Zwar dürfte sich das platzierte Volumen geschlossener Fonds weiter verringert haben, jedoch sollte eine positive Entwicklung im Bereich der Anlegerverwaltung insgesamt zu einem deutlich positiven EBIT Beitrag in diesem Segment geführt haben.
Der Lizenzabsatz für das Erfolgsportal FinanzDock sie im H2 offenbar leicht hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Gleichwohl sollte dieses Segment gewachsen sein. Dennoch gehe SES von einem weiterhin deutlich negativen Ergebnisbeitrag in diesem Geschäftsfeld aus.
Strategisch begegne FHR der verlangsamten Entwicklung durch die Erschließung eines neuen Vertriebskanals. So solle die ganze Produktbandbreite über eine neu eingerichtete Capital Markets Abteilung der Hesse Newman Bank an institutionelle Investoren vertrieben werden.
Trotz dieser Maßnahme, die mittelfristig zu einer deutlichen Verbreiterung der Umsatzbasis führen könne, dürfte der kurzfristige Newsflow eher negativ bleiben. Im Mittelpunkt sollte dabei stehen, dass der ursprünglich für 2008 avisierte Turnaround auf Konzernebene, erst 2009 erfolgen dürfte. Nach Einschätzung von SES dürfte das Ergebnis aber auch dann noch von der bereits heute hochprofitablen Anlegerverwaltung getragen werden. Die Visibilität der Entwicklung in den neuen Segmente FinanzDock und Hesse Newman sei dagegen außerordentlich gering. Auf Grund des durch das Geschäftsjahr 2007 eher negativ einzustufenden track records sei der break even für diese Segmente in den Prognosen erst für 2010 antizipiert.
Desweiteren dürfte der Newsflow in 2008 von einem angekündigten Kapitalschnitt zum Ausgleich des Verlustes aus dem abgelaufenen Geschäftsjahr sowie einer geplanten Kapitalerhöhung geprägt werden. Dass die neue Hauptgesellschafterin SBW sich verpflichtet habe die Kapitalerhöhung zu zeichnen, sei als positives Zeichen zu werten. Damit unterstreiche ihr Gesellschafter Klaus Mutschler (Gründer der cash.life AG) sein langfristig angelegtes Engagement in der FHR Finanzhaus AG.
Wenngleich die deutliche Verwässerung aus Aktionärssicht unerfreulich sei, so erscheine die Maßnahme zur Finanzierung der strategischen Weiterentwicklung des Konzerns erforderlich. Dies indiziere gleichwohl auch, dass die angestrebte Positionierung als umfassender Finanzdienstleister weitere Investitionen und Kosten nach sich ziehen werde.
Die Prognosen, welche den Bedarf weiterer Restrukturierungen reflektieren würden, würden auf Basis des FCFY 2009e zu einem Kursziel von EUR 0,45 führen. Das DCF-Modell indiziere bereits bei moderaten langfristigen Modellannahmen einen höheren fairen Wert von EUR 0,50 je Aktie. Da die Turnaround-Story jedoch bereits bei kurzfristigen Schätzungen von großer Unsicherheit und geringer Visibilität geprägt sei, werde diesem Modell eine untergeordnete Bedeutung beigemessen. Ein erfolgreicher Turnaround sollte zwar noch ein deutlich höheres Bewertungsniveau ermöglichen, allerdings überwiege kurzfristig die Unsicherheit. Als bedeutender Risikopuffer wirke gleichwohl die Anlegerverwaltung. Basierend auf einem DCF Modell wäre dieses Segment alleine EUR 0,70 je Aktie wert, was bei planmäßiger Entwicklung im Bereich der Konzernbewertung nach FCFY 2010e läge.
Das Rating der Analysten von SES Research für die Aktie der FHR Finanzhaus AG lautet aufgrund dieser uneinheitlichen Aussichten "halten". (Analyse vom 18.01.2008) (18.01.2008/ac/a/nw)
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