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FED historische Premiere




02.05.11 12:55
Rohstoff-Trader

Gerbrunn (aktiencheck.de AG) - Zum ersten Mal in der amerikanischen Geschichte gab am Mittwoch dieser Woche ein FED Chairman eine Pressekonferenz bei der Reporter Fragen stellen durften, so die Experten vom "Rohstoff-Trader".

In der Regel würden Notenbankpräsidenten der FED nur dann in der Öffentlichkeit auftreten, wenn sie beispielsweise Sitzungsergebnisse präsentieren oder eine Rede halten würden. Diese Konferenz sei also alles andere als gewöhnlich gewesen. Der Notenbankpräsident Ben Bernanke habe dieses Mal den Reportern Rede und Antwort gestanden.

Wie erwartet sei es bei dieser Konferenz um die Ziele und Strategien der Federal Reserve gegangen. Gesprächsthema Nummer Eins sei die Arbeitslosigkeit, die Inflationsquote und das Quantitative Easing gewesen. Dabei habe Ben Bernanke folgende Punkte angesprochen: Ziel der FED sei es unter anderem, die Arbeitslosigkeit zu reduzieren und dabei die Inflationsquote nicht aus den Augen verlieren. Bei dem Versuch, die Arbeitslosigkeit zu senken und neue Arbeitsplätze zu schaffen, müsse mit zusätzlichen Inflationsrisiken gerechnet werden. Sollte die Inflationsquote dennoch die Erwartungen übertreffen, werde die Federal Reserve gezwungen sein Gegenmaßnahmen einzuleiten.

Des Weiteren habe der Notenbankpräsident betont, dass das Wirtschaftssystem immer noch auf finanzielle Unterstützung angewiesen sei. Aufgrund der steigenden Inflationsquoten sei es aber eher unwahrscheinlich, dass es zu einer weiteren Quantitative Easing-Phase kommen würde, so Bernanke. Dass die Wahrscheinlichkeit für QE3 niedrig sei heiße aber noch lange nicht, dass es ausgeschlossen sei. Zur Not heiße das neue Programm anders und unterstütze das System weiter mit finanziellen Mitteln.

Seit 2008 sei mit der Quantitative Easing-Methode weit mehr als 1,7 Billion US-Dollar in das System gepumpt worden. Dass die aktuelle FED Politik eine weiter steigende Inflationsquote mit sich bringe sei sicher auch dem Notenbankvorsitzenden bewusst. Trotzdem habe Ben Bernanke erwähnt, dass das hohe Niveau der Inflationsquote eher vorübergehend sei. Nachdem das Quantitative Easing der Federal Reserve voraussichtlich im Juni enden werde, rechne die Notenbank mit rückläufigen Inflationsquoten und Rohstoffpreisen. Bis dahin werde die Federal Reserve fleißig weiter Geld drucken.

Die öffentliche Pressekonferenz mitsamt allen Fragen und Antworten sei im US-Fernsehen ausgestrahlt worden. Damit habe die Federal Reserve vor allem versucht, das Vertrauen der Bevölkerung zurückzugewinnen. Nachdem sich die Schulden der Vereinigten Staaten in immer größeren und unvorstellbaren Summen bewegen würden, sei die Notenbank der Vereinigten Staaten immer mehr in Verruf geraten. Es werde interessant zu beobachten, wie die FED agieren werde, nachdem QE 2 im Juni ablaufen werde. (02.05.2011/ac/a/m)








 
 

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